Dadawa Seven Days
Dadawa Seven Days XRCD Hörbericht:
- Label: Wind Music – XRCD-9149
- Serie: XRCD2
- Format: CD, XRCD, Album, Stereo
- Veröffentlicht: 2006
- Genre: Electronic, World Music, Folk
- Stil: Ambient, New Age, Vocal
- Amazon Link: Dadawa – Seven Days
Einleitung: Das Konzept von Seven Days
Seven Days (2006) ist ein außergewöhnliches Werk der chinesischen Ausnahmekünstlerin Dadawa (Zhu Zheqin). Bekannt für ihre Fähigkeit, die jahrtausendealten Melodien ihrer Heimat mit modernstem Sounddesign zu verschmelzen, bietet dieses Album eine tiefgründige spirituelle Reise. Dadawa bewegt sich hier traumwandlerisch sicher zwischen Intimität und unendlicher Weite.
Klanggestaltung: Wenn die Guqin auf Synthesizer trifft
Im Zentrum steht die perfekte Balance zwischen Tradition und Moderne. Die Pipa (Laute) und die Guqin (Zupfinstrument) bilden das emotionale Fundament, während subtile elektronische Effekte und Synthesizer eine fast mystische Atmosphäre schaffen. Dadawas Gesang ist dabei das tragende Element – von zarten, ätherischen Vokalisierungen bis hin zu kraftvollen, emotionalen Ausbrüchen beherrscht sie die gesamte Klaviatur der menschlichen Stimme.
Thematische Tiefe und globale Produktion
Die sieben Stücke symbolisieren jeweils einen Tag einer physischen wie spirituellen Reise. Die Texte sind poetisch, meditativ und tief in der chinesischen Philosophie verwurzelt. Aufgenommen wurde das Album mit einem internationalen Team an Orten in China, Europa und Nordamerika, was dem Werk eine zusätzliche kulturelle Vielfalt verleiht, ohne seine Wurzeln zu verleugnen.
Die XRCD-Erfahrung: Audiophile Perfektion
Mir liegt das Album in der XRCD-Variante von JVC vor. Für audiophile Hörer ist diese Pressung ein absolutes Muss. Das XRCD-Verfahren kitzelt ein Maximum an Dynamik und Feindynamik aus der Aufnahme heraus. Die Instrumente und Dadawas Stimme erscheinen in einer fast dreidimensionalen Qualität im Raum. Wenn feine Nuancen der Guqin auf die präzise platzierten elektronischen Klänge treffen, zeigt die XRCD ihre ganze Überlegenheit gegenüber der Standard-CD.
Trackliste & Analyse:
- Flown Away (5:01)
Ein schwebender Einstieg, der die Flüchtigkeit des Moments einfängt. Mystisch und einladend. - Fragrant Nirvana Tree (6:08)
Spirituelle Kraft trifft auf sanfte Rhythmen. Die Musik entfaltet sich langsam, wie ein heiliger Duft, der den Raum füllt. - In The Setting Of The Sun (5:13)
Warme, melancholische Atmosphäre. Ein Mix aus traditionellen Saiteninstrumenten und sanfter Elektronik vertont die Schönheit des Abschieds. - Already Song (5:52)
Minimalistisch und klar. Ein Moment des Ankommens und der inneren Ruhe mit meditativer Tiefe. - Satori (6:36)
Die Vertonung der Erleuchtung. Hypnotische Rhythmen bauen eine Spannung auf, die schließlich in völliger Klarheit mündet. - Passing By The Earth (7:15)
Eine Hommage an die Erde. Fließende Melodien spiegeln den Blick eines Reisenden auf unseren Planeten wider. Introspektiv und tiefgründig. - The Seventh Day (6:16)
Der feierliche Abschluss. Ein Moment der Vollendung und der Ruhe. Kraftvolle Klänge und ein Gesang von friedlicher Erhabenheit runden die Reise ab.
Fazit
Seven Days ist weit mehr als Weltmusik – es ist eine universelle Sprache, die kulturelle Grenzen sprengt. In der XRCD-Version ist es ein klangliches Monument, das die emotionale Tiefe von Dadawas Kunst voll ausschöpft. Wer seine Anlage auf Räumlichkeit und Natürlichkeit testen will, kommt an diesem Album nicht vorbei.