Es ist der Dauerbrenner in den Foren, WhatsApp Gruppe und anderen Plattformen, die Frage, die fast jeden irgendwann beschäftigt, der sein Setup optimieren will: „Mein Verstärker ist bis 2 Ohm stabil, meine Lautsprecher haben aber 4 Ohm. Verschenke ich da Leistung? Oder mache ich sogar was kaputt?“ Zeit, mal ein paar Mythen aus der Welt zu schaffen und Tacheles zu reden. Denn die Antwort ist nicht nur ein simples „Ja, das geht“, sondern ein tiefes Verständnis dafür, wie ihr euren Klang massiv verbessern könnt, indem ihr nicht ans Limit geht.
Wenn man den Hochglanz-Magazinen glaubt, klingt XLR automatisch „bühnenhafter“ und Cinch ist was für den Spielzeugladen. Bullshit. So einfach ist das nicht. Wer einfach nur Adapter an seine Kisten flanscht und auf den Audio-Nirvana-Bus wartet, steht oft an der falschen Haltestelle. Wir schauen uns heute mal an, was physikalisch wirklich passiert – ohne Geschwurbel, dafür mit Tacheles
manchmal steht man vor seiner Anlage, betrachtet die Rückseite der geliebten Boliden und kratzt sich am Kopf. Da hat man nun in „teures“ Equipment investiert – bei mir stehen hier keine Spielzeuge, sondern echte Kaliber – und stolpert am Ende doch über die klassische Gretchenfrage der digitalen Welt: Wie kommt die Null und die Eins eigentlich am besten und verlustfreiesten von A nach B?
Früher war es Lärm, aber ab einer gewissen Qualitätsstufe im Rack verstand ich plötzlich, was da eigentlich passiert. Es zeichnete sich ein glasklares Bild an Informationen: Was spielt sich vor mir ab? Was passiert neben mir? Was sogar über mir? Wenn die Anlage diese Räumlichkeit und Dynamik darstellen kann, holt dich der Sound sofort ab.
Alles begann mit der Lust am Testen. An einem Abend entschied ich mich spontan, meinen Jeff Rowland Continuum 250 aus dem Schlafzimmer zu verbannen und ihn durch ein ganz anderes Kaliber zu ersetzen: den großen, schweren Mark Levinson No. 585 Vollverstärker. Als Zuspieler diente der BlueSound Node 2i Streamer, direkt angekoppelt an den internen Wandler des Mark Levinson.
Aber ein letzter, ernster Appell an euch: Tut mir und vor allem den Künstlern einen Gefallen. Verschwendet diese Aufnahme nicht nebenbei auf einem Bluetooth-Mono-Speaker in der Küche oder mit den 5-Euro-Kopfhörern, die beim Handy dabei waren. Dieses Album lebt vom Raum, vom feinen Ausklingen der Saiten, vom leisen Atmen direkt vor der Membran. Wer hier am Equipment spart, hört vielleicht die Melodie, aber er beraubt sich selbst der Magie

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