die mit enormer CPU-Rechenleistung erzwungene Phasenstarrheit und die feine zeitliche Kohärenz der Transienten bleiben in den unzureichenden, klirrenden und phasenverschiebenden LC-Ausgangsfiltern, den einbrechenden billigen Netzteilen und den asynchronen, jitterverseuchten Taktgebern der Budget-Hardware gnadenlos auf der Strecke
Warum DSP oft steril klingt: Pre-Ringing falsches Windowing und die Tücken der Raum-Faltung (Teil 3)
Werft eure alten Vorurteile über böse Transistoren, kühles Silberkabel und gnadenlose Digital-Wandler über Bord. Wenn die Kette sauber konstruiert ist, die Mathematik stimmt, die FIR-Filter maßgeschneidert und fehlerfrei berechnet wurden und die Raumakustik im Kern verstanden wird, dann gibt es keine digitale Härte mehr. Dann verschwindet die Technik vollständig aus dem Raum. Es bleibt nur noch die reine Musik. Authentisch, dynamisch, emotional und grenzenlos live.
Willkommen zurück, Freunde der gepflegten Transienten! Im ersten Teil haben wir den Lautsprecher-Entwicklern in die Karten geschaut und festgestellt, dass sie alle mit demselben physikalischen Fluch kämpfen: Mit passiven Frequenzweichen kann man nicht gleichzeitig die Phase (Zeitrichtigkeit) und das Abstrahlverhalten (Kontrolle der Erstreflexionen) retten. Wer das Mackern Physics Lab Manifest gelesen hat, weiß: Genau dafür haben wir die MPL geschrieben, um diesen gordischen Knoten per FIR-Filter digital zu zerschlagen.
Machen wir uns nichts vor: Im Pro-Audio-Bereich sind FIR-Filter schon lange keine Seltenheit mehr. Sie sind der absolute Standard, um große Beschallungssysteme auf Spur zu bringen, Phasen zu linearisieren und riesige Arrays akustisch in den Griff zu kriegen. Erst vor einigen Jahren hat dieses mächtige, rechenintensive Werkzeug endlich auch Einzug in die High-End-Szene gehalten.
Magico baut Lautsprecher, die das absolute Limit des passiven Lautsprecherbaus markieren. Massive Gehäusekonstruktionen aus Flugzeugaluminium, resonanzfreie Kammern, extrem steife Graphene-/Nano-Tec-Treiber und Beryllium- bzw. Diamant-Hochtöner mit verschwindend geringem Klirr. Wer einen Magico-Lautsprecher auf der Messbank analysiert, sieht sofort das Ziel der Entwickler: einen linealgeraden Frequenzgang auf Achse und ein mustergültig stetiges Abstrahlverhalten (Directivity).
Machen wir uns nichts vor: Wer in der High-End-Szene das Wort „Raumkorrektur“ oder „FIR-Filter“ in den Mund nimmt, denkt meistens in zwei extremen Schubladen. Entweder man redet vom radikalen DIY-Ansatz der Komplettaktivierung, oder man blickt ehrfürchtig auf diese sündhaft teuren, meist aus Frankreich stammenden High-End-Wunderkisten mit ihren auffälligen 3D-Mikrofonen.
Liest man sich durch die gängigen Foren, bekommt man schnell den Eindruck: Wer heute noch IIR (Infinite Impulse Response) nutzt, lebt klanglich hinterm Mond. FIR (Finite Impulse Response) sei die Erlösung. Phasenlinearität! Perfekte Sprungantwort! Zeitrichtigkeit! Der feuchte Traum eines jeden Messfetischisten, der auf flache Striche am Monitor starrt.
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