Marantz Project T1

Marantz Project T1

Marantz Project T1 High End Röhrenendstufe Vorstellung:

Schön, dass Du meine Seite gefunden hast. Womöglich mit der Hoffnung, eine Marantz Project T1 Endstufe erwerben zu können. Ich muss dich leider enttäuschen: Hier gibt’s keine. Wenn Du allerdings eine hast und stattdessen gerne meine Niere willst – lass uns Kontakt aufnehmen. Nein, im Ernst: Wie zum Teufel kommt man an diese Endstufe?

Eine moderne Röhrenlegende mit klassischen Werten

Der Marantz Project T1 ist eine Röhrenendstufe, die mit einem klaren Ziel entwickelt wurde: Die unnachahmliche Klangcharakteristik klassischer Vakuumröhren mit den gnadenlosen Anforderungen moderner Audiotechnik zu verheiraten. Marantz hat hier sein gesamtes Know-how in die Waagschale geworfen, um ein Gerät zu schaffen, das dem Ruf der Marke nicht nur gerecht wird, sondern ihn zementiert.

Design und Bauweise: Kupfer, Stahl und massives Aluminium

Das Design ist eine Ansage für die Ewigkeit. Die Endstufe thront auf einem kupferbeschichteten Stahlchassis, ummantelt von dickem, massivem Aluminium. Diese doppelwandige Konstruktion ist kein Blendwerk, sondern schützt die empfindlichen Innereien effektiv vor Vibrationen und Einstreuungen.

Die Anordnung ist pure Ingenieurskunst: Netztransformatoren und Drosselspulen sitzen hinter dem oberen Panel, während vier Audio-Transformatoren direkt unter den Vakuumröhren platziert wurden. Das bedeutet extrem kurze Signalwege und eine optimale Gewichtsverteilung – bei 65 Kilo Lebendgewicht kein unwichtiger Faktor für die Stabilität.


Hochwertige Komponenten ohne Kompromisse

Marantz hat für die Project T1 weltweit nur die feinsten Bauteile zusammengesucht: Filmkondensatoren von Aerovox aus den USA, Präzisionswiderstände von Dale und Röhrensockel von Johnson. Die Philosophie war klar: Keine NOS-Bestände (New Old Stock), auf die man sich nicht verlassen kann, sondern hochwertige Teile aus laufender Produktion für maximale Zuverlässigkeit und Zukunftssicherheit.

Die Bestückung: Wenn 300B auf 845 trifft

Der Clou der Project T1 ist ihre Röhrenkonfiguration. In der Eingangs- und Treiberstufe arbeiten 300B-Röhren, die für ihren seidigen und detaillierten Klang berühmt sind. In der Leistungsstufe kommen dann die „dicken Dinger“: 845-Trioden im Push-Pull-Betrieb. Diese direkt beheizten Röhren sind Legenden für ihre Linearität. Das Ergebnis ist ein Klangbild, das so natürlich und authentisch ist, dass man vergisst, dass man vor einer Anlage sitzt.

Sogar die Gleichrichtung wird stilecht über Röhren (5U4G und eine weitere 845) erledigt. Die Spannungen sind eine echte Ansage: Satte 970 Volt liegen an der finalen Verstärkerstufe an. Dank einer ausgeklügelten Zeitverzögerungsschaltung werden die Bauteile beim Einschalten geschont, was die Lebensdauer dieses Meisterwerks massiv verlängert.


Klangqualität: Class-A ohne Gegenkopplung

Die Project T1 ist ein lupenreiner Class-A-Verstärker im Push-Pull-Design, der komplett ohne Gegenkopplung arbeitet. Die Transformerkopplung vom Eingang bis zum Ausgang stellt sicher, dass die Klangeigenschaften der Röhren voll zur Geltung kommen, während Verzerrungen auf ein Minimum reduziert werden. Die Audio-Transformatoren stammen von UTC (United Transformers Corporation) – ein Name, der bei Kennern für feuchte Augen sorgt.

Fazit: Ein unerreichbares Meisterwerk

Der Marantz Project T1 vereint die Wärme traditioneller Röhren mit einer technischen Perfektion, die man heute kaum noch findet. Er ist ein Statement für HiFi-Enthusiasten, die den Charme einer Röhre suchen, aber keine Lust auf technische Kompromisse haben. Wer einen T1 besitzt, hat den Gipfel erreicht. Alle anderen (mich eingeschlossen) dürfen weiter träumen.


Technische Daten: Marantz Project T1

Kategorie Details / Spezifikation
Typ Röhren-Mono-Endverstärker (Class-A Push-Pull)
Ausgangsleistung 50 W (an 8 Ω) / Clipping erst ab 75 W
Röhrenbestückung 4x 300B, 4x 845, 1x 5U4G (pro Monoblock)
Frequenzgang 20 Hz bis 20 kHz
Signal-Rausch-Abstand 90 dB (A-gewichtet)
Eingang 1x XLR (symmetrisch, Pin 3 HOT)
Gewicht 65 kg (pro Stück!)
Leistungsaufnahme 560 W
Besonderheiten Selbstbias-Schaltung, Bias-Balancemeter an der Front

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