Viele meiner Leser und auch mittlerweile meine Abonnenten auf YouTube haben in letzter Zeit meinen vielleicht etwas außergewöhnlichen Musikgeschmack erkunden können. Meine Idee hinter diesen „Audio Booklets“ ist es ja, nicht immer nur stumpf Geräte in Augenschein zu nehmen, sondern endlich mal das Wesentliche in den Fokus zu rücken: die Musik.
Am ersten und zweiten Weihnachtstag bin ich natürlich damit beschäftigt zu arbeiten. Als eine One Mann Show ist es nicht immer leicht, vor allem dann nicht, wenn das alles so umfangreich ist, wie ich das hier betreibe. Nun, am zweiten Tag des Weihnachten liege ich vor meiner Anlage und entspanne mit Music etwas. Natürlich höre ich mir eine Scheibe von ECM an.
Schon der erste Titel „80 Horses“ pumpt einen so was von weg, das ist der absolute Wahnsinn! Unfassbar, was für eine Explosion gegen Ende dieses Titels abgefeuert wird. Traumhaft! Noch geiler ist es natürlich, wenn die heimische Anlage diese Stimmung nicht nur einfängt, sondern den Zuhörer vollkommen spüren lässt.
Manchmal gibt es diese Momente, da setzt man sich in den Hörsessel, drückt auf Play und merkt nach den ersten Takten: Okay, das hier ist gerade kein Hintergrundgeplänkel für nebenher. Das hier ist ernst. Oder besser gesagt: Das hier ist pure Magie, eingefangen auf einem Tonträger. Die Rede ist von „Touch of Time“, dem aktuellen Geniestreich von Arve Henriksen und dem niederländischen Pianisten Harmen Fraanje.
Nun ist es schon wieder 02:00 am Morgen und ich bin wider wach. Was macht man dann? Natürlich erstmal Kaffee trinken und die große Anlage starten. Draußen ist es still, das Stromnetz ist sauber, und die Transistoren kommen langsam auf Temperatur. Eigentlich wollte ich mal wieder nur ein bisschen Hintergrundbeschallung, aber dann passierte es:
Männer, Hand aufs Herz. Wir reden hier oft über Technik, über Sound, über das nächste Gadget. Wir diskutieren über Frequenzen und Wattzahlen. Aber manchmal liefert uns genau diese Technik den Zugang zu etwas, das wir sonst vielleicht überhören würden. Heute geht es um ein Album, das im Mai 2025 erschienen ist und das vielleicht einige von euch gar nicht auf dem Schirm hatten, weil es nicht in den typischen Playlisten auftaucht: „Paradox“ von Mogli.
Um 2:43 Uhr war die Nacht vorbei. Kennt ihr das? Ihr werdet wach, der Kopf ist voll, im Bauch rumort eine unerklärliche Unruhe und an Schlaf ist nicht mehr zu denken. Also bin ich raus aus den Federn, ab in die Küche und habe mir erstmal einen Kaffee mit meiner Senseo rausgelassen. Schwarz, heiß, Lebensretter. Da ich eh wach war, habe ich die Gunst der Stunde genutzt:
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