Yamaha B2x
Yamaha B2x High End Endstufe Erfahrungsbericht / Test: Referenz-Power im Panzergehäuse
Overall Rating: ★★★★★ (5/5)
Yamaha B2X Endstufe: Eine umfassende Beschreibung
Die Yamaha B2X ist die ehemalige Referenzendstufe von Yamaha aus den 80ern und hinterlässt bei Betrachtern und Audiophilen einen bleibenden Eindruck. Die erstklassige Verarbeitung erinnert an einen Panzer und lässt keinen Zweifel an der Robustheit und Langlebigkeit des Geräts. Der durchgehende Doppel-Mono-Aufbau garantiert eine exzellente Trennung der Kanäle, während die Treiberstufe reines Class A bietet, was nicht nur für hohe Effizienz, sondern auch für eine besonders saubere Klangwiedergabe sorgt.
In puncto Leistungsdaten zeigt sich die B2X eindrucksvoll mit einer Impulsleistung von 447 Watt bei 4 Ω, 337 Watt bei 8 Ω sowie 625 Watt bei 2 Ω. Diese Werte vermitteln den Eindruck, dass das Gerät über mehr als genügend Leistungsreserven verfügt, um selbst große Lautsprecher problemlos anzutreiben.
Optisch könnte man die B2X als Nachfolgerin der M2 und der klassischen B2 betrachten, doch meiner Meinung nach verliert die Version X etwas von der Ästhetik ihrer Vorgänger. Dennoch strahlt sie eine eigene Aura aus und lässt fast nichts vermissen, abgesehen von den charakteristischen großen VU-Metern, die man in den älteren Modellen findet. Das Gewicht von nahezu 28 Kilo, kombiniert mit einer durchdachten internen Gestaltung, spricht für die Qualität, die absolut referenzwürdig ist.
Als Fan der ursprünglichen B2 habe ich leider nicht die Möglichkeit, die letzte Version der B2 direkt mit der B2X zu vergleichen, da ich beide Modelle nicht gleichzeitig testen konnte. Allerdings bin ich überzeugt, dass sich beide klanglich, sowohl in der Verarbeitung als auch in der Gesamtqualität, nichts schenken. In einem Gespräch mit einem anderen Yamaha-Enthusiasten, der sowohl die B2 als auch die M2 besitzt, wurde mir mitgeteilt, dass die B2 im Vergleich zur M2 tendenziell trägere Transistoren verwendet. Dies könnte sich insbesondere bei komplexen Musikstücken bemerkbar machen. Es wird behauptet, dass die B2X dem Klangempfinden der M2, die für ihre schnellen Transistoren bekannt ist, noch einmal eine Schippe drauflegt. Ich kann dieser Einschätzung jedoch nicht vollständig zustimmen und bin der festen Überzeugung, dass alle drei Modelle klanglich auf hohem Niveau agieren und ihre individuellen Stärken haben.
Letztlich ist es ziemlich unerheblich, für welches der 2er-Modelle man sich entscheidet; alle drei Modelle besitzen ihren eigenen Reiz. Ich sehe die B2 (ohne das X) als die wertstabilere und seltenere Sammler-Endstufe. Darüber hinaus vermute ich, dass die B2X, hätte sie eine V-FET-Schaltung, ihren Verkaufspreis von über 3600 DM rechtfertigen könnte.
Insgesamt ist die Yamaha B2X eine beeindruckende Endstufe, die in technischer und klanglicher Hinsicht Maßstäbe setzt und eine hervorragende Wahl für audiophile Enthusiasten darstellt.
Gesamttabelle – Yamaha B-2x
| Kategorie | Merkmal | Daten / Beschreibung |
|---|---|---|
| Leistung (8 Ohm) | Dauerleistung | 2 x 170 Watt |
| Leistung (4 Ohm) | Dauerleistung | 2 x 240 Watt |
| Impulsleistung | 2 Ohm / 4 Ohm | 2 x 625 Watt / 2 x 447 Watt |
| Aufbau | Schaltung | Doppel-Mono, Treiberstufe in Class A |
| Audio-Werte | SNR / Kanaltrennung | 127 dB / 95 dB |
| Kontrolle | Dämpfungsfaktor | 200 |
| Maße | Gewicht / Größe | 28 kg / 43,5 x 16,5 x 42,2 cm (BxHxT) |
| Historie | Bauzeit / Neupreis | 1985 – 1988 / ca. 3.600,- DM |