T+A T160

T+A T160

T+A T 160E High End Lautsprecher Erfahrungsbericht / Test: Präzision aus Herford

Meine Worte werde ich mit Bedacht wählen, denn sobald ihr erfahrt, woher ich diese Lautsprecher habe, werdet ihr entweder in schallendes Gelächter ausbrechen oder euch vor Lachen die Tränen wegwischen. Also, bevor ich euch in die Details der technischen Raffinessen dieser Klangwunder einweihe, lasse ich die Katze aus dem Sack: Wie schon mehrfach erwähnt, besuche ich meinen Lieblingsflohmarkt am Samstagabend längst nicht mehr mit der Absicht, Hi-Fi-Geräte zu ergattern. Da gibt’s schlichtweg nichts mehr zu holen.

Stattdessen ist es mehr zu einem Ritual geworden, bei dem ich mich mit alten Bekannten über Gott, die Welt und – wie könnte es anders sein – über aktuelle Politik unterhalte. Mitten in einer dieser hitzigen Diskussionen rumpelte plötzlich ein Mofa mit Anhänger heran – und was hing da dran? Riesige T+A Tröten! Der Fahrer fragte unverblümt: „Braucht jemand Lautsprecher?“ Das Gelächter, das daraufhin ausbrach, war unbeschreiblich. So etwas muss man einfach live erlebt haben.

Von der MK I zur MK II

Nach einer schnellen Verhandlung landeten die Lautsprecher in meinem Auto. Ehrlich gesagt, wollte ich sie zunächst nicht mitnehmen, da ich bereits ein Paar der T 160 in Schwarz zu Hause stehen habe. Aber als ich einen Blick auf die Terminals warf, stellte ich fest, dass es sich hier um die zweite Version handelte – die mit der Möglichkeit, das Bassverhalten per Brücke anzupassen. Natürlich musste ich herausfinden, welche Auswirkungen die „veränderte“ Frequenzweiche hat.

Zu meinem Erstaunen stellte sich jedoch heraus, dass das Bassvolumen absolut identisch war, wenn bei der MK II die Anhebung „aktiviert“ war. In der Normalstellung klang der Bass allerdings dünner als bei der MK I. Ob das so beabsichtigt war? Einige Kenner der T 160 meinen, dass es der MK I-Version im Bass etwas an Volumen fehlt. Im Vergleich zur TB 160 oder TMR 160 mag das stimmen. Aber für mich macht nicht das Volumen den Bass aus, sondern die Klarheit und die Tiefe. Bass sollte nur da sein, wo ihn die Musik tatsächlich verlangt.

Klangcharakteristik und Plastizität

Die T 160 trifft genau meinen Geschmack. Sie spielt wunderbar musikalisch, neutral und mit einer ungeheuerlichen Plastizität. Wenige Lautsprecher haben es geschafft, Töne so um meinen Kopf herum zu werfen wie die T 160. Die Vescova von Gauder Akustik und die Sehring 603 haben mich diesbezüglich ebenfalls umgehauen. Was mich an der T 160 jedoch ein wenig gestört hat, ist der Hochtöner, den ich ehrlich gesagt nicht für qualitativ hochwertig halte. Wobei meine Sehring 603, die fast aus derselben Zeit stammt, im Hochtonbereich so viel mehr kann!

Trotzdem: Die T 160 ist absolut empfehlenswert. Wenn die Größe nicht stört und man präzise Musik mit einem begrenzten Budget genießen möchte, ist man hier bestens bedient. In diesem Sinne… viel Spaß beim Hören!


Gesamttabelle – T+A Criterion T 160 / T 160E

Kategorie Merkmal Daten / Beschreibung
Prinzip Bauart 3-Wege Transmissionline (D’Appolito Anordnung)
Audio-Werte Frequenzgang 18 Hz – 30.000 Hz
Bestückung Chassis 2x 216mm Bass, 2x 170mm Mittelton, 25mm Gewebekalotte (Vifa)
Leistung Belastbarkeit (Nenn/Musik) 160 / 240 Watt
Wirkungsgrad Empfindlichkeit 90 dB (1,7W / 1m)
Elektrik Impedanz / Terminal 4 Ohm / Bi-Wiring (MK II mit Bass-Brücke)
Maße Gewicht / Größe 32,0 kg / 26,0 x 140,5 x 32,0 cm (BxHxT)
Historie Bauzeit / Neupreis 1991 – 1994 / ca. 5.600,- DM (Paar)

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