Mein Weg mit Magico am Beispiel der S3 Mk1

Mein Weg mit Magico am Beispiel der S3 Mk1



Warum genau dieser Lautsprecher?

Nun es liegt auf der Hand; ich bekomme einen Lautsprecher zu einem Preis der gerade noch so zu realisieren ist.Er hat gegenüber seinen jüngeren Artgenossen ein paar konstruktive „Schwächen“ die jedoch dem Aufpreis nicht gerecht werden können.
Im Falle meiner S3 der ersten Generation belief sich der Anschaffungspreis auf 9000€. Dazu bin ich in die Schweiz gefahren und habe diese Lautsprecher ohne sie vorher zu hören abgeholt.Stattliche 78kg bringt einer dieser Alubomber auf die Waage.Die Verarbeitung ist makellos das Gehäuse besteht aus einem zylindrischen, kantenlosen Korpus der aus  einzigen stranggepressten Aluminiumrohr gefertigt wurde. Die selbe Präzision zeigt sich im Klanggeschehen, sollte ich die Vorraussetzungen dafür in meinem Hörraum erfüllen.

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Die Chassis stammen von Morel und wurden von Magico nach eigenen Maßstäben gefertigt und mit eigens entwickelten Membranen aus Nanographen versehen. Ein extrem formstabiles Material, welches in seinem Arbeitsbereich völlig verzerrungsfrei agiert.

Der Mitteltöner sitzt in einer eigens konstruierter Kammer innerhalb des Lautsprechers um ihn von Resonanzen der Bässe abzuschirmen.Beim Hochtöner kommt eine Berryliumkalotte zum Einsatz. Bei den Tieftönern ist der Ansatz etwas anders als bei den neueren Modellen.Kein durchgehendes Nanographenchassis. Damit jedes Chassi genau in seinem Arbeitsbereich bleibt, trennt Wolf die Chassis mit einer steilen 24 dB Weiche und hier kommt die erste Krux. Das erste potentielle Phasenproblem bereits in der Weiche, hierzu selektiert Magico seine Munddorfweiche ohne Toleranzen.

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Der Frequenzgang erstreckt sich von 26Hz-50KhZ.Hieraus können wir gleich 2 potentielle Probleme ableiten:

1. eine 26 Herz Welle ist 13.2 Meter lang
2. Ein Bass in einem geschlossenen Gehäuse der so viel Energie erzeugt, braucht Energie


Zu 1 ist die Räumlichkeit überhaupt in der Lage diese Bassenergie aufzunehmen? In meinem Fall misst mein Hörraum 45 qm in L-Form; meine Antwort lautet also jaein.


Zu 2 habe ich entsprechende Verstärkerelektronik, welche in der Lage ist Impendanzeinbrüche von 1,6-1,7 Ohm dauerhaft zu überbrücken und kann ich auch bei einem Wirkungsgrad von 86 dB Pegel generieren. Dies ist eine Stärke der S3, sie kann Pegel und Dynamik nur dann wenn sie Leistung bekommt.Gebe ich ihr Leistung dann öffnet sich der Lautsprecher das Klanggeschehen löst sich uneingeschränkt vom Lautsprecher und die Musik steht auch bei infernalischen Pegeln frei und verzerrungsfrei im Raum.Hier setze ich auf Mark Levinsons 436 Mono Endstufen.Diese liefern stattliche 1,5 KW an 2 und 700W an 4 Ohm pro Seite.Die S3 braucht diese Leistung. Die Monos schlagen mit weiteren 5000-6000€ zu Buche; es gibt Alternativen doch die sind rar. Nun haben wir das System auf 15000€ aufaddiert.

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Einer der Grundvorraussetzungen eines jeden Systems ist die Lautsprecher-Raum-Symbiose.
Die Aufstellung und Ausrichtung auf meinen Hörplatz habe ich akribisch mittels Kreuzlinienlaser, symetrisch vorgenommen.Die Lautsprecher befinden sich 2m von der Rückwand und 80cm zur Seite und trotzdem habe ich eine Surface Boundary Interference bei 40 Herz wie spätere Messungen zeigen.

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Diese Aufstellung garantiert mir eine perfekte Tiefenstaffelung und ordentliche Stereobühne.
Magico setzt auf eine lineare On-und- Off Axxis-Response, was ihr bei der S3 der ersten Generation nicht ganz so gnadenlos gelingt wie bei den Nachfolgegenerationen mit weiterer Graphenbeschichtung; aber wir kommen nahe dran.Zur Vermeidung von Gehäusediffraktionen läuft die Schallwand nach hinten weg. Lediglich die in der Frontwand verschraubten Chassis erlauben Raum zur Verbesserung.Dies wurde in den Nachfolgegenerationen verbessert, auch die flache Deckelplatte bietet die Möglichkeit für stehende Wellen zwischen Gehäuseoberseite und Deckelplatte.

Um dies zu vermeiden habe ich Absorber über dem Lautsprecher angebracht.Ist dies nun hörbar oder nur messbar vermag ich keiner Antwort. Die erste akustische Maßnahme ist also oben beschrieben. Diese Informationen legen den Grundstein für weitere Überlegungen zur Verbessserung der Akustik.
Breites Abstrahlen  bedeutet viele Reflexionen.Ich habe also konsequent die Erstreflexionspunkte mittels Spiegelmethode behandelt.

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Decke und Rückwand sind bedämpft, in der hinteren Lautsprecherebene und vor der Lautsprecherebene mit Diffusion behandelt.Ich nutze Manhattan EPS der Firma Thoman, Akustikelemente aus dem Baumarkt und eine akustische Decke aus einer verschraubten Lattenkonstruktion ebenfalls aus dem Baumarkt mit Basotect. Um diese Dinge zu berechnen habe ich die Mackern Physics Lab konsultiert. Basotect unterliegt einer DIN-Norm und die Menge lässt sich berechnen. Die Rückwand ist eine aufgedoppelte Lattenkonstruktion mit 5 cm Basotect und Luft und senkt den Nachhall.Hier kommen wir auch gleich zu einem Thema mit welchem ich deutlich zu kämpfen hatte. Welcher Nachall ist anzustreben, ganz klar so kurz wie möglich, ich möchte doch nur meinen Lautsprecher hören!

Randinformation: Hersteller für Raumakustik ohne Diagramme in welchem Bereich das Material wirkt, kann ich nicht empfehlen.Raumakustik muss nicht teuer sein.

Also den Hörraum spontan und ganzheitlich überdämpft. Ich habe jetzt nur den Lautsprecher gehört, jede noch so kleine Veränderung wahrnehmbar. So muss es sein oder doch nicht ?Also um Musik abzumischen ist das sicher toll, um Unterschiede einzelner Maßnahmen zu beurteilen super aber zum Musik hören? Meine Resümee; völlig ungeeignet. Die Räumlichkeit und Offenheit die man sich eigentlich erhofft kollabiert, es wird zur kühlen Analyse und fehlendem Auslaufen der Klänge; also kurzerhand die schweren Akustikvorhänge die ich zuvor angeschafft habe wieder entfernt: viel besser! Der Raum ist nicht unser Feind sondern unser Spielpartner; ein schalltoter Raum ist ein zweifelhaftes Vergnügen.0,4 -0,6 Sekunden sind vollkommen in Ordnung und ich würde mich eher am oberen Grenzwert orientieren

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Man erkennt die Basotect Module und die darüber angebrachten Aksutikmodule. Gesamtkosten belaufen sich auf grob 1000€.
Letztlich bleibt nur die Leinwand, diese ist akustisch transparent.
All diese Maßnahmen zielen nur auf Diffraktionen im Hoch und Mittelton.Der Bass jedoch interessiert sich reichlich wenig dafür.Wer nun aufmerksam gelesen hat und rechnen kann addiert 16000€.Puh jetzt mal ein kurzer Moment.
Also Raum, Lautsprecher und Verstärker.Aber dann kann ich ja noch nicht Musik hören.Genau, schon an dieser Stelle wird klar das Projekt verschlingt Zeit und Ressourcen.

Den Bassbereich habe ich noch immer nicht im Griff.Erste Zweifel kommen auf. Die Integration des Basses ist ohne jeden Zweifel ein entscheidender Punkt für die gesamte Performance eines Systems. Habe ich Überhöhungen ziehen diese sich über das gesamte Frequenzband, verhauen mir die Mitte und Höhen. Bewirken tonale Verfärbungen und senken die Durchhörbarkeit der gesamten Wiedergabe.Was tun?


Die erste Möglichkeit wäre es die Moden akustisch zu behandeln. Berechnungen des Materials das notwendig ist eine 8 dB Überhöhung bei 80 Herz zu eliminieren dürfen gerne unternommen werden.Nein; dies kann nicht der Weg sein.Erkläre ich meiner Frau dass unser Wohnzimmer 5qm kleiner wird( fiktiv) darf ich wohl in den Garten ziehen.Eine weitere Option AVAA acoustics, Gebrauchtmarkt gecheckt und  gefunden: 5000€


Nein das ist zu viel! Also doch eine elektronische Entzerrung. Aber Welche? In Zukunft wird die Antwort wohl auf die MPL und einen entsprechenden Convolver fallen. Zum damaligen Zeitpunkt fiel die Entscheidung auf einen Trinnov ST-2 HiFi. Das Gerät kann viele Dinge die preislich niedriger angesiedelte Geräte nicht können.Es kann Phase und Amplitude als auch die Erstreflexionen glätten und die Lautsprecher virtuell auf Achse korrigieren, denn mal ehrlich kein Raum ist wirklich symetrisch.

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Trinnov setzt auf ein 3D Einmessmikrofon mit mehreren Messsonden.

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Das Trinnov Mikrofon  im Vergleich zu einem Umik-1

Das Mikrofon misst sämtliche Schallinformationen, Direktschall und indirekten Schall und kann das Signal entsprechend verändern. Richtig gehört nicht etwa der Raum wird verändert, sondern das Signal. Dies erfolgt über IIR und FIR Filter ( Artikel auf Mackern.de) welche ich im Gerät anpassen kann. Wann soll welcher Filter übernehmen.
An den Trinnov bin ich für weitere 2000€ gekommen. Summe: 18000€
Erste Messungen zeigen; naja so schlimm ist’s nicht aber es gibt Raum für elektronische Entzerrung!

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Die Phasenlage ist wohl genauer zu beachten 5 Phasendreher über den gesamten Frequenzbereich. 5 Frequenzen die schlichtweg nicht hörbar sind !
Trinnov reduziert es auf eine trichterförmige  Auslöschung bei ~ 40 Herz.(SBIR) Nun sehen wir uns die Amplitude an (Bild oben):

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Die Einstellung habe ich entsprechend der  herstellerseitigen Messchriebe adaptiert; linear und den Trinnov den gesamten Bereich glätten lassen.Die Korrektur erfolgte bis 25 KHZ alles drüber ignoriert das System. Eine Einstellung die sich im Nachhinein als nicht optimal erwiesen hat. Der Trinnov hat verhindert dass der Lautsprecher seine Luftigkeit behalten kann. Eine Linearisierung bis 15 KHZ hat sich als deutlich besser erwiesen. Zunächst  habe ich sämtliche Filtereinstellungen auf dem Standard belassen also sehr grob; ein weitere Fehler. Man kann den Bassbereich sehr fein filtern und bis auf die Restwelligkeit entsteht ein perfekt präziser und staubtrockener Bass.Eine Welligkeit die messbar, jedoch nicht hörbar ist. Die Filteranzahl habe ich stetig erhöht und die Tiefe der FIR Filter gesenkt um den Bass zu korrigieren. Ja, auch Bass hat ein Obertonspektrum. Der Trinnov  hat mich Zeit und Nerven gekostet doch am Ende lohnt es sich. Ein tieferer  Einblick sprengt den Rahmen des Artikels und kann in einem eigenen Artikel abgehandelt werden.


Wir gehen einen Schritt weiter. Mein Zuspieler war zunächst ein Arcam AVR 30 da ich schlichtweg erstmal Geld ranschaffen musste für eine adäquate Quelle. Der Arcam ist ein Heimkinoverstärker dessen Streamer als; naja ok zu bewerten ist. Genau diesen Eindruck haben auch die Jungs beim ersten Höreindruck vermittelt bekommen: naja ok.Na super 18000€ ohne den Arcam für 18000€.Ich gebe es auf! Oder doch noch nicht? Nein !


Eine Quelle muss her. Über unzählige Gespräche zu einem Probanden gekommen; einem von Dr.Gert Volk modifizierten Linn GHub. Diesen konnte ich für 2000€ erstehen, geschenkt für das was dieses Gerät zaubert.Den Standard-Linn kann man getrost vergessen. Gert hat die Clock und die gesamte Digitalsektion aufwändig und mit viel Sachverstand überarbeitet.

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Der Streamer ( Transport) erzeugt nach der Überarbeitung ein nahezu perfektes Rechtecksignal. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Weiterverarbeitung des Signals innerhalb des Streamers, sondern wie kommt das Signal beim Streamer an? Das Thema verursacht Kontroversen und zahlreiche Diskussionen. Hochfrequente Störungen die sich über das gesamte System ausbreiten. Alle Kabelverbindungen die nicht aus einem Lichtwellenleiter bestehen sind leider anfällig dafür. Das heißt je weniger HF Müll auf mein Signal aufmoduliert wird und zu meinem Streamer transportiert wird; umso weniger Signalrauschen höre ich. Der eine Weg über den ich hochfrequente Störungen einsammeln kann, ist die Steckdose und alles was so dran hängt aber hierzu später mehr.Wir kümmern uns erstmal um das Signal.Wo kommen diese HF-Störungen eigentlich her?


Jeder schlecht isolierte Schalterregler hat die tolle Eigenschaft Hf-Müll zu produzieren, Dieser wandert dann fröhlich Richtung Streamer. Nebenbei macht meine Fritzbox ebenfalls solche Sauerrein und das mitgelieferte Schaltnetzteil macht es nicht besser. Was habe ich nun gemacht?

Ich habe keine Lust zig tausende Euro für die galvanische Trennung auszugeben. Der Anspruch Linearnetzteil, isolierter Lanausgang und die Möglichkeit eine Lichwellenstrecke zu implementieren. Die Auswahl viel auf einen chinsesischen Hersteller welcher sehr viel richtig macht zu fairen Preis:LHY SW-6 Switch als Lichtwellensender (420€ gebraucht) und eine weitere LHY SW-6 als Empfänger.

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Dazu gesellte sich ein Linearnetzteil 12 V von Studer 9000 Pro für 70€ inklusive Versand  für die Fritze und ein weiteres für einen kleinen Selbsbaufilter Namens OLD 6000 der den Trinnov isoliert.Ebenfall eine kurze Lichtwelle.Beide Geräte sind nun galvanisch getrennt.

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Das Projekt galvanische Signaltrennung habe ich für grob 1500€ abgehandelt.Lankabel gibt es auf dem chinesischen Markt ebenfalls zur Genüge. Ich setze auf Silberlankabel mit Schirmung, der Schirm ist geräteseitig auf einer Seite abgeklebt um Ausgleichströme zu verhindern.Einfach Thesafilm auf eine Seite des Schirms kleben und fertig ist’s!
Was höre ich wenn ich galvanisch getrennt habe? Nichts!
Was wieso das ?
Naja ich habe ja noch HF aus der Steckdose. Hier kommt der zweite Teil des HF Krieges. Geräte die in meinem Hausnetz mit an der Steckdose hängen produzieren Müll den sie fröhlich ins Netz speisen. Ein entsprechendes Emimeter macht dies visuell und akustisch nachvollziehbar.Ich konnte mir ein Solches leihen und zahlreiche Messungen durchführen. Der Ist-Zustand

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Uff! Werte unter 100mV sind gut, davon bin ich Lichtjahre entfernt. Ich sollte also etwas tun, aber was ?
Ich habe schon gehört dass eine eigene HiFileitung von Steckdose zum Sicherungskasten sinnvoll sei. HMS lieferte mir die Anleitung dies umzusetzen.

Nächste Messung:Hifileitung

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https://www.lifelike.at/wp-content/uploads/2018/11/HMS-Das-Phaenome-der-letzten-15m.pdf
Hier ist alles genau beschrieben!

Mist immernoch zu viel. Also hilft nur ein Netzfilter. Da der Trafo meines Arcam fröhlich brummt habe ich bereits einen DC Filter den Isotek Synchro Uni und einen Netzfilter ebenfalls von Isotek den Aquarius Evo beides gebraucht für grob 1000€.
Nun die Messung am Filter. Diese beiden Geräte werden wohl von den meisten als nicht adäquat im preislichen Rahmen zum Rest meiner Kette bewertet. Wir müssen uns jedoch darüber im Klaren sein dass es sich hier um die letzten 10% der gesamten System Performance handelt. Dafür ein Übermaß an finanziellen Mitteln aufzuwenden entzieht sich dem wirtschaftlichen Gedanken; den ich trotz Investitionsbereitschaft verfolge. Es ist schlichtweg Unsinn den abnehmenden Grenzertrag in seiner vollen Gänze auszuschöpfen.

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Filter wirkt aber den Zielwert bekomme ich dadurch nicht.Ein Freund von mir ist Elektriker und hat mir kurzerhand einen kleinen Cap zugeschickt den er selbst gebaut hat.Eingesteckt und erneut gemessen.

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Na also es geht doch!
Was höre ich nun?-wieder nichts! Aber dieses Mal im positiven Sinne, das System ist absolut totenstill. Kein Rauschen auf dem Signal; es ist nicht so als hätte ich es vorher wahrgenommen .Ich höre nur das Signal absolute Klarheit, mehr Mikrodetails, mehr Räumlichkeit; kaum zu fassen!
Naja diesen sogenannten Low-Noise-floor ( LAN / Strom) habe ich nun insgesamt 2500€ investiert.Summe 22500€
Fassen wir mal die Maßnahmen erneut zusammen.
– [ ] Lautsprecher und Austellung
– [ ] Verstäkerelektronik
– [ ] Raumakustik
– [ ] Entzerrung der Phase & Ampltude über Trinnov
– [ ] Low-Noise-Floor/ LAN und Stromaufbereitung


 Ein paar Punkte gibt es noch.Ein akustisches „Problem“ was ich bissher noch nicht abgehandelt habe ist die Auslöschung. Was sind die Möglichkeiten Löcher im Frequenzgang zu stopfen? Trinnov ist in der Lage Energie in bestimmte Frequenzen zu geben, doch macht das wirklich Sinn?


Eine Pegelerhöhung einer bestimmten Frequenz um 1db bedarf es  einer zusätzlichen Energie von 26%! In ein Loch Energie zu pumpen ist ein sinnloses Unterfangen da diese Energie einfach verpufft! Also dieser Weg ist nicht begehbar.
Die Alternative ist den Raum aus einer anderen Richtung anzuregen. Die Antwort sind Subwoofer! Auch das noch !
Die Recherche beginnt und endet recht schnell bei REL.REL ist ein Hersteller der ausschließlich Subwooder produziert und das seit vielen Jahren erfolgreich. Zur Erklärung eines Subwoofers für Lautsprecher die von Haus aus schon einen tiefen Bass erzeugen. Nicht der Lautsprecher benötigt den Subwoofer sondern der Raum. Welchen Effekt haben Subwoofer? Subwoofer ergänzen in meinem Fall räumliche Informationen und ergänzen die fehlend Frequenz, insofern diese überhaupt hörbar ist.Unser Gehirn ist sehr wohl in der Lage fehlende Frequenzen zu ergänzen.

Die Rauminformation ist das Entscheidende Argument und das tragende Argument für die Auswahl der Subwoofer.REL schlägt für die S3 2 Carbon Special vor ( 10.000€ /Paar), das schlägt dem Fass den Boden aus.Ich entscheide mich also für die Variante die genau das oben Beschriebene erfüllt.Den REL T9 x als Stereopaar für den linken und rechten Lautsprecher.Ich trenne den Hauptlautsprecher nicht sondern lasse die beiden Subwoofer einfach leise mitlaufen. Das bedeuten 2 Klicks in der Lautstärk  und eine „Trennung“ bei 45 Herz. Ich nutze den Weg den REL propagiert und zwar den Anschluss über High Level direkt an der Lautsprecherklemme. Lautsprecher und Subwoofer funktionieren nun als eine Einheit. Die Position diagonal in der linken vorderen und hinten rechten Raumecke mit Surface boundary; dh Verstärkung des Basses durch angrenzende Flächen hat sich als zielführend erwiesen. Die Phase beträgt 0 Grad. Der Effekt ist subtil und verblüffend zugleich.

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Subwoofer an; der Raum öffnet sich der Hoch und Mittelton gewinnt an Klarheit. Mache ich sie aus ist der Effekt weg. Es hat mich einige Zeit beschäftigt aber sie sind so integriert dass sie nicht in die Tonalität der Lautsprecher eingreifen. Letztlich ist auch hier der Trinnov ein nützliches Tool.
Tja leider sind weitere 3000€ weg: 25500€

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Geräte sollten möglichst nicht von Vibrationen gestört werden also sollte ich Geräte im besten Fall davor schützen. Basen, Spikes und esoterische Wunderklötzchen zum Preis eines Kleinwagens überfluten den Markt. Ich möchte doch einfach nur ein halbwegs ordentliches HiFirack. Vor Jahren habe ich beim Abholen von einem paar Lautsprechern ein Rack entdeckt welches mit designtechnisch sehr gut gefallen hat. Wie es der Zufall so möchte, erfüllt der Hersteller genau das Ziel Schwingungen zu eliminieren indem er jede einzelne Ebene beruhigt. Die Rede ist von Finite Elemente, nun kann man ein echtes Vermögen ausgeben dafür. Genau das möchte ich nicht also mein Revier besucht; Ebaykleinanzeigen und ein Finite Elemente Levelplus in der größten Variante ( nur 2200€) für 400€ erstanden!

So liebe Leser wir haben es bald !
Es fehlen noch die Signalweiterleitung; Kabel und der DAC.
Jedes Element einer Kette ist wichtig und das System kann nur so gut sein wie sein schwächstes Glied. Nein es kommt kein Vortrag über Sündhaft teure high End Kabel sondern ein vernünftiger Mittelweg. Es gibt Unterschiede innerhalb des endlosen Kabeljungels.

Man verliert schnell den Überblick.Es gibt Unterschiede im Leitermaterial, was ich persönlich für entscheidender halte ist jedoch die Geometrie des Kabels und wie gut ist es gegen Einstreuungen geschützt.Ich nutze Stromseitig das identische Leitermaterial und setze auf die Firma Synergistic Research; das AC Master coppler ist selten auf dem Gebrauchtmarkt zu finden und hatte einen Neupreis von 800€ pro Meter. Ich habe die Stromkabel für zwischen 180-200€ erstanden.Ein echter Geheimtipp! Für die Lautsprecher nutze ich das QED Supremus weitere 650€ ( 1800€ neu) und zwischen Trinnov und Linn  kommt ein Transparent AES EBU Kabel zum Einsatz weiter geht es symetrisch an die Endstufen ebenfalls mit Transparent.Beide Kabel ca 500€. Für die Kabel schlagen insgesamt ca 2000€ zubuche.Bilanz:27900€


Das letzte Glied in der Kette ist wohl die Vorstufe und der DAC. Der Trinnov verfügt über beide Eigenschaften, man könnte dies noch weiter verfolgen und eine dedizierte Vorstufe und DAC implementieren. Ich habe tatsächlich einen externen DAC getestet und dieser konnte sich nicht klar gegen den Trinnov-internen Dac durchsetzen, also habe ich kurzerhand den Rotstift angesetzt. Das System hat ein Niveu erreicht welches nur mit exorbitantem monetärem Investment zu steigern ist, einen Aufwand den ich nicht leisten möchte für ein System das an die 95 % gelevelt ist.

Zum Schluß habe ich noch einen Spartip.Es wird immer wieder von Kabelliftern berichtet.In der Regel Kunstoffgebilde für hunderte von Euro. Ich habe dies ebenfalls umgesetzt mit Stelzlagern für Terrassenfliesen. Über die Optik kann man streiten über die Wirkung nicht.

39 € bei Amazon

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Eine Übersicht einzelner Maßnahmen und deren Wirkung.
1. Adäquate Menge an Verstärkerleistung:
        Der Lautsprecher öffnet sich, der Raum wird größer und alles spielt frei im Raum


2. Phasenkorrektur: die Durchhörbarkeit steigt, die Verortung und die Abgrenzung einzelner Instrumente wird deutlicher und die Staffelung steigt deutlich an.

3. Amplitudenkorrektur: die tonale Balance ensteht, Verfärbungen verschwinden
4. Zuspieler und low Noise floor: die räumliche Darstellung steigert sich, Mikrodetails werden hörbar, die Musik schwebt frei.

Liebe Leser die letzten Prozent kosten richtig viel Geld.Eine Empfehlung die ich nicht aussprechen kann.
Ein Freund von mir versucht dies gerade mit einer Magico M2 und ist bei 500.000€; nein das kann nicht sinnvoll sein.

Jedem der sich die Zeit genommen hat den Artikel in seiner Gänze zu lesen möchte ich danken. HiFi ist individuell, jeder Mensch hört anderes und jeder hat seinen eigenen Geschmack.Es gibt nicht den Weg und heute habe ich meinen beschrieben.Leider setzt Magico diesen Weg voraus um adäquat zu performen. Kann ich es empfehlen? Nein absolut nicht, es sei denn ich treffe diese Entscheidung sehr bewusst.
Kein Weg ist besser als der Andere und dies gilt nur als Idee und als mahnendes Beispiel worauf man sich einlässt.
In diesem Sinne! Allezeit guten Sound.