JBL 4312

JBL 4312

JBL 4312 Control Monitor Test / Erfahrungsbericht: Brachiale Gewalt der Profiklasse

Meine Hifisucht lässt leider nicht nach, so konnte ich – als mir die die JBL 4312 angeboten wurde – nicht widerstehen und musste die Control Monitore mitnehmen. Mit seinen 24 Kilo pro Stück nicht sonderlich leicht, aber von den Abmessungen her im Vergleich zum Pioneer HPM 100 doch handlich. Der Vergleich zum HPM 100 bietet sich meiner Meinung nach schon alleine deshalb an, weil die Pioneers dem JBL 43xx ebenbürtig sein sollen.

Ich kann diese „Behauptung“ nicht ganz nachvollziehen. Für mich spielt die 4312 auf einer anderen Ebene, vor allem der Bass. Dieser ist direkter, trockener und spielt druckvoller und dröhnt ab einer gewissen Lautstärke nicht! Stellenweise störte die Hochtonwiedergabe beim HPM 100, wenn der „falsche“ Verstärker angeschlossen ist, beim 4312 JBL ist das nicht so. Dem ist es „Wurscht“, welcher Verstärker gerade zum Einsatz kommt. Das soll jetzt die Pioneer nicht schlecht machen, aber die 4312 ist meiner Meinung nach eben besser.

Das Klangbild ist sehr linear, neutral und die Dynamik phänomenal. Die Auflösung sehr gut, eben Profi-Studioklasse!

Im Moment höre ich bei iTunes den Radiokanal Psyphy Maschine. Der Sender ist ein Hip-Hop-Gemisch, die einzelnen Titel sehr basslastig. Nicht jedermanns Sache, aber wie ich finde sehr gut dafür geeignet, um die Grenzen seiner Lautsprecher zu erforschen oder anders gesagt: Wer ein Paar 4312 sein Eigen nennt und das ganze Haus inkl. Nachbarschaft mitgrooven lassen möchte, dem sei der Sender empfohlen. Die brachiale Kraft, welche freigesetzt wird – ab einer gewissen Lautstärke – ist super und schon Gewalt pur! Die Töne werden absolut in den Raum geschossen, man wird regelrecht von der Musik umhüllt, phantastisch!

Ich hatte sehr viele Lautsprecher, welche in Sachen Dynamik erste Sahne waren, aber viele verschluckten Höhen und ab einer gewissen Lautstärke verfärbte das Klangbild total. Die 4312 meistert diesen Test ebenfalls hervorragend! Egal welche Lautstärke erreicht wird (vorausgesetzt der Verstärker macht mit), das Klanggeschehen bleibt immer verfärbungsfrei und die Instrumente sowie Stimmen lösen sich hervorragend, Wahnsinns-Teil! Allerdings kommen die 4312 bei leiseren Pegeln erst dann in Fahrt, wenn leistungsstarke Verstärker als Stromspender dienen dürfen.

Die 4312 ist eine absolute Profimaschine(!) Für mich eine der besten Anschaffungen, die man im Lautsprecher-Gebrauchtmarkt tätigen kann. Vorausgesetzt, es bleibt günstiger als eine Yamaha NS 1000. Vorsicht sei dennoch geboten! Die JBL deckt alles in der Aufnahme auf, das könnte dem Einen oder Anderen nicht passen!


Gesamttabelle – JBL 4312

Kategorie Merkmal Daten / Beschreibung
Prinzip Bauart 3-Wege Control Monitor (Studioklasse)
Bestückung Chassis 12″ Woofer / 5″ Midrange / 1.4″ Tweeter
Frequenzgang Bereich 45 Hz – 15.000 Hz (+/- 3 dB)
Empfindlichkeit Wirkungsgrad 91 dB (1 Watt / 1 Meter)
Impedanz Ohm 8 Ohm
Leistungsempfehlung Verstärker ca. 100 Watt kontinuierlich
Gewicht Masse 24,0 kg pro Stück (48 kg Paar)
Varianten Modellfamilie 4311, 4312A, 4312B MK II, 4312 MK II, 4312 LR, 4311 WX

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