Symphonic Line RG 14 Edition
Symphonic Line RG 14 High End Vollverstärker Erfahrungsbericht / Test: Deutsche Ingenieurskunst mit Seele
Wie gut, dass aus „Good Old Germany“ einige High-End-Hersteller im schwierigen HiFi-Markt vertreten sind und sich problemlos behaupten können – zum Beispiel MBL, Restek, AVM, T+A und natürlich Symphonic Line. Mich hat Symphonic Line schon immer fasziniert, auch wenn das Aussehen der Verstärker über Jahre hinweg fast unverändert blieb. Es kommt schlicht daher, mit ein paar größeren Drehreglern.
Ein guter HiFi-Freund sagte einst, dass die Verstärker genauso aussähen wie die Regler einer älteren Herdplatte! Na na, so eine böse Zunge aber auch! Aber wenn man es aus diesem Blickwinkel sieht, dürfte die Erklärung der Neuanschaffung gegenüber der besseren Hälfte nicht schwerfallen. Leider wird der RG 14 nicht übermäßig heiß, von daher sollte der guten Holden kein Lächeln zu entlocken sein.
Innere Werte statt optischem Schnickschnack
Über die Optik kann man streiten, muss man aber nicht, denn es zählen schlicht und ergreifend die inneren Werte für mich als HiFi-Junkie. Und genau die haben es faustdick hinter den Ohren! Es sind sehr hochwertige Bauteile verbaut und ordentlich zusammengeführt. Wer einen Blick ins Innere wirft, sieht einen blitzsauberen Aufbau.
Ich hatte den RG 14 als Leihgabe einige Wochen bei mir, worauf ich ziemlich stolz war, und habe ihn mit einem tränenden Auge wieder hergegeben. Für mich gehört dieser RG 14 zu den besten Vollverstärkern, die man sich nach Hause stellen kann. Er spielt ausgesprochen schnell, kontrolliert und verliert zu keiner Zeit seine Tugenden, egal welche Pegel erreicht werden. Meinen Dynaudio-Lautsprechern hat er ordentlich Beine gemacht.
Kraft und Präzision: Die Edition-Version
Aber auch kritischere Lautsprecher wie eine Infinity Kappa 8 trieb der RG 14 problemlos an! Der hier vorgestellte RG 14 ist die Edition-Version (ca. 2010), die gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert wurde. Unter anderem wurde das Problem des driftenden Ruhestroms behoben, was den Sound stabilisiert. Die Musikalität, die Kraft, Straffheit und Präzision können absolut packen, ohne die Emotionalität zu verlieren.
Ich hatte schon viele Verstärker hier, die ihre Arbeit perfekt absolvierten, aber nur wenige waren so wunderbar klar und dynamisch. Ob man sich letztlich für einen Symphonic Line, einen Naim oder Linn entscheidet, bleibt Geschmacksache – und da spielt die Optik dann doch wieder eine Rolle. In diesem Sinne…
Gesamttabelle – Symphonic Line RG 14 Edition
| Kategorie | Merkmal | Daten / Beschreibung |
|---|---|---|
| Leistung (8 / 4 Ohm) | Dauerleistung (1 kHz) | 2 x 104 Watt (8Ω) / 2 x 162 Watt (4Ω) |
| Impulsleistung | an 4 Ohm | 241 Watt |
| Audio-Werte | Grenzfrequenz / THD | 81 kHz (-3 dB) / 0,016% (bei 50mW) |
| Signalrauschabstand | Hochpegel / Phono | 89 dB (Line) / 80 dB (MM) / 73 dB (MC) |
| Kontrolle | Dämpfungsfaktor | 93 (an 4 Ohm) |
| Stromversorgung | Verbrauch | 40 Watt (Leerlauf) |
| Maße | Gewicht / Größe | Massiver Aufbau / 45,0 x 11,0 x 41,0 cm (BxHxT) |
| Historie | Neupreis / Herkunft | ca. 3.800,- Euro (2017) / Deutschland |
Link ist tot
https://www.stereo.de/hifi-test/verstaerker/symphonic-line-rg14-edition/