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Marantz Model 1250

Marantz Model 1250 Vintage Vollverstärker Erfahrungsbericht / Test:

Wie man in anderen Berichten von mir lesen kann, frage ich mich schon seit längerem warum Marantz- Geräte immer noch so unendlich gehyped sind. Was erwartet der Hifi / Vintage- Interessent wenn man sich eines diese schönen Verstärker oder auch Receiver anschafft? Einen revolutionäreren Sound? Oder klangliche Attribute die einer Evolution (Ich glaube nicht an die Evolutionslüge) und Revolution gleichkommt? Bitte klärt mich auf! Denn alleine das Aussehen kann ja nicht nur der Grund sein warum manche Marantz Verstärker und Receiver preislich durch die Decke schießen. Sagen wir es mal so: ich hatte schon einige Geräte von Marantz. Tolle Geräte aber bei weiten nichts besonderes. Weder technische Meilensteine noch besonders innovativ. Klanglich ebenfalls nur Okay…. Okay streichen wir das “NUR! Ein 2270, Model 18, 19 sind schon richtig gute Receiver und brauchen sich vor einigen High End Verstärker zu verstecken. Bei den letzten zweien verstehe ich auch das sie stellenweise  richtig teuer  da ultra selten sind. Aber bei Receiver die man fast schon monatlich kaufen kann, halte ich Preis die z.B für einen 2270 ausgerufen werden für ziemlich überteuert. Kommt Bitte von diesem Hype endlich mal runter. Wenn es unbedingt was vintagemäßiges sein soll, holt euch eine Yamaha M4 + C4 und staunt was man aus seinen Boxen noch so heraus kitzeln kann. So genug gejammert. So lasset uns den 1250er besprechen.

Ich gestehe und gestand schon bei meinem PM8 und 1300DC Verstärker, das Marantz der einzigste Hersteller aus der alten Vintage-Fraktion ist, wo ich die Schieberegler für absolut gelungen halte. Bei anderen Marken war das immer eine Anmutung des billigen. Ausser bei der großen und wunderschönen Rotel RC 5000 Vorstufe. Ansonsten ist es optisch ein typischer Marantz: toll verarbeitet. Im inneren werkelt ein Riesen Trafo und 1 Riesen Ladeelko. Für mich ist dieser eine Elko etwas befremdlich und bin der Meinung das jeder Kanal seinen eigen braucht. Vermutlich viel ein zweites dem Design zum Opfer. Allerdings könnte es sein, das ein 1250 in Japan anders designed war? HIER auf dem Foto z.B sieht man noch weitere Elkos! Ob das nachträglich verbaut wurde weiß ich nicht und wenn ja, wollte der Besitzer wohlmöglich mehr Druck und Kontrolle aus den Lautsprechern.  Vielleicht kann ein Marantz- Spezi mehr dazu sagen? Wie auch immer. Ansonsten schön gestaltetes Gerät (KLICK). Wie bei fast allen Marantz Geräten braucht auch dieser Verstärker Lautsprecher die nach vorne Spielen. Lautsprecher wie Sehring, Dynaudio oder vergleichbares passt klanglich nicht wirkich. Den auch dieser Marantz ist im Bassbereich “langsam” eingestellt und hingt stellenweise hinterher. Einige Hifi- Freunde bescheinigen Marantz Verstärker eine Art Weichspülerkarakteristik. Ist ja nicht schlimmes und diese klangliche Eigenschaft hat der Firma eine Riesen Fangemeinschaft beschert. Und wenn die Lautsprecher dazu passen, hat man wirklich seine helle Freude daran. Auch wenn Marantz nicht mehr wirklich mein Fall ist, würde ich die Geräte sofort immer kaufen da die Aura schon ziemlich anziehend ist. Und da haben wir es, die Aura der Marantz Geräte lässt die Preis auch in Zukunft stabil bleiben.

Technische Daten:

  • Sinusleistung: 2 x 125 Watt an 8 Ohm
  • Leistungsbandbreite: 20 Hz – 20 kHz
  • Klirrfaktor: 0,1%
  • Ausgangsimpedanz: 8 Ohm
  • Intermodulationsstörungen: 0,1%
  • Dämpfungsfaktor 20 Hz: 50, 1 kHz: 55
  • Eingänge: Phono mag. 1, Phono mag. 2, Mikrofon, Radio, Reverse (Aux 1), Reverse (Aux 2),
  • Bandwiedergabe, Bandaufnahme, Monitor
  • Ausgänge: Lautsprecher: 2 Paare, separat schaltbar, Kopfhörer: 8 Ohm
  • Klangregler: Bässe, Mitten, Höhen
  • Stromversorgung: 220 V, 50/60 Hz
  • Leistungsaufnahme: 450 Watt
  • Abmessungen: 390 x 146 x 314 mm
  • Gewicht: 18,5 kg
  • Ladenpreis in 1976 war: 2600,- DM