JBL 4310
JBL 4310 Vintage Studio Lautsprecher Erfahrungsbericht / Testbericht: JBL – Die Legende lebt!
Holz, aus dem Legenden geschnitzt werden? Mit Sicherheit ja! Denn keine andere Marke ist weltweit so beliebt, bekannt und begehrt wie JBL. Auch der HiFi-Laie kann mit dem Namen was anfangen. Aber was verbirgt sich hinter diesem Mythos? Qualität? Perfekter Klang? Das Design? Ich würde mal sagen, von allem eine sehr gute Mischung. Meine heiligen Hallen durften schon zig JBLs besuchen, auch hatte ich immer mal wieder die Gelegenheit, einige Modelle zu hören, die ich mir nie leisten konnte und werde. Verblüffend finde ich, dass JBL immer „seinen“ Klangcharakter hat. Alle Modelle ähneln sich und haben ihre JBL-Note.
Vor einiger Zeit hatte ich die JBL 4312 hier. Wunderbare Monitorlautsprecher. Super kräftig und extrem pegelfest. Und die 4312 verstand es ausgesprochen gut, jedes kleinste Detail wiederzugeben. Allerdings trug die 4312 zeitweise zu dick auf, vor allem im Hoch- und Mittenbereich bei leiseren Pegeln. Aber das soll kein Kritikpunkt sein. Bei der 4310 konnte ich das Phänomen nicht beobachten. Bei leiseren Pegeln war das Klanggeschehen immer schön linear und neutral. Die Basswiedergabe passte super ins Klangbild und ließ seinen Zuhörer auch die untersten Frequenzen spüren.
Optisch ähneln sich nur die Chassis. Die Anordnung ist eine andere und beim 4310 wurden die Chassis in eine Art Podest eingelassen. Damit wurden die Reflexionen an die Gehäusekante eliminiert. Die späteren Modelle hatten das nicht mehr. Stattdessen wurde um die Hochtöner ein Schaumstoffring verklebt. Wahrscheinlich hatte das die gleiche Wirkung, aber es zeigt doch Sparmaßnahmen.
Klanglich gibt’s an der 4310 nichts auszusetzen. Unglaublich kräftig, eine Powermaschine, wie sie im Buche steht. Ich hatte das Glück, die JBLs gegen ein Paar Yamaha NS-1000 antreten zu lassen. Beide unterscheiden sich vom Klangcharakter grundsätzlich. Doch mein eindeutiger Sieger war eben die Yamaha. Allerdings war ein Highender bei mir zu Besuch und er meinte, dass die JBLs mehr Bass haben und dieser auch tiefer geht. Aber im Großen und Ganzen gefiel die NS-1000 ihm ebenfalls besser.
Dennoch ist die 4310 ein heißer Kandidat für eine „Neuanschaffung“ – nur schade, dass die 4310er kaum zu bekommen sind. Also bleiben nur die Nachfolger als eine Alternative. Zum Beispiel L 100, 4311 und und und….. Für mich gehört die 4310 zu den ganz Großen im Monitorbereich und irgendwie bin ich sauer darüber, dass ich mir meine abschwatzen lassen habe….
Gesamttabelle – JBL 4310 Control Monitor
| Kategorie | Merkmal | Daten / Beschreibung |
|---|---|---|
| Prinzip | Bauart | 3-Wege Studio-Monitor, Bassreflex |
| Bestückung | Chassis | 300 mm Bass / 125 mm Mitteltöner / 35 mm Hochtöner |
| Frequenzgang | Bereich | 45 Hz – 15.000 Hz |
| Empfindlichkeit | Wirkungsgrad | 91 dB SPL (1 W / 1 m) |
| Übergangsfrequenzen | Crossover | 1.500 Hz / 7.000 Hz |
| Impedanz | Ohm | 8 Ohm |
| Maße | Gewicht / Größe | 23,0 kg / 36,2 x 59,7 x 29,8 cm (BxHxT) |
| Historie | Baujahre / Herkunft | 1968 – 1972 / Made in USA |