Yamaha M-85

Yamaha M-85

Yamaha M85 Class A / AB High End Endstufe Erfahrungsbericht / Test: Die Class A Powermaschine

Die Class A Powermaschine

Die Yamaha M-85 ist eine wahre Class A Powermaschine! Mit ihren fast 24 Kilo und einer Leistung, bei der die Wände anfangen zu beben, lässt sich dieser monströsen Endstufe kein anderer Spitzname geben. Yamaha hatte mit ihren Endstufen wie M-45, M-40, M-60, M-65, M-70, M-80 und M-85 eine beeindruckende Reihe an Leistungsmonstern geschaffen, die auch heute noch beeindrucken – auch wenn einige Modelle etwas laststabiler hätten sein können.

Kostengünstige Alternative

Yamaha zeigt einmal mehr, was im bezahlbaren Rahmen möglich ist. Betrachtet man die Preise für vergleichbare neue Endstufen, bleibt die M-85 eine „kostengünstige“ Alternative. Der Handelswert liegt je nach Zustand zwischen 400 und 800 Euro. Der Nachfolger MX-1000, der kein Class A mehr ist, wird hingegen höher gehandelt, was ich persönlich nicht nachvollziehen kann. Schließlich wiegt die MX-1000 zwei Kilo weniger und bietet nicht die Vorzüge einer Class A-Endstufe! Naja, die Interessenten wissen sicherlich, worauf sie bieten.

Leistungsdaten und Klang

Die Leistungsdaten sind beeindruckend. Im Internet liest man, dass die M-85 problemlos eine Kappa 9 antreiben kann – das allein spricht für die Leistungsfähigkeit dieser Endstufe. Leider hatte ich keine wirkungsgradschwachen Lautsprecher zur Verfügung, aber was die M-85 mit meinen JBL L 80 angestellt hat, war schlichtweg überwältigend! Die Bässe drücken einem förmlich um die Ohren, als ob die Wände einem entgegenkommen. Droge pur! Wäre da nicht die Nachbarschaft, hätte ich den Volumenregler sicherlich über die 14 Uhr-Marke hinaus gedreht.

Class A Betrieb und Energieverbrauch

Soweit ich informiert bin, spielt die M-85 bis 50 Watt (4 Ω) und 30 Watt (8 Ω) im Class A-Betrieb. Darüber hinaus schaltet sie auf Class B um. Interessanterweise lässt sich der Class A-Betrieb gänzlich abschalten, was in Anbetracht der aktuellen Strompreise ratsam sein könnte. Andererseits könnte man argumentieren, dass die Endstufe im Class A-Betrieb auch als Heizung dienen kann – ein gutes Argument, um die bessere Hälfte von der Anschaffung zu überzeugen!

Optik und Design

Die Optik hat mit Vintage nicht viel zu tun, was stimmt. Hier zählen die inneren Werte mehr als das Äußere. Die Leistungsbalken sind gelungen und stellen die Leistung sehr anschaulich dar. Diese Balken kennt man auch von anderen Marken wie Kenwood und Sansui. Ich würde gerne wissen, welche Marke als erste diese LED-Anzeigen eingeführt hat – ich vermute stark, dass es Yamaha war.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Yamaha M-85 eine herausragende Endstufe ist, die sowohl in puncto Leistung als auch Klangqualität überzeugt. Ihr Class A-Design bietet eine beeindruckende Klangreinheit, die selbst bei höheren Lautstärken erhalten bleibt. Die Fähigkeit, komplexe Frequenzbereiche präzise darzustellen, ermöglicht es, Musik in ihrer vollen Pracht zu genießen – egal, ob es sich um filigrane Jazzklänge oder kraftvolle Rocknummern handelt.

Ein weiterer Pluspunkt ist das exzellente Preis-Leistungs-Verhältnis, das die M-85 zu einer attraktiven Wahl für Audiophile macht, die nicht bereit sind, ein Vermögen für neue Technik auszugeben. Im Vergleich zu modernen Endstufen, die oft deutlich teurer sind, bietet die M-85 eine hochwertige Audioleistung, die viele aktuelle Modelle in den Schatten stellt.

Die robuste Bauweise und die durchdachte Technik sorgen dafür, dass die M-85 auch nach Jahren des Gebrauchs zuverlässig bleibt. Sie ist nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein Stück audiophiler Geschichte, das in keiner ernsthaften HiFi-Anlage fehlen sollte.


Gesamttabelle – Yamaha M-85

Kategorie Merkmal Daten / Beschreibung
Leistung (8 Ohm) Dauerleistung 2 x 260 Watt (0,003%)
Leistung (4 Ohm) Dauerleistung 2 x 330 Watt (0,02%)
Dynamikleistung Peak (2 Ohm) 2 x 850 Watt
Besonderheit Betriebsart Auto Class A (bis 30W an 8 Ohm)
Audio-Werte SNR / Klirr 128 dB / 0,002 %
Maße Gewicht / Größe 23 kg / 43,5 x 16,5 x 42,5 cm (BxHxT)
Stromaufnahme Maximal 1.700 Watt
Historie Bauzeit / Neupreis 1986 – 1988 / ca. 2.300,- DM

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