Phono Vorverstärker

Accuphase C-17

Accuphase C-17 High End MC-Head-Amplifier Erfahrungsbericht / Test: Wenn japanisches Gold auf schwäbische Beziehungskrisen trifft

Freunde des guten Tons und der schweren Boliden!

Es gibt Tage, da klingelt das Telefon und das Schicksal meldet sich in Form eines sympathischen, älteren Herrn. Seine Frage war kurz und knackig: „Haben Sie Interesse an Accuphase?“ Leute, was ist das für eine Frage? Fragt man einen Fisch, ob er schwimmen will? Meine Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: „Aber sicher doch!“ Doch dann folgte der Dämpfer. Der gute Mann zählte sein Portfolio auf und mein Herz blieb kurz bei einem ganz speziellen Gerät stehen: Dem Accuphase C-17. Für die Uneingeweihten: Das ist nicht einfach nur ein Phono-Pre, das ist der MC-Head-Amplifier, von dem viele träumen, wenn sie nachts ihre Vinyl-Sammlung streicheln.

Aber – und das ist ein großes Aber – der Standort war Hamburg. Nun sitze ich hier im beschaulichen Leonberg, tief im Raum Stuttgart. Hamburg ist eine Perle, keine Frage, aber mal eben für eine C-17 in den hohen Norden gurken? Der Aufwand steht in keinem Verhältnis, selbst wenn vorne der heilige „Accuphase“-Schriftzug im champagnerfarbenen Glanz erstrahlt. Ich winkte also schweren Herzens ab.

Das Logistik-Wunder (und das Beziehungs-Drama)

Doch der HiFi-Gott meinte es gut – oder wollte mich testen. Der Herr fügte nämlich schnell hinzu: „Meine Frau und ich fahren am Wochenende eh Richtung Österreich. Ich kann das gute Stück quasi im Vorbeifahren in Leonberg abwerfen.“ Jackpot! Ich sagte sofort zu. Der Deal stand. Was ich in meiner Euphorie allerdings komplett verdrängt hatte: Mein Kalender war nicht leer. Ganz im Gegenteil. Meine Freundin und ich hatten für genau diesen Samstag schon lange etwas „Schönes“ geplant. Und wie das so ist im Leben eines HiFi-Verrückten: Natürlich stand sie genau in dem Moment neben mir, als ich den Deal klarmachte, und lauschte mit hochgezogener Augenbraue meinem Telefonat.

Das Ende vom Lied? Der Accuphase C-17 war plötzlich kein Schnäppchen mehr. Um den Haussegen wieder geradezurücken, kostete mich die Aktion ein verdammt exklusives Abendessen und einiges an Nerven. Das ist der sogenannte „WAF-Ausgleich“ (Woman Acceptance Factor Tax). Aber es kam noch besser (oder schlimmer, je nach Perspektive): Nachdem ich meine bessere Hälfte endlich besänftigt hatte, rief der Verkäufer erneut an. Planänderung! Er müsse schon am Freitag kommen. Der Grund? Seine eigene Frau hatte Veto gegen den ursprünglichen Reiseplan eingelegt.

Fazit: Der arme Kerl musste sein Hotel umbuchen und einen Tag früher losfahren, ich musste meine Freundin bestechen. Frauen und HiFi… dafür lieben wir sie doch, oder? Es zeigt nur: Wir Männer leiden für unser Hobby – emotional und finanziell!

Der Star des Abends: Accuphase C-17 – Technik ohne Kompromisse

Aber kommen wir zum Wesentlichen. Als das Ding dann endlich auf meinem Tisch stand, war aller Stress vergessen. Der C-17 ist nicht irgendein Kästchen. Er stammt aus einer Ära (Mitte der 80er), in der Materialschlacht noch zum guten Ton gehörte. Er wurde entwickelt, um die zarten Signale hochwertiger MC-Tonabnehmer so rein und unverfälscht wie möglich an den Vorverstärker weiterzureichen.

Was steckt unter der Haube? Accuphase hat hier keine Gefangenen gemacht. Technisch ist das Gerät ein absoluter Leckerbissen:

  • Kaskaden-Push-Pull-Schaltung: Alle Verstärkungsstufen arbeiten nach diesem Prinzip. Das Ergebnis ist eine Linearität, die sich gewaschen hat – von den tiefsten Bässen bis in die höchsten Höhen.
  • Kein Feedback-Stress: Innerhalb der Elemente gibt es so gut wie keine Rückkopplung (Feedback), was das Rauschen extrem drückt.
  • Panzerschrank-Bauweise: Die Schaltungen für den linken und rechten Kanal sitzen in komplett getrennten Aluminiumgehäusen. Das ist echtes Dual-Mono. Hier haben Induktionsrauschen oder Vibrationen keine Chance, das Signal zu vermatschen.
  • Besonders clever: Um Rauschen aus dem DC-Servoschaltkreis zu eliminieren, erfolgt die Rückkopplung nicht direkt auf die negative Seite, sondern zur Basis der Konstantstromquelle. Das bedeutet für eure Ohren: Totale Stille im Hintergrund.

Stromversorgung und Flexibilität für Feinschmecker

Auch beim Saft macht Accuphase keine halben Sachen. Der Netzteilabschnitt ist strikt Mono ausgelegt – mit dedizierten Transformatoren für links und rechts. Wer MC-Systeme nutzt, weiß: Die Impedanz muss passen, sonst klingt es flach oder spitz. Der C-17 bietet hier volle Flexibilität. Die Eingangsimpedanz lässt sich vorne umschalten (10 Ω, 30 Ω, 100 Ω).

Technische Daten: Accuphase C-17 im Detail

Merkmal Spezifikation
Typ MC Head Amplifier
Verstärkung (Gain) 0 dB (MM), +26 dB, +32 dB
Frequenzgang 0 Hz – 20 kHz (+0 / −0,2 dB)
Eingangsimpedanz 10 Ω / 30 Ω / 100 Ω (umschaltbar)
Klirrfaktor (THD) 0,005 % (20 Hz – 20 kHz)
Gewicht 8,1 kg (Massives Goldstück)
Abmessungen 194 × 142 × 371 mm (B × H × T)

Das mackern.de Fazit: Ein Traum in Gold

Ganz ehrlich? Für mich ist der Accuphase C-17 auch heute noch einer der besten MC-Verstärker, die man für Geld kaufen kann. Er fügt nichts hinzu und nimmt nichts weg. Er hat diese typische Accuphase-Souveränität: Kraftvoll, aber seidig. Analytisch, aber nie nervig. War es das teure Essen mit der Freundin wert? Jederzeit wieder!

In diesem Sinne…

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