Männer, Hand aufs Herz. Wir reden hier oft über Technik, über Sound, über das nächste Gadget. Wir diskutieren über Frequenzen und Wattzahlen. Aber manchmal liefert uns genau diese Technik den Zugang zu etwas, das wir sonst vielleicht überhören würden. Heute geht es um ein Album, das im Mai 2025 erschienen ist und das vielleicht einige von euch gar nicht auf dem Schirm hatten, weil es nicht in den typischen Playlisten auftaucht: „Paradox“ von Mogli.
Um 2:43 Uhr war die Nacht vorbei. Kennt ihr das? Ihr werdet wach, der Kopf ist voll, im Bauch rumort eine unerklärliche Unruhe und an Schlaf ist nicht mehr zu denken. Also bin ich raus aus den Federn, ab in die Küche und habe mir erstmal einen Kaffee mit meiner Senseo rausgelassen. Schwarz, heiß, Lebensretter. Da ich eh wach war, habe ich die Gunst der Stunde genutzt:
Kennt ihr das? Dieses unangenehme Kribbeln im Nacken, wenn man im Forum liest, dass der eigene Verstärker, für den man monatelang gespart hat, im neuesten Shootout nur Platz 3 belegt hat? Oder wenn der selbsternannte Guru im Thread „Goldohrenhausen“ verkündet, dass alles unterhalb einer fünfstelligen Summe sowieso nur „Küchenradio-Niveau“ hat? Wir HiFi-Infizierten sind ein seltsames Völkchen.
Aufgrund der glühenden Dauer-Propaganda von Adam fackelte Marius nicht lange. Wenn Adam sagt, das Zeug ist gut, dann wird gekauft. Er besorgte sich also eine Spectral DMA-250 (die legendäre erste Serie). Die Erwartungen in der WhatsApp-Gruppe waren riesig. Wir warteten quasi live am Handy, mit Popcorn in der Hand, auf den ersten Ton, den Marius hören würde und in die Gruppe ein Video veröffentlichte.
Es gibt diese Alben, die man jahrelang im Regal stehen hat, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Manchmal landen sie dort durch Zufall, manchmal als Beifang auf dem Flohmarkt. Genau so kam die CD „Jacques Loussier Plays Bach“ (erschienen beim Label Telarc) in meinen Besitz. Sie lag für schmales Geld zwischen anderen Scheiben, die ich eigentlich suchte.


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