Warum hält sich dieser Begriff dann so hartnäckig in der Szene? Ganz einfach: „Musikalität“ ist das perfekte semantische Fluchtwort. Es ist der Kuschelpulli der HiFi-Schreiberlinge. Immer dann, wenn ein Gerät messtechnisch eigentlich eine Vollkatastrophe ist, wenn es Details im Hochton gnadenlos verschluckt, den Bass aufweicht wie einen Schwamm im Spülbecken
Wer sich mit gutem Klang beschäftigt, kennt das: Da steht die neue Anlage, die Komponenten spielen technisch absolut sauber, die Pegel stimmen, die Auflösung ist da — und trotzdem fehlt etwas. Die Musik will einfach nicht richtig zünden. Irgendwie fehlt dieser letzte Funke, dieses gewisse „Live-Gefühl“, das den Unterschied zwischen gut und großartig ausmacht.
Die Gruppenlaufzeit (engl. group delay) beschreibt die Zeitverzögerung, mit der ein bestimmter Frequenzbereich durch ein System wandert. In Lautsprechersystemen ist das besonders relevant, wenn es darum geht, Impulstreue und Timing richtig zu bewerten. Physikalisch handelt es sich um die Ableitung der Phasenverschiebung nach der Kreisfrequenz
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