In der HiFi-Welt gibt es Themen, die verlässlich für volle Kommentarspalten und hochrote Köpfe sorgen. Eines davon ist der schwammige Begriff der „Dynamik“. Neulich bin ich über eine Aussage gestolpert, die so herrlich provokant und gleichzeitig so technisch-nüchtern war, dass sie eine genauere Analyse verdient.
Viele meiner Leser und auch mittlerweile meine Abonnenten auf YouTube haben in letzter Zeit meinen vielleicht etwas außergewöhnlichen Musikgeschmack erkunden können. Meine Idee hinter diesen „Audio Booklets“ ist es ja, nicht immer nur stumpf Geräte in Augenschein zu nehmen, sondern endlich mal das Wesentliche in den Fokus zu rücken: die Musik.
Die Geschichte von ATC (Acoustic Transducer Company) beginnt im Jahr 1974. Gegründet wurde das Unternehmen von Billy Woodman, einem in Australien geborenen Pianisten und Ingenieur, der eine Vision hatte: Lautsprecherchassis zu bauen, die einerseits extrem belastbar sind, andererseits aber musikalisch nichts verschweigen.
Das ist der Standard. Wenn ihr heute ein Smartphone, einen Dongle-DAC oder einen modernen AV-Receiver kauft, steckt zu 99,9 % ein Delta-Sigma-Wandler drin. Wie funktioniert’s? Ganz vereinfacht: Statt jedes Bit einzeln abzubilden, nutzt Delta-Sigma oft nur 1 Bit (oder sehr wenige), ballert das aber mit einer extremen Geschwindigkeit (Oversampling) raus.
wer kennt das nicht? Da hat man endlich zugeschlagen. Ein neuer Wandler ist ins Haus geflattert – sei es ein modernes Chi-Fi-Wunderwerk oder ein gebrauchter Bolide aus der Champions League. Das Gerät wird ausgepackt, ehrfürchtig ins Rack gewuchtet, verkabelt und warm laufen gelassen. Die erste Funktion wird entdeckt, das Display leuchtet verheißungsvoll. Alles wunderbar. Das Grinsen wird breiter.
Warum wird hier nicht unterschieden? Warum gilt hier oft: „Kennst du einen, kennst du alle“? Denn die Wahrheit ist: Auch hier gibt es massive Unterschiede zwischen billigem Schrott und absolutem High-End-Engineering. Lasst uns mal unter die Haube schauen und klären, warum Class D nicht gleich Class D ist und was die Spreu vom Weizen trennt.
Aber der wahre Grund für meine Besuche ist die Gebraucht-Ecke. Da werden Geräte im Kundenauftrag vertickt. Aber Vorsicht: Schnäppchenjäger haben es hier schwer. Die Verkäufer wissen ganz genau, was im Netz für Kurse aufgerufen werden, und knallen meistens noch mal 10 bis 20 % oben drauf. Business as usual eben.
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