Moderne Technik und ihre Preisentwicklung entfernen sich immer weiter von der Realität; oder hat die High-End-Branche doch eher eine alternative Realität? Seit mehreren Jahren lässt sich ein Trend beobachten; HiFi und sogenanntes High End wird immer teurer. Lautsprecher und Verstärker die schnell mal den Preis eines Luxusautos übersteigen. Da kommt bei mir die Frage auf; wer soll sich das noch leisten können.
Jeder möchte einen Lautsprecher mit einem großen Dynamikumfang. Der Lautsprecher muss viel tiefen Bass machen. Aber tue ich mir in einem kleinen Raum wirklich einen Gefallen damit. Die Antwort ist nein! Kommt der Bass aus einer Quelle ist es ungemein schwierig diesen an einen kleinen Raum anzubinden. Tiefe Bassfrequenzen zeichnen sich durch große Wellenlängen aus, der Lautsprecher pumpt sehr viel Energie in meinen Raum.
Nun es liegt auf der Hand; ich bekomme einen Lautsprecher zu einem Preis der gerade noch so zu realisieren ist.Er hat gegenüber seinen jüngeren Artgenossen ein paar konstruktive „Schwächen“ die jedoch dem Aufpreis nicht gerecht werden können.
Im Falle meiner S3 der ersten Generation belief sich der Anschaffungspreis auf 9000€. Dazu bin ich in die Schweiz gefahren und habe diese Lautsprecher ohne sie vorher zu hören abgeholt.Stattliche 78kg bringt
Es gibt Momente, da scrolle ich durch YouTube, sehe mir ein Video über neues HiFi-Equipment an und frage mich ernsthaft, ob ich versehentlich durch ein Wurmloch in die späten 90er gereist bin. Auslöser für diesen akuten Anfall von Fremdscham war kürzlich ein Video, in dem der neue Burmester 232 Vollverstärker vorgestellt wurde. Ein modernes Gerät, das den Versuch wagt, klassische Tugenden mit der Gegenwart zu verbinden.
Wer sich in die Welt des High-End-Audios wagt, merkt schnell: Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Hobby, Raketenwissenschaft und liebevollem Wahnsinn. Ich spreche da aus Erfahrung. Seit gut einem Jahr bin ich täglicher Zeuge – und manchmal stiller Beobachter – in einer ausgewachsenen HiFi-WhatsApp-Gruppe. Was man da quasi im Liveticker mitbekommt
Mal Hand aufs Herz: Habt ihr in letzter Zeit mal wieder in die Preislisten der einschlägigen High-End-Gazetten geschaut? Wenn man da für ein Paar Lautsprecherkabel oder einen profanen Vollverstärker mittlerweile Summen aufruft, für die man vor zehn Jahren noch eine Eigentumswohnung in bester Lage bekommen hätte, dann fragt man sich doch: Haben die eigentlich komplett den Verstand verloren?
Es ist wieder so weit. Das Jahr 2026 steht vor der Tür und der HiFi-Wanderzirkus poliert schon mal seine vergoldeten XLR-Stecker. Wo wie jedes Jahr treffen sich die „Creme de la Creme“ (und die, die sich dafür halten) auf den diversen High-End-Messen, um uns zu erklären, warum wir ohne ein 5.000-Euro-Netzkabel eigentlich gar keine Musik hören können.
Neueste Kommentare