Früher war es Lärm, aber ab einer gewissen Qualitätsstufe im Rack verstand ich plötzlich, was da eigentlich passiert. Es zeichnete sich ein glasklares Bild an Informationen: Was spielt sich vor mir ab? Was passiert neben mir? Was sogar über mir? Wenn die Anlage diese Räumlichkeit und Dynamik darstellen kann, holt dich der Sound sofort ab.
Alles begann mit der Lust am Testen. An einem Abend entschied ich mich spontan, meinen Jeff Rowland Continuum 250 aus dem Schlafzimmer zu verbannen und ihn durch ein ganz anderes Kaliber zu ersetzen: den großen, schweren Mark Levinson No. 585 Vollverstärker. Als Zuspieler diente der BlueSound Node 2i Streamer, direkt angekoppelt an den internen Wandler des Mark Levinson.
Aber ein letzter, ernster Appell an euch: Tut mir und vor allem den Künstlern einen Gefallen. Verschwendet diese Aufnahme nicht nebenbei auf einem Bluetooth-Mono-Speaker in der Küche oder mit den 5-Euro-Kopfhörern, die beim Handy dabei waren. Dieses Album lebt vom Raum, vom feinen Ausklingen der Saiten, vom leisen Atmen direkt vor der Membran. Wer hier am Equipment spart, hört vielleicht die Melodie, aber er beraubt sich selbst der Magie
Ihr wisst es: Wenn bei mir eine neue Scheibe mit dem berühmten, glasklaren ECM-Logo (ja, das aus Koblenz!) auf dem Plattenteller landet, dann bin ich sofort angefixt. In erster Linie natürlich, weil die Aufnahmen schlichtweg atemberaubend sind.
Ein Album, dessen Titel Programm ist: „I’m Not Sorry, I Was Just Being Me“. Eine selbstbewusste, fast schon trotzige Ansage des britischen Duos King Hannah, die mit ihrem Debüt von 2022 eine düstere, hypnotische Sogwirkung entfalten, die den Hörer gnadenlos in ihren Bann zieht. Und zwar ganz egal, wie miserabel die Wiedergabegeräte gerade sein mögen.
Wenn man den Namen John Martyn (Iain David McGeachy) in den Mund nimmt, spricht man nicht einfach nur von einem Musiker. Man spricht von einem Maverick, einem kompromisslosen Grenzgänger, dessen Vita selbst für einen Rock’n’Roll-Barden der alten Schule bemerkenswert kurvenreich war. Sein Werk ist eine Blaupause dafür, wie man Genregrenzen nicht nur ignoriert, sondern sie elegant zu einem neuen Ganzen verschmelzen lässt.
Mélanie De Biasio wurde am 12. Juli 1978 in Charleroi (Belgien) geboren, als Tochter einer Belgierin und eines Italieners. Ihre musikalische Reise begann früh: Mit drei Jahren tanzte sie Ballett, mit acht Jahren begann sie Flöte zu spielen. Als Jugendliche ließ sie sich von Bands wie Nirvana, Portishead, Pink Floyd und Jethro Tull inspirieren
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