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BC Acoustique Niger

BC Acoustique Niger Standlautsprecher Erfahrungsbericht / Test:

Frankreich, Frankreich, Frankreich…… Kennt Ihr noch diesen Song? Ich kann mich noch gut daran erinnern, es war für mich so ein Titel welche Tage lang mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Auch wenn ich mit der Musik aus Fronkreich nicht immer einverstanden war, sind unsere Nachbarn Geniesser. Das merkt man super schnell in Restaurants mit französischer Küche. Ein Menü kann gerne mal Stunden dauern. Musik hören ist mittlerweile für mich genauso wie das Essen in einem dieser besagten; es muss Stunden Spaß machen ohne das man schnell ein Völlegefühl hat und nichts mehr in den Magen bekommt.

Deshalb erwarte ich Lautsprecher von unserem Franzosen die eben dieses LOSLASSEN mir vermitteln können. JMLab, Focal, Triangle sind einige sehr gute Lautsprecherhersteller die bei einigen Ihrer Modelle genau das vermitteln können. Der Hersteller BC Acoustique ist im Vergleich zu den genannten Herstellern, fast schon ein Newcomer und fing innerhalb Frankreich Fuss. Hier in Deutschland sind diese Lautsprecher eher eine Ausnahme, obwohl die Niger damals von einigen Hifi Zeitschriften gut getestet wurde. Warum die Marke hier in der BRD nicht einen reissenden Absatz gefunden hat, bleibt mir persönlich nicht wirklich ein Rätsel. Die Verarbeitung kann sich sehen lassen, nicht schlecht aber auch nicht besonders gut. Die Hochtöner sind von Fostex und kosten im Moment 99 Euro pro Stück. Die Mitten und die Bässe kommen von Seas und sind bekanntlich ebenfalls in guter Qualität. Das Gehäuse der Box ist mit Folie verklebt und für mich ein NO GO. Laut meinen Informationen rief BC Acoustique für die Niger sagenhafte 2500 Euro aus, hier in der BRD eventuell in der ganzen EU. Für das Geld liebe BC Acoustique Manager, erwarte ich mehr als Folie, Sorry!

Auf der Rückseite gibt`s die üblichen Lautsprecheranschlüsse allerdings ausgelegt für Bananas. Des Weiteren lässt sich die Niger auch aktiv mit einer externen Weiche betreiben. Bei bedarf kann man der Hochtöner, der Mitten und der Bässe jeweils eine Endstufe spendieren. Das ist allerdings meiner Meinung nach das einzige was einen High Endigen Eindruck macht, alles andere ist eher…… Na ja.

Die Optik ist nicht jedermanns Sache. Mir gefällt die eigenwillig Optik überhaupt nicht. Die Designer hätte sich gerne an die Formel des goldenen Schnittes halten können. Aber wie wir über die Jahre gelernt haben, ist Aussehen nicht allen Freunde. Von Daher war ich echt gespannt ob die Niger gefällige Töne von sich gibt. Natürlich mussten die Tröten aus Fronkreich gegen meinen Dynaudios stand halten. Zugegeben die Messlatte ist hoch angesetzt aber bei dem Preis, nicht verwunderlich. Als Verstärker kam natürlich einer meiner Sansuis zum Einsatz. Negativ fiel sofort die dumpfe und die viel zu tief abgestimmte Mitteltonbereich auf. Diana Krall hörte sich an wie als ob Sie ihre Songs in der Badewanne aufgenommen hat! Nein, nein! Absolut nichts für mich! Aber auch Männerstimmen waren unerträglich und mit einem tiefen Grundton ausgestattet, dass man in Depressionen verfallen konnte. Die Hochtöner sind im Gegensatz besser aber auch nicht das gelbe vom Ei. Nur die Bässe waren ausserordentlich, präziser als bei meinen Contour 1.8 MK II und auch wesentlich tiefer gehend. Nun da ich für mein Leben gerne, Titel anhöre die viel Stimme bringen sind die Niger für mich jedenfalls überhaupt keine Alternative. Wenn man aber gerne Techno, House, Goa oder eben Partymusik hört, für die könnten die Lautsprecher gerade wegen dem super Basses eventuell Interessant sein.

Nun ich möchte die Lautsprecher nicht in Grund und Boden schreiben. Geschmäcker sind verschieden und was mir nicht gefällt, kann dem Hans, Peter, Osman, Juri um die Ecke, gefallen. Meine Prioritäten sind allerdings Glas klar: Die Mitte muss vom Bass sauber getrennt sein, damit sich eine Frau so anhört wie sie ist, nämlich weiblich und nicht wie eine Frau die sich Männerhormone spritzt.

Wie schon geschrieben für mich weder optisch, noch verarbeitungstechnisch, noch klanglich eine Alternative zu allem was ich bisher gehört habe. Sogar meine Eltropa (Kataloglautsprecher) Lautsprecher bescherten mir Glücksmomente. Nein Leute, ich kann mir nicht Erklären wie diese Lautsprecher ein Klangniveau von 68% bekommen haben. Allerdings habe ich bei einem französischen Hifi Forum gelesen, dass es zwei Versionen der Niger gegeben haben soll und die erstere wesentlich qualitativer war! Wenn das der Wahrheit entspricht, könnte ich mich durchaus Vorstellen das bei mir die Version 2 zur Gast war.   In diesem Sinne……

Technische Daten: 

  • Anzahl der Kanäle: 3 Lautsprecher
  • Bassn: 21cm Polypropylen-Membran ,  Ferrit Ø 115 mm , Ø 39 mm
  • Medium : 17cm Polypropylen-Membran , Ferrit Ø 95mm, Ø 25mm Spule Lautsprecher
  • Höhen : Ø 17mm Alu-Kalotte , Doppel -Ferrit, Exponentialhorn
  • Filter: Grave -6 dB bei 600 Hz , Medium ” Breitband” und Treble -12dB bei 4 kHz
  • Anschluss: Vergoldete Stecker / Bi-Wiring   Empfindlichkeit : 93 dB/2.83 V / 1 m
  • Empfohlene Verstärker : 10 Watt + 100 Watt pro Kanal
  • Impedanz: 4 Ohm Bandbreite ( + / – 3 dB ): 48 Hz bis 22 kHz
  • Harmonic Distortion : 0.4 % – 90 dB / 0,7 % – 95 dB / 1,1% – 100 dB
  • Abmessungen (BxHxT) : 250 x 950 x 250-350 mm
  • Gewicht: 24,5 kg je