Mark Levinson No. 390S

Mark Levinson No. 390S

Ist der Mark Levinson 390S noch ein Geheimtipp? DAC & CD-Klangcheck!

Wenn der Name Mark Levinson fällt, wird es in audiophilen Kreisen meistens still. Ehrfürchtig still. Wir reden hier nicht über irgendeine HiFi-Bude, sondern über den Olymp des amerikanischen High-End-Audios. Die Geschichte dieser Marke ist eng verknüpft mit technischer Obsession, dem Streben nach Perfektion und – wie so oft in dieser Branche – einer wechselvollen Geschichte voller Höhen und Tiefen.

Doch heute wollen wir klären: Ist der legendäre No. 390S heute noch relevant? Ist er „nur“ ein alter CD-Player oder vielleicht die ultimative Schaltzentrale für digitale Nostalgiker und Streaming-Fans zugleich?


Gründung und der Mythos Mark Levinson

Alles begann 1972 mit einem Mann, der Musiker war. Als Jazz-Bassist wusste Mark Levinson genau, wie ein Kontrabass zu klingen hat – und wie kläglich die meisten damaligen Anlagen daran scheiterten. Seine Mission: Das Live-Konzert muss nach Hause. Ohne Filter, ohne Vorhang.

Levinson predigte den puristischen Signalweg. Er baute Geräte, die nicht „klingen“, sondern die Musik einfach nur durchreichen. Ob die legendäre LNP-2 Vorstufe oder die ML-2 Mono-Monster – Mark Levinson setzte Maßstäbe, die teilweise bis heute als Goldstandard gelten.


Der Protagonist: Mark Levinson No. 390S

Kommen wir zum Eingemachten. Der Mark Levinson No. 390S ist ein technisches Statement. Er war die Weiterentwicklung des No. 39, wobei das „S“ für signifikante Upgrades steht. Wir reden hier von Platinen aus Arlon (Raumfahrttechnik!), was für noch mehr Detailauflösung sorgt.

Das Besondere: Er ist ein vollwertiger High-End-Vorverstärker für digitale Quellen. Man kann ihn direkt an die Endstufen klemmen – und genau das sollte man tun!


Technische Daten im Überblick

Kategorie Details
Konzept High-End CD-Player / DAC / Vorstufe
Wandler-Sektion Dual Differential 24-bit/192kHz (AD1853)
Upsampling Intelligent bis zu 384 kHz
Digitale Eingänge S/PDIF (RCA), Toslink (Optisch)
Analoge Ausgänge XLR (symmetrisch), RCA (variabel)
Gewicht 16,0 kg

Haptik & Klang: Ein Panzer im Smoking

Wenn man den 390S aus dem Karton wuchtet, weiß man, wofür man bezahlt hat: 16 Kilogramm massives Aluminium. Die Lade fährt mit einer Präzision aus, die ihresgleichen sucht. Das Display ist groß, rot und dimmbar – echtes Madrigal-Design.

Klanglich lässt der Levinson viele moderne „High-Res-Wunderkisten“ alt aussehen. Er zelebriert die Musik. Der Bass ist knochentrocken, die Auflösung phänomenal, aber nie nervig analytisch. Besonders spannend: Nutzt man den digitalen Eingang für einen modernen Streamer, veredelt der 390S das Signal als erstklassiger DAC. Das macht ihn absolut zukunftssicher!


Fazit

Der Mark Levinson No. 390S ist ein audiophiles Schwergewicht, das den Test der Zeit bestanden hat. Er ist CD-Player, DAC und Vorstufe in einem. Ein echter Klassiker für alle, die verstehen, dass „Vintage-Digital“ oft musikalischer klingt als der neueste Chip-Hype aus China. Wer einen gut erhaltenen findet: Zuschlagen!


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