Symphonic Line Rg 9 MK III

Symphonic Line Rg 9 MK III

Symphonic Line RG 9 MK III Erfahrungsbericht / Test: Leidenschaft und deutsche High-End-Kunst

Hier haben wir wieder ein Paradebeispiel dafür, wie man mit viel Wissen, Leidenschaft und Liebe zum Produkt außergewöhnliche HiFi-Komponenten herstellen kann. Rolf Gemein fertigt bereits seit 1979 High-End-Geräte. Seine erste „Power-Maschine“, die Vernissage Kraft 100, war ein reines Class-A-Gerät mit Saft ohne Ende – wenn man so will, die erste echte Monsterendstufe aus Deutschland. Die hervorragenden Testergebnisse ziehen sich bei Symphonic Line bis heute durch, und Rolf Gemein gehört definitiv zu den ganz Großen im Geschäft.

Philosophie: Musik im Vordergrund

Natürlich könnte ich als Vintage-Freak die puristische Anmutung der Symphonic-Line-Geräte bemängeln, aber das unterlasse ich tunlichst. Optisch gefallen mir die Geräte wunderbar und ich vermisse absolut nichts. Das große Plus dieser Philosophie ist, dass die Musik im Vordergrund stehen soll und nicht das Gerät selbst. Für manche klingen HiFi-Geräte schon wunderbar, wenn sie zappelnde VUs auf der Front haben und der Anschaffungspreis dem eines Neuwagens entspricht. Aber seien wir mal ehrlich: Was ist wichtiger? Musik hören oder das Aussehen? Ich würde behaupten, beides muss stimmen – und das Aussehen muss die Philosophie des Entwicklers widerspiegeln. Das beherrscht Symphonic Line meisterhaft.

Klangliche Performance: Antrittsstark und kontrolliert

Den RG 9 MK III, der bei mir einige Tage zu Gast war, wollte ich dem Besitzer eigentlich gar nicht mehr zurückgeben. Dieser Verstärker kann einfach alles, was ich von einem Gerät mit einer großen Portion High-End erwarte! Er spielt unglaublich antrittsstark, kontrolliert, klar und dabei so musikalisch, dass man sich fragt, wie man diese Eigenschaften so perfekt unter einen Hut bekommen konnte.

Egal welche Lautsprecher ich anschloss, der RG 9 MK III stellte sich jeder Herausforderung mühelos. Ganz im Gegenteil: Einige meiner Lautsprecher wirkten wie ausgewechselt. Er ist ein absoluter Klasse-Verstärker, der auf dem Gebrauchtmarkt zwar kein „Schnapper“ ist, aber gemessen an manch gehyptem Vintage-Receiver das weitaus bessere Gerät darstellt und manchmal sogar günstiger zu haben ist. Auch Sammler sollten hier mal über den Tellerrand schauen; schließlich kommt der RG 9 MK III langsam in das Alter eines echten Klassikers.

Fazit

Ich weiß nicht, was der RG 9 MK 4 noch besser machen kann, aber wenn er tatsächlich noch eine Schippe drauflegt, erscheinen mir die Neupreise von rund 4.800 Euro mehr als gerechtfertigt. Wer noch mehr will, kann sich den RG 10 mit seinen diversen Upgrades anschauen – dort wird deutlich, dass man sich das Beste vom Besten ins Haus holen kann, wenn das Budget es zulässt. In diesem Sinne…


Gesamttabelle – Symphonic Line RG 9 MK III

Kategorie Merkmal Daten / Beschreibung
Leistung (8 Ohm) Sinusleistung pro Kanal 2 x 140 Watt
Leistung (4 Ohm) Sinusleistung pro Kanal 2 x 250 Watt
Stabilität Laststabilität Stabil bis 2 Ohm
Phono-Sektion Eingänge Phono MM/MC mit Anpassungsmöglichkeit
Anschlüsse Ein- / Ausgänge 3 Hochpegeleingänge, Tapeschleife, Vorstufenausgang
Bauweise Verarbeitung Handgefertigt in Deutschland, massive 10mm Frontplatte
Maße Gewicht / Größe ca. 18 kg / 45,0 x 10,0 x 38,0 cm (BxHxT)
Charakter Klangbild Antrittsstark, extrem kontrolliert und musikalisch

Möchtest Du Deinen Symphonic Line RG 9 MK III klanglich voll ausreizen oder suchst Du passendes Zubehör? Schau mal bei Aliexpress vorbei – dort findest Du oft hochwertige Cinch-Kabel für die Signalübertragung, massive Netzkabel für eine stabilere Stromversorgung oder spezielle Reinigungs-Sets für die Pflege der gravierten Chrom- oder Alustruktur Deines Symphonic Line Verstärkers!