Denon POA 2200
Denon POA 2200 Endstufe Erfahrungsbericht / Testbericht: 80er-Optik trifft auf brachiale Gewalt
Absolut 80er, oder? Schwarzer Kasten mit bunter Beleuchtung, mehr ist leider dem Designer nicht eingefallen oder das Budget war schon ziemlich am Ende. Letzteres könnte ich mir eher vorstellen, denn ansonsten, wenn der Deckel ab ist, sieht man keinerlei Sparmaßnahmen. Riesiger Ringkerntrafo, massive Kühlkörper und 8(!) dicke Elkos schmücken das Innere des POA 2200. Aber ein schöner Aufbau ist leider nicht immer ein Garant für Qualität, ob klanglich oder eben leistungstechnisch. Bei der POA 2200 kann man aber gerne beruhigt sein, der wunderschöne Aufbau hält genau das ein, was er verspricht. Leistung!
Verkauft wurde die tolle Endstufe mit der PRA 1100 Vorstufe als Kombi. Wie ich finde, war die PRA 1100 der POA 2200 aber nicht gerecht, obwohl die Ausstattung ziemlich gut war/ist. Denn die Optik der Vorstufe zerstört das Gesamtbild ungemein. Wenn man wenigstens hier ein wenig mehr Wert auf die Gestaltung gelegt hätte, wäre das sicherlich auch der Endstufe (optisch) gelegen gekommen. Aber sei’s drum.
Laut Datenblatt soll die Endstufe bis 2Ω gehen und dabei eine Dynamikleistung von 2x 600 Watt entfalten! Das, meine Herren, dürfte reichen, um auch schwierige Lautsprecher anzutreiben! Mal abgesehen davon bietet die Endstufe einen voll symmetrischen Aufbau und High-Speed-Schutzschaltung, Doppel-Mono, einen großen abgeschirmten Ringkerntrafo und das gepaart mit einem Gewicht von fast 18 Kilo. Ja, Denon hat hier mal bewiesen, dass für vergleichbar wenig Geld Außergewöhnliches zustande gebracht werden kann, auch wenn die Optik ansprechender hätte sein können.
Gesamttabelle – Denon POA 2200
| Kategorie | Merkmal | Daten / Beschreibung |
|---|---|---|
| Leistung (8 Ohm) | Dauerleistung | 2 x 200 Watt |
| Leistung (4 Ohm) | Dauerleistung | 2 x 300 Watt |
| Dynamikleistung | Impuls (4 / 2 Ohm) | 2 x 450 Watt / 2 x 600 Watt |
| Aufbau | Konstruktion | Doppel-Mono, symmetrischer Aufbau, 8 Elkos |
| Netzteil | Transformator | Großer, abgeschirmter Ringkerntransformator |
| Klirrfaktor | THD | 0,002 % |
| Gewicht | Masse | 17,5 kg |
| Besonderheit | Schutzschaltung | High Speed Protection Circuit |
Die Wahl in der Gebraucht-Preisklasse ist nicht leicht. Da tummeln sich ein Haufen guter Endstufen. Zum Beispiel Yamaha M60, M40, Sansui B2101 / 2102, Proton D1200 und und und…… Wer die Wahl hat, hat eben die Qual. In diesem Sinne…….
Stimmt , die Denon hat Leistung ohne Ende , auch die anderen Kameraden lassen ihre Muskeln spielen aber das wars auch schon . Im unteren Tiefbass ist ein gestampfe , unkontrolliert ist noch nett umschrieben. Wer den Mut hat sich mal eine Endstufe von T+A zu holen und das aus der Tiefe kommende Rollen von Yello Eye ; Star Breath mit einer Tannoy Monitor mitbekommt , der weint vor Glück.
Die alten Kameraden haben einen Stellenwert in der Hifi Szene , aber lassen so viel weg , das der Tatbestand der Unterschlagung erfüllt ist .
Da magst du wohl Recht haben. Allerdings ist das eine pauschale Aussage. Denn weder die POA 2200 noch die anderen oben genannten Endstufen in dieser Preisklasse, können mit einer dicken T+A Endstufe mithalten. Da müssen schon andere Kalibier erhalten. Schon einmal die Onkyo M 5090 gehört?
Tja, ordentliche Endstufen hat mit Sicherheit mal Harman/Kardon geliefert,
wer einmal eine PA 2400 betrieben hat, weiß, was ich meine.
Meine Genius 510 blühen hier gerade im Bassbereich förmlich auf.
Meine Class D Endstufen Hypex Ncore 400 kommen da auch nicht ran.
Class D ist so eine Sache die. Konnte bis jetzt Class D Verstärker bis Dato nicht abgewinnen. Vor allen Dingen finde ich den Hochtonbereich grauselig.