EMOSAFE EN-70HD: Medizin-Standard für Audiophile HiFi-Netzwerke
EMOSAFE EN-70HD: Medizin-Standard gegen den HF-Müll im Netzwerk
Amazon Link: EMOSAFE EN-70HD
Meine Stammleser haben sich sicherlich meine Berichte über Netzwerkswitches und die Taktung der TLS-Handshake-Protokolle durchgelesen und angeschaut. Wer mich kennt, weiß: Ich gehe den Dingen gerne auf den Grund, besonders wenn es im Gebälk der digitalen Wiedergabe knirscht. Ich persönlich hatte in letzter Zeit mit nervigen Problemen zu kämpfen. Mal gab es unerklärliche Verbindungsabbrüche bei der Musikwiedergabe, mal hatten sich diese extrem unerwünschten „Knackser“ in die Musik eingeschlichen, die einem den ganzen Genuss verhageln. Durch meine Recherchen kam ich schnell auf die Spur des Übeltäters: Hochfrequenter Müll, der sich klammheimlich in die Musikkette einschleust.
Woher kommt der Dreck?
Die Quellen sind überall: Das billige Schaltnetzteil des Routers, die LED-Lampen im Wohnzimmer, das Powerlan beim Nachbarn – die Liste ist endlos. Und da Kupfer nun mal leitet, wandert dieser ganze HF-Dreck über das Ethernet-Kabel bis tief in unsere sensiblen HiFi-Komponenten. Natürlich landet man bei der Suche nach einer Lösung zwangsläufig im Bereich der „audiophilen“ Switches. Diese Geräte verschlingen oft Unsummen an Geld, leisten aber ohne Frage hervorragende Arbeit. Sei es durch galvanische Trennung oder durch präzises Re-Clocking®, damit der TLS-Handshake nicht unnötig gestresst wird und die Datenpakete sauber im Streamer ankommen.
Es muss nicht immer High-End-Preis sein
Aber Hand aufs Herz: Braucht es wirklich immer den Vier-Zoll-Preiszettel für einen Switch? Ein günstiger oder ein etwas besserer Industrie-Switch kann die reine Datenverteilung sicherlich genauso gut. Doch das Grundproblem bleibt: Der HF-Müll ist hartnäckig. Zwar besitzen viele Switches sogenannte „Magnetics“ (kleine Übertrager-Bausteine an den Buchsen), die quasi als Airbag für groben Unfug dienen, aber intern im Router oder Switch kann dennoch neue Hochfrequenz entstehen – insbesondere dann, wenn dort billigste Schaltnetzteile ihr Unwesen treiben. Hier kommt der EMOSAFE ins Spiel.
Der (Amazon > EMOSAFE EN-70HD: Die medizinische Lösung
Wer keine Lust hat, tausende Euro für einen audiophilen Switch auszugeben, sollte sich dieses kleine Kästchen mal ganz genau anschauen. Was wir hier vor uns haben, ist kein HiFi-Voodoo, sondern harte Technik nach Medizinstandard. In Krankenhäusern wird der EN-70HD eingesetzt, um Patienten und hochempfindliche Geräte vor gefährlichen Ableitströmen und elektrischen Störungen zu schützen. Was gut genug ist, um in einem OP-Saal für Sicherheit zu sorgen, dürfte für unser liebstes Hobby gerade gut genug sein. Der EN-70HD ist ein Netzwerkisolator, der eine echte galvanische Trennung herstellt. Er unterbricht die elektrische Leitfähigkeit des Netzwerkkabels komplett, lässt aber die Daten per Induktion (mit bis zu Gigabit-Geschwindigkeit) ungehindert durch.
- Kein Stromanschluss nötig: Er arbeitet passiv.
- Kein Stress für den Handshake: Er verhält sich transparent. Die Geräte „sehen“ ihn nicht, aber der elektrische Schmutz bleibt draußen.
- Schutz vor Potenzialunterschieden: Brummschleifen und Masseströme haben keine Chance mehr.
Technische Daten – EMOSAFE EN-70HD
| Kategorie | Merkmal | Daten / Beschreibung |
|---|---|---|
| Prinzip | Gerätetyp | Passiver Netzwerkisolator (galvanische Trennung) |
| Leistung | Datenrate | 10 / 100 / 1000 Mbit/s (Gigabit Ethernet) |
| Sicherheit | Spannungsfestigkeit | 5.000 V AC (@50Hz / 60s) / 8.500 V DC |
| Audio-Werte | Einfügedämpfung | Typ. 0,7 dB @ 100MHz (extrem geringer Signalverlust) |
| Anschlüsse | Ein- / Ausgang | 2 x RJ45 Buchse (gerade, horizontaler Abgang) |
| Schutz | TVS-Dioden | Ergänzender Schutz gegen Impulsspannungen pro Ader |
| Maße | Gewicht / Größe | ca. 12 g / Ultrakompaktes Standalone-Gehäuse |
| Zertifizierung | Standard | IEC 60601-1 (Medizintechnik), RoHS konform |
| Eigenschaft | Stromversorgung | Nicht erforderlich (rein passiver Betrieb) |
Fazit: Warum der EMOSAFE ein „No-Brainer“ für Tüftler ist
Wenn man sich jahrelang mit digitalem Audio beschäftigt, lernt man eines: Die Daten sind selten das Problem – die Elektrotechnik dahinter ist es. Wer glaubt, „Bits sind Bits“, der hat noch nie gehört, was passiert, wenn ein billiges Router-Netzteil seine HF-Abfälle ungefiltert bis in die Analogstufe eines DACs schickt. Ich nutze den EMOSAFE EN-70HD nun seit geraumer Zeit fest in meiner Kette, platziert als letzte Instanz direkt zwischen meinem Switch und dem Streamer. Und ich muss ehrlich sagen: Die Veränderung in der Betriebssicherheit ist frappierend. Wo ich vorher mit sporadischen, nicht reproduzierbaren Knacksern oder sogar kurzen Dropouts kämpfte – Phänomene, die man oft fälschlicherweise auf die Software oder den Provider schiebt –, herrscht nun absolute digitale Ruhe.
Der Witz an der Sache ist die mechanische und elektrische Unbestechlichkeit dieses Medizin-Bauteils. Während ein teurer HiFi-Switch versucht, das Signal intern zu „reinigen“ und neu aufzubereiten, sorgt der EMOSAFE für eine physikalische Barriere. Er kappt die metallische Verbindung. Damit ist das Thema Masseschleifen und Potenzialausgleichströme über die Netzwerkschirmung mit einem Schlag erledigt. Dass der TLS-Handshake dabei völlig unbeeindruckt bleibt und die Datenpakete sauber durchrutschen, zeigt, wie präzise die Jungs von EMO Systems hier gearbeitet haben. Wer bereits Unsummen in einen audiophilen Switch investiert hat, der hat die galvanische Trennung oft schon „ab Werk“ mitgekauft. Aber für alle anderen – und das ist die Mehrheit von uns –, die einen soliden Industrie-Switch oder eine (Amazon > FritzBox als Zentrale nutzen, ist der EN-70HD das fehlende Puzzleteil. Man muss kein Goldohr sein, um zu merken, dass das gesamte Klangbild entspannter wirkt, wenn die Fehlerkorrektur im Streamer nicht permanent gegen ein Gewitter aus Hochfrequenz-Müll ankämpfen muss.
Bevor ihr euer Netzwerk-Setup komplett über den Haufen werft oder verzweifelt nach Software-Fehlern sucht, schaut euch diesen Isolator an. Ja, er kommt schlicht daher, er hat kein blinkendes Gehäuse und kein „High-End“-Marketing-Geschwurbel im Rücken. Aber er liefert genau das, was wir im digitalen Audio brauchen: Eine saubere, isolierte Schnittstelle. Für mich ist der EMOSAFE EN-70HD ein echtes Werkzeug – ein Problemlöser, der zeigt, dass Medizin-Standard und High-Fidelity wunderbar Hand in Hand gehen können. Die Musikwiedergabe ist seit der Nutzung deutlich fehlerunauffälliger und stabiler geworden. Und genau darauf kommt es am Ende an: Musik hören, ohne sich über die Technik ärgern zu müssen.
Zusatz: Die „Verlust-Angst“ – Was bedeuten 0,7 dB in der Praxis?
Immer wieder taucht die Frage auf, ob ein passives Bauteil wie der EMOSAFE das digitale Signal nicht „ausbremst“ oder schwächt. Schauen wir uns die harten Fakten an. In der Netzwerktechnik wird der Signalverlust als „Einfügedämpfung“ bezeichnet. Der EMOSAFE EN-70HD schlägt hier mit gerade einmal 0,7 dB zu Buche.
Um diesen Wert einzuordnen: Ein normaler Netzwerk-Port an einem Switch hat intern bereits Schutzbausteine (Magnetics), die oft schon Verluste im Bereich von 0,6 bis 1,0 dB verursachen. Der EMOSAFE ist also technisch gesehen so „durchsichtig“, dass er das Signal kaum stärker belastet als ein gewöhnlicher Switch-Port oder ein paar Meter hochwertiges Kabel.
| Bauteil / Strecke | Typische Dämpfung (bei 100 MHz) | Auswirkung auf das Signal |
|---|---|---|
| Guter Switch-Port | ca. 0,6 – 1,0 dB | Standard im Gerät (unvermeidbar) |
| EMOSAFE EN-70HD | 0,7 dB | Technisch vernachlässigbar |
| 10m Cat.6 Patchkabel | ca. 2,0 dB | Normaler Leitungsweg |
| Max. Erlaubter Verlust | 24,0 dB | Grenze für stabilen Gigabit-Betrieb |
Mein Senf dazu:
Wie ihr seht, ist das System für Verluste von bis zu 24 dB ausgelegt, bevor überhaupt der erste Datenfehler auftritt. Ob wir nun durch den Isolator bei insgesamt 1,5 oder 2,0 dB landen, interessiert euren Streamer überhaupt nicht. Die Daten kommen bit-perfekt an.
Was den Streamer aber sehr wohl interessiert, ist die Tatsache, dass die galvanische Trennung des EMOSAFE den elektrischen Schmutz aussperrt, den ein normaler Switch-Port eben ungefiltert durchlässt. Wir tauschen also einen absolut unkritischen Minimalverlust an Signalstärke gegen einen massiven Gewinn an elektrischer Reinheit ein.
Quellenangaben und technische Referenzen:
- Hersteller: EMO Systems GmbH, Berlin (Deutschland).
- Produktdatenblatt: Technisches Datenblatt der Serie EMOSAFE EN-70 (Gigabit-Netzwerkisolator).
- Technische Spezifikationen:
Messwerte zur Einfügedämpfung (typ. 0,7 dB @ 100 MHz) und Rückflussdämpfung basieren auf den Normen ISO/IEC 11801 (Class D) sowie TIA/EIA 568 (Cat.5e). - Sicherheitsstandards:
Zertifizierung nach DIN EN 60601-1 (VDE 0750-1) und Konformität gemäß IEC 60601-1 (Elektrische Sicherheit für medizinische elektrische Geräte). - Prüfspannung:
Angaben zur Spannungsfestigkeit (5.000 V AC / 8.500 V DC) verifiziert durch Hersteller-Typprüfung.