Machen wir uns nichts vor: Im Pro-Audio-Bereich sind FIR-Filter schon lange keine Seltenheit mehr. Sie sind der absolute Standard, um große Beschallungssysteme auf Spur zu bringen, Phasen zu linearisieren und riesige Arrays akustisch in den Griff zu kriegen. Erst vor einigen Jahren hat dieses mächtige, rechenintensive Werkzeug endlich auch Einzug in die High-End-Szene gehalten.
Magico baut Lautsprecher, die das absolute Limit des passiven Lautsprecherbaus markieren. Massive Gehäusekonstruktionen aus Flugzeugaluminium, resonanzfreie Kammern, extrem steife Graphene-/Nano-Tec-Treiber und Beryllium- bzw. Diamant-Hochtöner mit verschwindend geringem Klirr. Wer einen Magico-Lautsprecher auf der Messbank analysiert, sieht sofort das Ziel der Entwickler: einen linealgeraden Frequenzgang auf Achse und ein mustergültig stetiges Abstrahlverhalten (Directivity).
Viele von euch verfolgen nun schon seit einer ganzen Weile die Erstellung meines Mackern Physics Lab (MPL). Die ursprüngliche Idee für diesen Beitrag auf mackern.de war eigentlich simpel: Ich wollte ein Werkzeug schaffen, um Räume virtuell zu simulieren. Das Ziel war es festzustellen, wo man Diffusoren und Absorber am intelligentesten platziert, damit die Raumakustik am Ende ein wirklich tolles Ergebnis liefert.
Ihr seid wie Süchtige(wie ich). Ihr rennt dem perfekten Klang hinterher, wedelt mit Kreditkarten, kauft Verstärker, die so schwer sind wie ein Kleinwagen, und Streamer, die mehr kosten als meine gesamte Wohnungseinrichtung. Und bei Kabeln? Da wird ernsthaft diskutiert, ob das Kupfer bei Vollmond von Elfen geflochten wurde oder ob die Laufrichtung der Elektronen den Schmelz in der Frauenstimme beeinflusst. Ihr gebt Unmengen an Kohle aus, um in euren „heiligen Hallen“ die Musik so zu hören, wie sie noch nie jemand gehört hat. Das Ziel: Das absolute Audio-Nirvana.
Es gibt diese Alben, die man jahrelang im Regal stehen hat, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Manchmal landen sie dort durch Zufall, manchmal als Beifang auf dem Flohmarkt. Genau so kam die CD „Jacques Loussier Plays Bach“ (erschienen beim Label Telarc) in meinen Besitz. Sie lag für schmales Geld zwischen anderen Scheiben, die ich eigentlich suchte.
Habe das Album erst kürzlich auf Apple Music entdeckt und dachte an einem schönen Alltag-Abend – mit einer kalten Dose Spezi Zero in der Hand – ich teste meine neuen Lautsprecher, die Dynaudio Confidence 5. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Album, das mich sofort einfängt. Etwas, das mit den ersten Takten direkt andockt.
Von den Kinoleinwänden in die audiophilen Wohnzimmer: Dolby Atmos hat längst die Schwelle zur Musikproduktion überschritten und sorgt inzwischen auch im High-End-Bereich für Diskussionen. Was anfangs nach Marketing-Buzz klang, hat sich in einigen Studios zu einem ernstzunehmenden Werkzeug für räumliche Klanggestaltung entwickelt. Doch wie viel Substanz steckt hinter der objektbasierten Immersion – und welche Labels treiben das Thema ernsthaft voran?
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