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Arcam P85

Arcam Diva P85 Endstufe Erfahrungsbericht / Test:

Die Arcam Macher begangen 1972 als Wissenschafts- und Technikstudenten mit der Erforschung von Wiedergabegeräte als Projekt. Dabei stellen Sie fest – O Ton- das japanische Massenprodukte klanglich mit Kompromisse behaftet waren?!? Nun für mich stellt sich an dieser Stelle die Frage, welche japanische Produkt bzw. Hersteller genau in Augenschein genommen wurden? Pausch zu sagen “japanische Produkte”, ist für mich einfach nur gewagt. Englische Hifi Hersteller sind bei weitem nicht schlecht und spielen an der Front mit, keine Frage. Von Daher sollte man auf solche Aussagen wie oben schon erwähnt verzichten und sich auf die eigenen Stärken konzentrieren.

Arcams Geschichte ist jedenfalls mit Erfolg gekrönt. MIt dem A60 Verstärker – aus dem Jahre 1976- sollten ursprünglich 50 Einheiten produziert werden. Die Nachfrage soll allerdings so groß gewesen sein, dass Arcam es schaffte über 30000 Stück zu verkaufen. Hut ab, würde ich jetzt sagen. Wer so einen Einstieg ins Hifi Geschäft verzeichnen kann, hat sicherrlich technisch alles richtig gemacht!

Das Erfolgsrezept ist sicherlich die Philosophie, die Verstärker bzw. die Hifi Geräte aus dem Hause Arcam so einfach wie möglich zu halten. Das widerspiegelt meiner Meinung nach auch die P85 Endstufe voll wieder. Nichts verschnörkeltes, eine kompakte Endstufe die sich darauf konsentiert, nicht unbedingt schön zu sein aber mit den inneren Werte zu glänzen. Mit seinen 2x 88 Watt an 8OHM und 2x 140 Watt an 4 OHM könnte man schnell auf den Gedanken kommen das, dass nicht ausreichen kann um auch Strom hungrige Lautsprecher antreiben zu können. Mit meinen Dynaudio Contour 1.8 MK II Standlautsprecher gab`s jedenfalls keinerlei Probleme. Wie es mit einer Kappa 8 o. 9 ausschaut kann ich euch leider nicht sagen. Aber vermute, dass zwei P85- jawohl, sie lassen sich Monobrücken- wahrscheinlich keine Probleme geben könnte.

Klanglich kann ich der Arcam keine Minuspunkte erteilen. Sie spielt wirklich sehr kontrolliert und entfaltet auch Druck das man eigentlich nur von Verstärker kennt, die in den 70er produziert wurden. Stellenweise tat ich mich schwer, die P85 von meinem AU 8500 von Sansui zu unterscheiden. Vor Allen der Bassbereich der Arcam machte für eine Endstufe in dieser Preisklasse absolut alles richtig. Paukenschläge bekamen im Vergleich zu einem Powerplant von T+A mehr Kontur und ach mehr Druck. Fairerweise muss ich schreiben, dass die Arcam ohne Vorstufe von mir getestet wurde. Wie es sich verhält, wenn eine passende Vorstufe von Arcam als Verteiler dient, weiß ich nicht. Aber direkt an einem CD Player mit Volumenregler einfach nur Geil. Für mich jedenfalls eine tolle und vor Allen eine erschwingliche Endstufe. Mehr ist immer möglich aber im Gebrauchtmarkt im Moment als Schnapper zu bekommen. Zudem passen super zu Dynaudio!

Technische Daten:

  • Hersteller: Arcam England
  • Leistung: 2x 85 Watt 8Ω und 2x 140 Watt 5Ω
  • Klirrfaktor: 0,005%
  • Rauschabstand: 112dB
  • Gewicht: 11,5 Kilo
  • Masse: 430 x 320 x 100