Wer sich in die Welt des High-End-Audios wagt, merkt schnell: Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Hobby, Raketenwissenschaft und liebevollem Wahnsinn. Ich spreche da aus Erfahrung. Seit gut einem Jahr bin ich täglicher Zeuge – und manchmal stiller Beobachter – in einer ausgewachsenen HiFi-WhatsApp-Gruppe. Was man da quasi im Liveticker mitbekommt
Leute, wir müssen reden. Und zwar über Eier. Nein, nicht die zum Frühstück, sondern über das Selbstbewusstsein, das man braucht, um in einer Welt von Kilowatt-Monstern einen Verstärker zu bauen, der stolz mit 1,1 Watt hausieren geht. Wir schauen uns heute das Model 3 von Avantgarde Acoustic an.Wer die Truppe aus Reichenbach im Odenwald kennt
kennt ihr das? Ihr habt da eine Endstufe stehen, so ein Kaliber, das eigentlich Wände einreißen müsste. Ein technisches Meisterwerk. Und trotzdem klingt es an manchen Tagen einfach nur… nett. Brav. fast schon langweilig. Und dann tauscht man vorne in der Kette genau ein Gerät aus und plötzlich sitzt man da, die Kinnlade auf halb acht, und fragt sich
Hand aufs Herz: Wie oft habt ihr in letzter Zeit das Wort „audiophil“ gelesen? Es steht auf 10-Euro-Bluetooth-Tröten vom Grabbeltisch, auf sündhaft teuren Netzwerkkabeln und natürlich auf jeder zweiten Vinyl-Neuauflage. Der Begriff ist mittlerweile so ausgelutscht wie ein Kaugummi nach drei Stunden. Aber wenn wir das ganze Marketing-Blabla mal beiseite wischen und den Hifi-Priestern das Weihwasser wegnehmen: Was ist im Kern eigentlich eine „audiophile Aufnahme“?
Was allerdings sehr viele Messtechniker vergessen, ist, dass Hochleistungsgeräte – also wirklich neutrale Komponenten – dir wie eine Lupe zeigen, was in der Kette nicht stimmt. Und zwar selbst außerhalb des reinen Messschriebes. Leider spielt die Industrie da oft ein anderes Spiel. Der größte Teil der High-End-Szene ist mittlerweile darauf bedacht, Musik so groß und spektakulär wie möglich zu hören. Warum? Weil die High-End-Industrie gefühlt jedes Jahr eine neue „Klangsignatur“ braucht, um neue Geräte zu verkaufen. Mal ist es „analoge Wärme“, mal „hyper-detaillierte Auflösung“.
Die Marke McIntosh Laboratory Inc. wurde 1949 gegründet. Die Geburtsstunde dieses Unternehmens, das den High-Fidelity-Markt entscheidend prägen sollte, geht auf den Ingenieur Frank H. McIntosh zurück, der das Unternehmen zusammen mit Gordon Gow ins Leben rief. McIntosh ist also schon seit über 75 Jahren im Hifi-Geschäft tätig. Mcintosh MA 9000
Allein der Name evoziert Bilder von Champagnergold, beleuchteten VU-Metern und einem ingenieurstechnischen Perfektionismus, den man anderswo vergeblich sucht. Die japanische Marke, gegründet 1972 in Yokohama von einer Gruppe ehemaliger Kenwood-Ingenieure unter der Führung von Jiro Kasuga, hat sich über mehr als fünf Jahrzehnte einen legendären Ruf erarbeitet
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