Magico Bass Mittenton Treiber Hersteller
Magico Lautsprecher & Morel – Eine stille Partnerschaft mit Qualität
In der audiophilen Welt sind Magico-Lautsprecher längst eine Klasse für sich. Ihre kompromisslose Gehäusetechnik aus Aluminium, die Präzision im Detail und dieser staubtrockene, ehrliche Klang machen sie zu echten High-End-Referenzen. Doch eine Frage brennt vielen unter den Nägeln: Wer baut eigentlich die Treiber für Magico? Offiziell gibt sich der Hersteller oft bedeckt, aber wer genau hinschaut und die Chassis-Strukturen kennt, sieht schnell die Handschrift hinter den Kulissen.
V-Serie: Eigenentwicklung mit Morel im Hintergrund?
Bei den legendären Magico V-Modellen, wie der V2 und V3, kamen die sogenannten Nano-Tec-Bässe zum Einsatz. Das sind Membranen aus Karbonfaser mit einem Rohacell-Kern. Magico sagt zwar „Eigengewächs“, aber die Optik und der mechanische Aufbau schreien förmlich nach Morel.
In der Szene, im Fachhandel und in einschlägigen Foren wird Morel immer wieder als der verlängerte Arm in der Fertigung genannt. Das ist absolut plausibel: Morel ist ein Meister darin, technische Vorgaben auf allerhöchstem Niveau in Serie zu gießen. Magico liefert das Hirn, Morel die Muskeln und die Fabrik.
S3 MK1: Scan-Speak als ungewöhnlicher Seitensprung
Einen kleinen Bruch in der Philosophie gab es bei der S3 MK1. Hier hat Magico tatsächlich auf Scan-Speak-Bässe zurückgegriffen. Versteht mich nicht falsch: Scan-Speak baut fantastische Treiber, aber für mich persönlich wirkte das bei einer Marke wie Magico wie eine Art Sparmaßnahme. Es passte nicht ganz zum Bild des absoluten Inhouse-Entwicklers. Ein Serienchassis in so einer Kiste? Das fühlte sich nach einem ungewohnten Kompromiss an.
S3 MKII: Die Rückkehr zur harten Linie
Zum Glück war das nur ein kurzes Intermezzo. Mit der S3 MKII kehrte Magico zur absoluten Konsequenz zurück. Neu entwickelte Nano-Tec-Chassis mit Titan-Schwingspulen und massiv optimierten Magneten übernahmen wieder das Ruder. Auch hier ist die Handschrift von Morel in der Umsetzung wieder deutlich spürbar. Das Ergebnis gibt ihnen recht: Klanglich ist die MKII eine ganz andere Hausnummer.
Q- und M-Serie: Die Technologieträger
Wenn wir über die Q- und M-Modelle reden, landen wir im High-End-Olymp. Gefrästes Flugzeugaluminium, Graphen-verstärkte Membranen – hier wird nicht mehr über Kosten nachgedacht. Offiziell wird zur Herkunft geschwiegen, aber Insiderberichte bestätigen: Morel fertigt als OEM-Partner nach den extrem präzisen Spezifikationen von Magico. Bei den Hochtönern wird hingegen öfter mal variiert; hier wurden auch schon Zulieferungen von Mundorf oder Scan-Speak gesichtet.
Wer baut die Chassis wirklich? Ein mackern-Fazit
Fassen wir zusammen, was Sache ist:
- Magico entwickelt das Design: Membranmaterial, Geometrie und Antrieb kommen aus der Feder von Magico.
- Morel baut sie: Die Fertigungstiefe und Erfahrung von Morel wird genutzt, um diese Träume in reale Chassis zu verwandeln.
- Dynaudio ist raus: Das Gerücht, Dynaudio hänge da mit drin, ist schlichtweg falsch und widerlegt.
- Scan-Speak war die Ausnahme: Der Einsatz in der S3 MK1 bleibt ein seltener Ausreißer in der Historie.
Ich persönlich sehe diese Partnerschaft extrem positiv. Morel steht seit Jahrzehnten für feinste Ingenieurskunst. Dass Magico sich so einen Partner für die Realisierung sucht, ist kein Schwächezeichen, sondern ein verdammt cleverer Schritt zur Qualitätssicherung. Die Rückkehr von Scan-Speak zu maßgeschneiderten Treiber-Lösungen in der S3 MKII war die einzig logische Korrektur. Magico funktioniert eben nur, wenn sie die volle Kontrolle über jedes akustische Detail behalten.
Quellen & Deep-Dive:
- diyAudio Forum: Diskussion über Magico Treiber
- Stereophile: Technik-Check der Magico M2
- SoundStage Australia: Review der S3 MKII
- Audio Science Review: S3 MK1 Verstärker-Tipps & Technik
- What’s Best Forum: Erfahrungsberichte zur Magico S3