SAC Mediatore The Amplifier Mono

SAC Mediatore The Amplifier Mono

SAC >ATestbericht: Kraftvolle „Grabsteine“ aus der Schmiede von SAC

Unter einer Schönheit versteht man sicherlich was anderes und nicht solche „Grabsteine“, wie sie SAC 1989 in die HiFi-Welt schleuderte. Die ungewöhnliche Form war sicherlich ein Streitpunkt und vielleicht auch eine Kaufentscheidung, die zu Ungunsten SACs entschieden wurde. Aber ich muss gestehen, dass mich die Optik dennoch anspricht und mir ein Gefühl der überlegenen Kraft vermittelt. Nicht zuletzt tragen die seitlichen und sichtbaren Kühlrippen, sondern auch das Gewicht von fast 20 Kilo pro Mono-Block dazu bei.

Die Verarbeitung ist Sonderklasse und massiv. ALU soweit das Auge reicht. Über die massive Frontplatte kommt man ins Innere der Monos. Ein Blick unter die Haube verrät auch hier, dass die Monos zu den besten Verstärkern gehören, welche die heiligen Hallen SAC verlassen durften. Unglaublich, was für ein Bauaufwand betrieben wurde. Allerdings bin ich der Meinung, dass man die Monos etwas größer hätte gestalten können. Denn es ist schon ziemlich eng. Im unteren Bereich ist das dicke Netzteil und der mittlere Bereich (bis oben durch) beherbergt die Platinen. In der mittleren Platine werkeln die Netzteilelkos, die zwar schön dick sind, aber eine recht kompakte Form besitzen. Der Deckel ist aus Lochblech und passt ansonsten zu der kompletten Form der Endstufe. Zudem soll von dort aus die Wärme das Weite suchen können. Was auch bitter vonnöten ist. Die Monos werden so was von heiß, dass meiner Meinung nach Spiegeleier drauf gebraten werden können. Dass ein Class-A-Verstärker einer Heizung gleichkommt, dürfte kein Geheimnis sein.

Soweit mir bekannt, gab es zwei Versionen: die von 1989 (erkennbar an der Schrift >A<) und eine aus 1992. Die letztere soll überarbeitet worden sein und kostete statt 8500 DM rund 8900 DM. Worin die genauen Unterschiede bestehen, kann ich euch leider nicht schreiben, ich besitze die von 1989.

Laut dem Datenblatt sollen die Monos einen Dämpfungsfaktor von weit über 1500 haben, damit treibt man auch ganz bestimmt die schwierigsten Lautsprecher/Elektrostaten an(!) Im Moment dürfen die Monos meine JBL L80MKII beglücken und das mit einer Souveränität, dass einige meiner Verstärker wie kleine Brüllwürfel daneben stehen(!) Vor allem bei kleineren Lautsprechern ist die Überlegenheit dramatisch wahrnehmbar! Mit einem Pioneer SA 9500 hören sich meine Yamaha NS 5X an wie kleinere Taschenradios. Erst ab einer gewissen Lautstärke entfaltet sich das Musikgeschehen voll, aber die besagte Lautstärke ist bei den Monos nicht erforderlich, denn die spielen auch bei leiseren Pegeln unglaublich kräftig. Fantastisch! Die massive Kraft der Monos macht sich hier absolut bezahlt!

1989 wurde die SAC im Heft 3/89 Stereoplay gegen andere Endstufen getestet, unter anderem die T+A M3000 (2 Stk. als Monos).

Für mich gehören die Monos zur Kategorie der super seltenen Klassiker. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, dass irgendwo mal ein Paar davon angeboten wurde. Ich bekam meine durch einen Riesen-Zufall, denn meine Kaufabsicht war eine ganz andere (Staubsauger).


Gesamttabelle – SAC >A

Kategorie Merkmal Daten / Beschreibung
Leistung (8 Ohm) Ausgangsleistung 95 Watt
Leistung (4 Ohm) Ausgangsleistung 180 Watt
Leistung (2 Ohm) Ausgangsleistung 320 Watt
Dämpfungsfaktor Lautsprecherkontrolle Weit über 1500(!)
Anstiegszeit Schnelligkeit 1 µsec
Klirrfaktor THD 0,0015 %
Gewicht Masse ca. 20,0 kg pro Mono-Block
Maße B x H x T 23,0 x 40,0 x 16,0 cm

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