Audiolabor Flink Vorverstärker

Audiolabor Flink Vorverstärker

Audiolabor Flink Vorstufe Erfahrungsbericht / Test: Der Wolf im Schafspelz aus der Kompaktklasse

Einleitung: Vorurteile und das Streben nach Masse

Hier haben wir es mit einer Marke zu tun, mit der ich bis dato eigentlich nichts anfangen konnte – und um ehrlich zu sein, auch gar nicht wollte. Das lag keineswegs daran, dass ich an der technischen Qualität gezweifelt hätte, sondern vielmehr an dem speziellen Format der Geräte. Dieses kompakte Design gefällt mir auch heute noch nicht wirklich. Kenner meiner Seite wissen schließlich: Ich brauche etwas zum Schleppen! Für mich fängt ein Verstärker eigentlich erst ab der 20-Kilo-Marke an, wirklich akzeptabel zu sein. Seit meinem Bandscheibenvorfall bilde ich mir ein, dass solche Boliden allein durch ihr Gewicht besser klingen, selbst wenn sie gar nicht an der Stromleiste hängen. Aber mal ganz unter uns: Natürlich gibt es diese kleineren Verstärker-Konzepte, die klanglich und krafttechnisch so manchem schwergewichtigen Boliden das Fürchten lehren können. Genau aus dieser Erkenntnis heraus konnte ich das Angebot einer Flink-Vorstufe inklusive der passenden Schnell-Monoblöcke kaum ausschlagen, zumal ich gerade dabei war, eine feine kleine Anlage für das Schlafzimmer zusammenzustellen.

Innere Werte: Hochwertige Technik auf engstem Raum

Äußerlich und qualitativ macht die Flink-Vorstufe bereits einen sehr soliden Eindruck. Doch das wahre Aha-Erlebnis stellt sich erst ein, wenn man einmal die Deckel abnimmt. Dann stellt man nämlich blitzschnell fest, dass hier tatsächlich echte Wölfe im Schafspelz vor einem stehen. Man muss vor den Entwicklern von Audiolabor wirklich den Hut ziehen, wenn man sieht, welche hochwertigen Bauteile hier auf engem Raum verbaut wurden. Da könnten sich einige deutlich dickere Verstärker-Schlachtschiffe definitiv eine Scheibe von abschneiden. Trotzdem blieb ich skeptisch und dockte für den ersten Test zunächst ein Paar Eltropa-Lautsprecher (typische Katalogware aus den 70ern) an die Monos an. Als Zuspieler wählte ich den Rega Apollo CD-Player.

Der Hörtest: Überraschung an der Schlafzimmer-Kette

Und was soll ich groß schreiben? Das Ergebnis hat mich schlichtweg umgehauen. Die kleinen Monoblöcke verwandelten zusammen mit der Flink-Vorstufe die eher einfachen Eltropas in erwachsene und vor allem richtig gut klingende Lautsprecher. Meine anfänglichen Vorurteile bezüglich der Größe wurden selbstverständlich nicht bestätigt. Diese Kombination spielt klanglich in einer Liga, die erklärt, warum diese Geräte auf dem Gebrauchtmarkt so begehrt sind. Dennoch bleibe ich dabei: Aufgrund der geringen Abmessungen können solche Geräte – völlig herstellerunabhängig – für mich niemals als Hauptanlage im Wohnzimmer dienen. Da brauche ich einfach mehr optische Präsenz. Aber als Herzstück für eine Zweit- oder Drittanlage sind sie schlichtweg bestens geeignet und klanglich über fast jeden Zweifel erhaben.


Gesamttabelle – Audiolabor Flink

Kategorie Merkmal Daten / Beschreibung
Prinzip Gerätetyp Kompakte High-End Vorstufe
Technik Bauprinzip / Ausstattung Transistor / Ohne Klangregelung (Puristisch)
Netzteil Bauart Externes Netzteil (großzügig dimensioniert)
Eingänge Schnittstellen 4 x Line, 2 x Tape (Hochpegel)
Phono Unterstützung Nein (Reine Line-Vorstufe)
Maße Größe (B x H x T) ca. 200 x 60 x 290 mm
Optik Farbe / Material Silbern / Hochwertiges Metallgehäuse
Besonderheit Konzept Minimalistisches Design, Fokus auf Bauteilqualität

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