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ADR Transpose

ADR Transpose Standlautsprecher Erfahrungsbericht / Test:

Die Firma ADR verkaufte eigentlich nur Bausätze welche mit hochwertigen Chassis von Vifa ausgeliefert wurden. Doch irgendwann entschlossen sich die ADR Leutschen auch fertige Lautsprecher zu etablieren. Neben einigen Modele wie die Format gehört auch die Transpose dazu. Leider gibt es nicht wirklich viele Informationen bzgl. der Firma ADR deshalb wird hier leider keine Geschichte aufgerollt werden. Meine Transpose hatte ich vor längerer Zeit mit einer schönen Accuphase Kombi E305V und einem DP 60 erworben. Bis Dato sagte mir ADR leider nicht viel. Der Vorbesitzer meinte aber, das er für die Lautsprecher damals 5000 D- Markt auf den Tisch legen musste. Ob der Preis gerechtfertigt war kann ich mit Gewissheit sagen, ja. Denn die Verarbeitung ist wirklich exzellent! Mal abgesehen davon das die Transpose 40 Kilo Netto pro Lautsprecher auf die Waage bringt, wurden sie mit echtem Klavierlack überzogen. Muss euch nicht wirklich erklären was für ein Aufwand dahintersteckt.

Die Chassis sind von VIFA und wurden damals auch in wesentlich teureren Lautsprecher verbaut. Die Optik finde ich sehr ansprechend aber das große Reflexrohr an der Front mutet für mich etwas billig an. Vielleicht wäre es aus rein optischen Gründen nicht schlecht gewesen, wenn man dieses riesige schwarze Loch nach hinten verlagert hätte. Technisch gesehen macht dieses mega Loch natürlich an der Front Sinn. Denn die Lautsprecher können auch näher- aber müssen nicht- an die Wand gestellt werden. Bei meiner 10 Minuten Recherche habe zwei unterschiedliche Transpose gefunden. Die einen mit einer Seidenkallotte und welche wie meine mit ALU. Vermute mal, das die mit ALU so eine Art MK II Version waren oder eben damals mit Aufpreis erkauft werden musste. Nachdem ich nun die Einzelheiten begutachtet hatte, konnte das Hörvergnügen mit der DP 60 und meinem E406 losgehen. Nach Xavier Naidoo, Cassandra Wilson, Malia und Diana Krall durfte James Black Mut Limit to your Love sein bestes geben. Eine kleine Anmerkung: wer den Bass seiner Lautsprecher testen will, sollte sich den guten James besorgen. Der quält euere Bässe so was von, da ist Cassandra Kindergarten dagegen (!) Und ja, als die Bässe einsetzten und der Volumenregler auf 13 Uhr am E406 gestellt war, vibrierte nicht nur alles in meinem Hörzimmer mit, sondern die Beleuchtung der VUs am Accuphase flatterten fröhlich mit. Und ja, der Klang blieb denn noch sauber und super klar ohne zu verzerren oder gar zu verfärben. Hier kann die Qualität der ADR voll bestätigt werden. Es ist unglaublich pegelfest und föhnt tatsächlich die Tränensäcke aus dem Gesicht. Hut ab!

Zu der Zeit hatte ich ein Paar T+A TB 140 neben an stehen. Und zum dritten mal ja (!) Ich finde die ADR besser. Sie ist in den Mitten transparenter, löst in den Höhen nen ticken runder auf und die Bässe der T+A halten meiner Meinung nach nicht mit. Den die Transpose schafft es auch hier, mehr Information zu transportieren. Irgendwie hörte sich bei der ADR alles nach mehr an. Wenn man nun die klanglichen Qualitäten der ADR kennt und sich die Gebrauchtpreise anschaut, so kommt man doch ins grübeln ob man nicht den kompletten Markt leerkaufen soll (!) Die wurden tatsächlich mal für lächerliche 200 Euro als Paar hergegeben. Doch leider wird es nichts mit dem leerkaufen da die Transpose schon sehr rar ist. Nachdem die T+A ihren Schwanz einziehen musste, stelle ich meine Contour 2 MK II dagegen. Und welche Überraschung…. Die Dynaudio kann einfach mehr Raumtiefe und ist meiner Meinung nach die neutralere Box. Ok bringt die extremen Pegel der ADR nicht aber hält mit der Dynamik absolut mit und schafft es tatsächlich- bei lauteren Pegeln- mehr Konturen herauszuarbeiten. Sprich das nachschwingen einer Gitarre ist deutlicher wahrzunehmen als bei der ADR. Im Großen und Ganzen ist die ADR dennoch eine fantastische Box. Wer eine TB 140 in die Schranken weisen kann, dem gebührt aller Ehren.