Linn Karik + Numerik

Linn Karik + Numerik

Linn Karik + Numerik Laufwerk-Wandler-Kombi Erfahrungsbericht / Test: High-End-Magie jenseits von Bitcoins

Einst sagte mal ein High-End-Ladenbesitzer zu mir: High-End fängt genau da an, wo die Musik anfängt, richtig Spaß zu machen. Da pflichte ich ihm natürlich vollends bei! Denn wenn ich meine Anlage erst dann als High-End beschimpfen darf, sobald ich mehrere tausende Euro für einen minimalen Klanggewinn von vielleicht 2, 3, 4 oder 5 % ausgegeben habe, dann läuft irgendwas gewaltig schief. Stellenweise geht es tatsächlich gar nicht um den realen Klanggewinn selbst; nur daran zu glauben, dass Geld immer automatisch den richtigen Ton trifft, ist schlichtweg falsch.

Die älteren Linn-Geräte waren preislich schon damals absolut nicht erschwinglich. Eine Karik-Numerik-Kombi schlug mit knappen 6.000 DM zu Buche. Das dürfte – nein, inflationsbereinigt sogar noch deutlich mehr – heute eins zu eins in Euro umzurechnen sein. Wer sich also damals zum Beispiel eine Kaber, drei Klouts sowie Karik und Numerik zulegen wollte, war locker knappe 24.000 DM los. Und heute? Heute kauft man sich für dasselbe Geld einen „Top of the Line“-Netzwerkplayer von Linn. Blöder Vergleich, aber er bietet sich gerade so an: Wer 2010 Bitcoins für 12.000 Euro gekauft hätte, hätte jetzt wohlmöglich 200 Millionen auf dem Konto. Aber ich hätte diese Seite hier nicht, wenn ich HiFi nicht über alles lieben würde. Wer also braucht schon Bitcoins, wenn er so eine Anlage haben kann?

Verarbeitung und klangliche Präzision

Das Laufwerk (Karik) und der Wandler (Numerik) sind in Sachen Verarbeitung auf dem gewohnt hohen Linn-Niveau und lassen absolut keinen Grund zum Zweifeln aufkommen. Was aber viel wichtiger ist: Diese Kombination holt wirklich alles aus der CD heraus, was an Informationen darauf gespeichert ist. Nein, das hat nichts mit Einbildung zu tun gehabt! Dieses Gespann vermag es wirklich, absolut nichts zu verschlucken.

Auch wenn die Kombi fast schon als reines Studiogerät durchgehen könnte, verliert sie zu keinem Zeitpunkt diesen typischen musikalischen Charme, der Linn-Geräte für mich zu etwas ganz Besonderem macht. Ich mag die Karik und die Numerik sehr. Doch – ihr werdet es kaum glauben – am Ende wurden diese tollen Geräte bei mir tatsächlich von einem Cambridge CD3 abgelöst. Aber das ist eine andere Geschichte. In diesem Sinne…


Gesamttabelle – Linn Karik + Numerik

Kategorie Merkmal Daten / Beschreibung
Prinzip Gerätetyp CD-Laufwerk (Karik) & D/A-Wandler (Numerik)
Wandler-Technik Spezifikation 20 Bit, 8-faches Oversampling, Dual-Converter
Eingänge (Numerik) Digital 2 x BNC (75 Ohm), 0,2 bis 1 V pp
Ausgänge Analog / Sync 2 x RCA (Cinch), 2 x CD-Sync (Master/Slave)
Audio Abtastraten / Pegel 44,1 kHz / 48 kHz | Ausgang: 2,1 V rms
Maße Größe (pro Einheit) 320 x 80 x 325 mm (BxHxT)
Gewicht Masse (pro Einheit) ca. 4,1 kg
Besonderheit Synchronisation Master-Clock-Sync für extrem geringen Jitter

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