Mackern Physics Lab & Roon: Wenn knallharte Physik auf perfekte Faltung trifft In der High-End-Szene kursieren mehr Mythen als Kabelklang-Voodoo an einem Vollmondabend. Aber wenn…
Viele von euch verfolgen nun schon seit einer ganzen Weile die Erstellung meines Mackern Physics Lab (MPL). Die ursprüngliche Idee für diesen Beitrag auf mackern.de war eigentlich simpel: Ich wollte ein Werkzeug schaffen, um Räume virtuell zu simulieren. Das Ziel war es festzustellen, wo man Diffusoren und Absorber am intelligentesten platziert, damit die Raumakustik am Ende ein wirklich tolles Ergebnis liefert.
Liest man sich durch die gängigen Foren, bekommt man schnell den Eindruck: Wer heute noch IIR (Infinite Impulse Response) nutzt, lebt klanglich hinterm Mond. FIR (Finite Impulse Response) sei die Erlösung. Phasenlinearität! Perfekte Sprungantwort! Zeitrichtigkeit! Der feuchte Traum eines jeden Messfetischisten, der auf flache Striche am Monitor starrt.
Machen wir uns nichts vor: Wer sich heutzutage durch einschlägige High-End-Audio-Foren wühlt, braucht als Elektrotechniker (bin keiner) wahlweise extrem starke Nerven oder ein verdammt gutes Glas Single Malt, um den Blutdruck zu regulieren. Da wird von sogenannten „Goldohren“ fröhlich doziert,
Moin Leute. Wer sich in High-End-WhatsApp-Gruppen oder einschlägigen Foren rumtreibt, kennt das Spiel: Irgendwann eskaliert die Diskussion. Es geht um phasenrichtige 6-dB-Weichen gegen steilflankige 24-dB-Filter. Es geht um Lautsprecher, die angeblich so „schnell“, „transparent“ und „hochauflösend“ sind, dass sie „gnadenlos die Schwächen deines Raumes aufdecken“.
Wir haben in den ersten beiden Teilen informationstechnisch und elektrotechnisch bewiesen, warum die digitale Integrität eines Audiosignals (TCP/IP, RAM-Puffer, LDO-Spannungsregler) das Eingreifen esoterischer Netzwerk-Switches obsolet macht. Doch die audiophile Szene hält ein letztes, scheinbar schlagkräftiges Argument bereit: „Aber ich höre doch einen Unterschied, wenn ich den Switch tausche! Der Klang ist reproduzierbar anders!“
Die High-End-Audio-Welt unterliegt einer hartnäckigen, fast schon peinlichen Fehlinterpretation: Netzwerktechnik wird beharrlich als ein analoges, instabiles Medium missverstanden, das angeblich „Rauschen“ überträgt und daher einer esoterischen „Filterung“ durch völlig überteuerte Hardware bedarf. Diese Sichtweise ignoriert nicht nur die Gesetze der Physik, sondern auch die fundamentale IT-Architektur, die unser gesamtes digitales Zeitalter erst ermöglicht hat
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