Yamaha MX 1000

Yamaha MX 1000

Yamaha MX1000 Endstufe Erfahrungsbericht / Test:

über die Qualität der dicken Yamaha Geräte brauchen wir nicht zu streiten, die ist unbestritten. Ein Streitpunkt wäre der Erlös eine MX 1000 Endstufe im Hifi- Gebrauchtmarkt. Ich persönlich kann es nicht nachvollziehen, warum die 1000er mehr Interessenten auf sich zieht wie eine M85. Die Letztere ist für mich die qualitativere Endstufe. Sie hat Class A bringt auch deutlich mehr auf die Waage. Was also macht eine MX1000 so besonders? Das Aussehen kann es nicht sein. Denn die sieht genauso aus wie alle anderen Endstufe aus der selben Zeit auch innerhalb der eigenen Marke. Ist es etwa die Leistung? Der Klang? Was genau?

Entschuldigt meine Fragerei oder ich verstehe es wirklich nicht. Vor Allen dann nicht, wenn die MX1000 Abnehmer findet die bereit sind 1000 Euro und aufwärts dafür zu bezahlen. Die dicke M85 ist gerade mal die Hälfte Wert und für mich definitiv die bessere Endstufe.

Vor einiger Zeit konnte ich einen Freund besuchen der genau die MX1000 hatte. Die Yamaha “High End” Endstufe befeuerte ein Paar Infinity Kappa 9A. Klanglich konnte ich keine Schwachstellen entdecken. Sehr druckvoll und kräftig aufspielender Zeitgenosse. Allerdings ab 12 Uhr am Regler ging die Yamaha in Clipping und schaffte die Kappa nicht. Aber warum nur? Der Yamaha wird doch eine Laststabilität zugesprochen? So oder so ähnlich kann man das jedenfalls in diversen Foren nachlesen und aufgrund dessen meinen, man kriegt hier einen Überhammer AMP. Der besagte Freund wollte mich dennoch von der Yammi Endstufe überzeugen aber die Luft wurde immer dünner. Zumal ich meine Restel Tensor aus dem Kofferraum holte um der MX den den Kampf anzusagen. Erschlagen von der Erscheinung der Tensor brachte mein Freund zusammengehakte Töne aus seinem Mund welche ich schwer entziffern konnte: ” Ja aber, die zwei sind doch gar nicht miteinander zu vergleichen. Die Tensor kostet doch doppelt so viel?!”. Doch, doch! Man die beiden sehr wohl miteinander vergleichen. Die spielen im Gebrauchtmarkt preislich in der selben Liga. Manchmal ist die Tensor einige hunderte von Euros sogar günstiger zu haben. Komisch? Ja finde ich auch!

Nun schlossen wir die Restek Endstufe an seine Kappas und drehten langsam aber sicher am Volumenregler Richtung 14 Uhr. Meine lieben Leser?!? Das war so eine Urgewalt! Alles in seinem Hörraum schepperte und vibrierte hin und her. Man hatte fast den Eindruck, dass jeden Moment das Haus in sich einstürzt bis seine Frau ins Zimmer kam und uns beiden eine dicke Strafe androhte wenn wir uns sofort nicht wie erwachsene Männer benehmen. Und wie die Meisten von euch Wissen, sitzt die Frau, wenn man den Verheiratet ist, auf dem längeren Hebel. Aber bevor wir leiser drehten war von Clipping und Konsorten nichts aber auch rein gar nichts wahrzunehmen. Nach diesem Adrenalinstoß war mein Freund der selben Meinung wie ich: so muss eine Endstufe sei und nicht anders! Fairerweise muss ich zugeben, dass die Tensor zwar nicht in Clipping ging aber dafür die Beleuchtung der VUs anfingen zu flackern. Das war`s dann aber auch schon.

So viel zur Erfahrung zwischen der “High End” MX 1000 zur einem echten High End Gerät aus dem Hause Restek. Natürlich möchte ich die Yamaha nicht unnötig runter Reden/Schreiben. Sie mag ja gut sein aber weder optisch noch technisch (gemässen am Gebrauchtpreis) einfach nichts besonders ist und kaum mit anderen Poweramps aus der selben Preisklasse  mithalten kann. Wobei die Leistungsdaten auf Papier eigentlich vielversprechend sind…..

Dennoch bleibe ich bei meiner Feststellung. Für mich ist das eine Endstufe welches einen maximalen Gebrauchtpreiswert von  450 Euro haben sollte. Also in der selben Preisklasse wie eine M85. Wenn`s den so wäre, würde ich allerdings die M85 immer vorziehen. In diesem Sinne…….