Sind High-End-Streamer-Laufwerke ihren Preis wert? Nun, diese Frage ist aus Sicht eines ITlers relativ einfach zu beantworten. Aber für viele Puristen da draußen ist es schon absolute Gotteslästerung, wenn man diese simple Frage auch nur stellt – geschweige denn ernsthaft beantworten will. In einer WhatsApp-Gruppe, in der ich längere Zeit beheimatet war (und in der mein guter Freund Uli und ich so manches Mal nur noch mit dem Kopf schütteln konnten),
Machen wir uns nichts vor: Im Pro-Audio-Bereich sind FIR-Filter schon lange keine Seltenheit mehr. Sie sind der absolute Standard, um große Beschallungssysteme auf Spur zu bringen, Phasen zu linearisieren und riesige Arrays akustisch in den Griff zu kriegen. Erst vor einigen Jahren hat dieses mächtige, rechenintensive Werkzeug endlich auch Einzug in die High-End-Szene gehalten.
Magico baut Lautsprecher, die das absolute Limit des passiven Lautsprecherbaus markieren. Massive Gehäusekonstruktionen aus Flugzeugaluminium, resonanzfreie Kammern, extrem steife Graphene-/Nano-Tec-Treiber und Beryllium- bzw. Diamant-Hochtöner mit verschwindend geringem Klirr. Wer einen Magico-Lautsprecher auf der Messbank analysiert, sieht sofort das Ziel der Entwickler: einen linealgeraden Frequenzgang auf Achse und ein mustergültig stetiges Abstrahlverhalten (Directivity).
Viele von euch verfolgen nun schon seit einer ganzen Weile die Erstellung meines Mackern Physics Lab (MPL). Die ursprüngliche Idee für diesen Beitrag auf mackern.de war eigentlich simpel: Ich wollte ein Werkzeug schaffen, um Räume virtuell zu simulieren. Das Ziel war es festzustellen, wo man Diffusoren und Absorber am intelligentesten platziert, damit die Raumakustik am Ende ein wirklich tolles Ergebnis liefert.
Physik-Stunde, ganz kurz: Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel. Was die Box zur Seite rausballert (das Off-Axis-Verhalten), klatscht gegen die Seitenwand und landet – leicht zeitverzögert – an deinem Ohr. Das Problem? Wenn dein Lautsprecher unter Winkeln (sagen wir 30 oder 60 Grad) völlig anders klingt als direkt von vorn, dann mischt sich dieser „verfärbte“ Müll unter den Direktschall.
Ihr seid wie Süchtige(wie ich). Ihr rennt dem perfekten Klang hinterher, wedelt mit Kreditkarten, kauft Verstärker, die so schwer sind wie ein Kleinwagen, und Streamer, die mehr kosten als meine gesamte Wohnungseinrichtung. Und bei Kabeln? Da wird ernsthaft diskutiert, ob das Kupfer bei Vollmond von Elfen geflochten wurde oder ob die Laufrichtung der Elektronen den Schmelz in der Frauenstimme beeinflusst. Ihr gebt Unmengen an Kohle aus, um in euren „heiligen Hallen“ die Musik so zu hören, wie sie noch nie jemand gehört hat. Das Ziel: Das absolute Audio-Nirvana.
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