Wir geben Unsummen für Kabel aus, die dick sind wie Feuerwehrschläuche, und diskutieren nächtelang über den Ruhestrom von Endstufen, die älter sind als wir selbst. Aber wenn es um die digitale Suppe geht, die aus unseren Fernsehern oder günstigen Streamern schwappt, drücken wir beide Augen zu. „Ist ja digital“, heißt es dann oft, „Nullen und Einsen, da kann man nichts machen.“
Das ist der Standard. Wenn ihr heute ein Smartphone, einen Dongle-DAC oder einen modernen AV-Receiver kauft, steckt zu 99,9 % ein Delta-Sigma-Wandler drin. Wie funktioniert’s? Ganz vereinfacht: Statt jedes Bit einzeln abzubilden, nutzt Delta-Sigma oft nur 1 Bit (oder sehr wenige), ballert das aber mit einer extremen Geschwindigkeit (Oversampling) raus.
wer kennt das nicht? Da hat man endlich zugeschlagen. Ein neuer Wandler ist ins Haus geflattert – sei es ein modernes Chi-Fi-Wunderwerk oder ein gebrauchter Bolide aus der Champions League. Das Gerät wird ausgepackt, ehrfürchtig ins Rack gewuchtet, verkabelt und warm laufen gelassen. Die erste Funktion wird entdeckt, das Display leuchtet verheißungsvoll. Alles wunderbar. Das Grinsen wird breiter.
Wenn in der audiophilen Welt der Name Linn fällt, ist sofort klar: Hier geht es nicht um halbe Sachen. Die schottische Manufaktur hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1973 konsequent dem musikalischen Maximum verschrieben. In einer Zeit, als Plattenspieler noch als bloße Schallwandler galten, stellte Firmengründer Ivor Tiefenbrun eine kühne These auf:
In der audiophilen Welt wird viel über Kabel, Netzteile und Wandlerchips gesprochen – aber ein entscheidender Faktor für den Klang wird oft unterschätzt: die Taktung. Wer sich ernsthaft mit Digital-Analog-Wandlern (DACs) beschäftigt, wird früher oder später auf Begriffe wie 10 MHz Clock, Masterclock oder Jitter stoßen. Doch was bedeutet das eigentlich konkret – und warum ist eine stabile Taktung so klangentscheidend?
Die britische Firma dCS (Data Conversion Systems Ltd.) wurde ursprünglich in den 1980er-Jahren gegründet – mit einem ganz anderen Fokus: hochpräzise Signalverarbeitung für militärische Anwendungen wie Radar- und Kommunikationssysteme. Die Expertise in der Entwicklung extrem genauer D/A- und A/D-Wandlertechnologien übertrug man Ende der 1980er-Jahre auf den Audiobereich – mit dem Ziel, das Maß aller Dinge in Sachen Digital-Analog-Wandlung zu setzen.
Doch nicht jeder DAC klingt gleich. Während Billigchips in Smartphones und Bluetooth-Boxen oft nur „irgendwie funktionieren“, setzen High-End-Hersteller auf spezialisierte Audio-Wandler mit eigenem Klangcharakter. ESS, AKM, Burr-Brown, Cirrus Logic und ROHM sind die großen Namen in der Szene – doch was macht ihre Chips so besonders
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