Luxman M03

Luxman M03

Erfahrungsbericht / Testbericht:

Die M03 bezeichnet man als ein Lückenfüller zwischen der M02 und M05. Allerdings soll es klanglich der M02 zum verwechseln ähnlich sein. Ob das so ist, keine Ahnung. Habe die M02 noch nicht mein eignen nennen können. Muss aber gestehen, dass mich die kleinere Nummer optisch mehr anspricht. Ich stehe halt auf wunderschöne VUs.

Beim M03, wie man unschwer erkennen kann, wurde statt der schicken VUs digitale Pegelmesser eingebaut. Was ich eigentlich ziemlich schade finde. Funktioniert zwar gut aber ersetzt schöne analoge Pegelmesser nicht. Aber immer noch besser als nichts würde jetzt mein Vater sagen womit er sicherlich Recht behalten könnte. Die Anfassqualität und die Verarbeitung ist sehr gut. Im Innenraum gibt`s nichts zu bemängeln. Ein Riesen Netzteil und 4 dicke Ladeelkos welche pro Stück einen Wert von 15000 Microfarad aufweisen. Somit hat auch dieser Luxman die Stromspendierthosen an. Das kommt selbstverständlich dem Musikgenuss nicht unpassend(!)

Ich hatte die Möglichkeit die Luxman Endstufe mit einer Accuphase P266 Endstufe zu vergleichen. Der starke Luxman ist für mich keine Alternative zur P266. Die Letztere spielt neutraler, sachlicher aber geht ab wie Schmitz Katze wenn`s sein muss. Die Luxman Endstufe spielt unglaublich nach vorne mit einer brachialen Kraft. Dynamik ist kein Fremdwort, Stimmen sind extrem opulent und der Bassbereich super druckvoll. Ein kleiner Schreihals eben. Die P266 kann Ihre Zuhören deutlicher packen und mit ins Hifi-Himmeln nehmen. Obwohl es nicht zurückhaltender Spielt lässt es keinerlei Tugenden offen.

Ich habe unterschiedlichere Vorstufen am M03 gehabt. Natürlich die Hauseigene C03, dann die Nakamichi CA 5E II, Accuphase C222 und Electrocompaniet EC3 MC. Viel schenkten sich Preamps nicht aber die Kombi aus CA 5E II gefiel mir besser als die mit der C03. Irgendwie schaffte es die Nakamichi etwas härte aus der Endstufe zunehmen.

Eine tolle Endstufe ist die Luxman alle mal und eine Anschaffung absolut Wert. Aber eher mit einer Blaupunkt MX70 oder der Baugleichen Nikko Alpha zu vergleichen statt mit einer gestandene Accupahse- Endstufe.

Technische Daten:

  • Sinus: 8Ω = 200 Watt (Stereoplay hatte zur seiner Zeit knapp 272 Watt gemessen(!)) Mono = 400 Watt
  • Klirrfaktor: 0,005% (1W)
  • Frequenzgang: 5-10000 Hz
  • Geräuschabstand: 120 dB
  • Gewicht: 23,6 Kilo
  • Masse: 438 x 165 x 420