Telefunken TLX 3 Professional
Telefunken Professional TLX 3 Erfahrungsbericht / Test: Die ehrliche Diva
Angeregt durch sehr viele positive Stimmen bezüglich der Lautsprecher TLX 3 von Telefunken wollte ich diesen selbstverständlich auch mal testen bzw. probehören. Nur leider sind die Lautsprecher nicht wie Brötchen an fast jeder Ecke zu bekommen, also braucht man schon ein wenig Glück. Die kleineren Modelle sind häufiger anzutreffen als die TLX 3.
Mit viel Mühe und Fleiß habe ich die Telefunken jetzt bei mir im 4. Stock. Nach der Schleppaktion musste ich vom TLX klanglich entschädigt werden. So viele positive Stimmen über die TLX 3 zu lesen sind, so viele sind auch nicht gut auf die Telefunken zu sprechen. Es wird davon berichtet, dass die TLX zu „hell“ spiele und die Höhen dazu neigen, eine gewisse Schärfe abzugeben.
Deshalb ging ich in die Hörprobe eigentlich vorbelastet.
Es kamen verschiedene Verstärker zum Einsatz: Sansui G-90X, Pioneer 80, Kenwood 7300, Sansui G-401 und ein Sansui G-8000. Der Pioneer ist sehr audiophil abgestimmt, dementsprechend auch die Höhen sehr auflösend, was dem TLX 3 überhaupt nicht zugutegekommen ist – die Höhen nervten ungemein. Wirklich zu dominant. Als Nächstes spielte der Sansui G-90X seine Muskeln aus und siehe da, die Höhen sind gar nicht mehr so scharf wie zuvor! Das Klangbild beruhigte sich ungemein und es kehrte eine geringe Neutralität ein, dem stressfreien Musikgenuss stand vorerst nichts mehr im Wege.
Die erste CD – Rupa and the April Fishes – wanderte in den Player. Ich achtete – ein Titel nach dem anderen – penibel darauf, ob die TLX im Höhenbereich anfangen zu stressen, aber die Telefunken machte mit dem Sansui AMP eine gute Arbeit. Wer kennt noch die Fugees? Die CD ist schon von Haus aus „dunkel“ aufgenommen, deshalb müsste die CD wie die Faust aufs Auge passen, um ein „neutrales“ Klangbild zu erzeugen. Ich war vom Klangbild der großen Telefunken angetan. Verblüffend ist zudem, dass sich die Töne hervorragend im Raum verteilen! Umso höher der Hörabstand wurde, umso räumlicher und plastischer wirkt das ganze Musikgeschehen.
Wegen der „Ehrlichkeit“ könnte man der TLX 3 noch einen weiteren Pluspunkt spendieren. Negativ ist mir aufgefallen, dass die Telefunken gut aufgestellt werden müssen, ansonsten geht die Räumlichkeit flöten und die Höhen bekommen wieder den Stressfaktor 10! Im Großen und Ganzen würde ich sagen, dass die TLX Spaß machen kann, aber eher als Partymaschine. Mit „warm“ abgestimmten Verstärkern wie zum Beispiel Marantz 2245 kann man sicherlich die Höhen etwas unter Kontrolle bekommen.
Ein analytischer Verstärker hat hier genauso wenig was zu suchen, wie die USA im Irak!
Gesamttabelle – Telefunken TLX 3 Professional
| Kategorie | Merkmal | Daten / Beschreibung |
|---|---|---|
| Prinzip | Bauart | 4-Wege, geschlossen und bedämpft |
| Technologie | Besonderheit | Mittel- und Hochton-Kalotten mit Magnetfluid-Technik |
| Frequenzgang | Bereich | 22 – 25.000 Hz |
| Belastbarkeit | Nenn / Musik | 120 / 200 Watt |
| Überwachung | Schutzschaltung | LED-Überlastungsanzeige für Tief- und Hochton |
| Impedanz | Ohm | 8 Ohm |
| Volumen | Inhalt | 52 Liter (Brutto) |
| Maße | B x H x T | 35,4 x 54,5 x 26,8 cm |
Ich hatte die TLX 3 eine Zeit im Keller als Partylautsprecher! Die können sehr laut.
Beste Grüße
NS1000