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Philips N4520

Philips N4520 Studio Bandmaschine Erfahrungsbericht / Test:

Man kann über den heutigen Einsatz der Bandmaschinen sicherlich streiten den die Frage stellt sich auch für mich; “brauche ich das wirklich?”. Ich meine damit, wie damals, hinsetzten und die Lieblingstracks aufnehmen damit man später stundenlang Musik geniessen kann. Wenn ich ehrlich sein soll, mache ich das eigentlich nur noch aus Testzwecken. Mittlerweile empfinde ich das als Arbeit. Irgendwann, wird man eben vom modernen eingeholt!

Diese Einstellung betrifft sicherlich aber einige Studios überhaupt nicht. Viele Studios setzen verstärkt auf die alte analoge Technik zumal der Klang immer noch eine herausragende Sache ist. Auch wenn`s im Moment für mich mühselig ist, kann man jeden CD Player in den Container kicken  wenn man Bandmaterial hat, dass von einer EMT Fräse kommt. Das ist schon eine Wucht und ich wünsche es jedem das er mal in diesen Genuss kommt.

Nun leider, auch wenn es mit schwer fällt die folgenden Texte zu schreiben, fristen die Spulengeräte nur noch aus optischen Gründen bei mir. Ab und an, spielen meine Kinder und ich ein Bisschen Sänger Star und schnappen uns ein Micro und ab geht die Post.

Vor einigen Wochen waren wir bei einer Freundin meiner Frau zum Essen eingeladen. Als wir dann im Wohnzimmer waren, grinste mich eine Philips N4520 an! Und wie sollte es auch anders sein? Das Gerät stand wirklich auch nur aus optischen Gründen im Wohnzimmer der Frau. Und das ist absolut keine Seltenheit, den Retro hat auch unsere Hypster Jugend eingeholt. Alles was Retro ist, ist cool. Wie auch immer. Die Freundin wollte die Maschine mir natürlich nicht überlassen aber ich durfte damit etwas herumspielen.

Man könnte fast behaupten, dass dieser N4520 eines der besten Philips Bandmaschinen ist das je gebaut wurde. Eine absolut perfekte Qualität, in allem. Es bremst wie ein Ferrari, starten eben so wie einer und und und….. Die Vorsteile sind zudem noch, dass man bei Bedarf auch dicke mehrspuren Bänder nutzen kann, ideal für Studios. Das Aussehen ist sehr an Japans Geräte angelehnt finde ich, so AKAI mässig. Dennoch finde ich es schön aber leider ist die Maschine etwas zu groß geraten. Denn das wirkliche Sahnehäubchen solcher Maschinen sind eben die großen Spulen und die kommen meiner Meinung nach nicht so in Geltung wie bei einem Japaner oder Revox. Eine begehrte Bandmaschine bleibt es trozdem, die N4520 und dementsprechend werden auch gute Erlöse dafür bezahlt. In diesem Sinne…

Technische Daten:

  • Hersteller: Philips
  • Modell: N4520
  • Baujahre: ca. 1981
  • Farbe: front alu/silber, Gehäuse anthrazit
  • Fernbedienung: ja, Din 5 polig
  • Leistungsaufnahme: 75 W
  • Abmessungen:ca. 530 x 527 x 230mm
  • Gewicht: 25Kg
  • Neupreis ca.: 3000DM
  • Kopfhörer-Ausgang front, stereo 6,3mm Klinke, 8 – 2000 Ohm, 40mW bei 600 Ohm
  • Montior-Ausgang
  • Line-Ausgang Cinch und Din 5 polig
  • Anzahl der Eingänge: 3
  • Line-Eingang Chinch und Din 5 polig
  • Mikrofon-Eingang: front, links, 6,3mm Klinke, 50 – 2000 Ohm
  • Mikrofon-Eingang: front, rechts, 6,3mm Klinke, 50 – 2000 Ohm
  • max. Spulendurchmesser: 26,5 cm
  • Köpfe: 3
  • Spuren: 4
  • Bandgeschwindigkeiten: 9,5 cm/s, 19 cm/s , 38cm/s
  • Schlupf: < 0,1% / < 0,08% / <0,05%, Din bewertet
  • Gesamtfrequenzgang: 30 – 16 000, 20 000, 26 000Hz
  • Klirrfaktor: < 1%
  • Übersprechdämpfung: > 30dB
  • Löschdämpfung: > 65dB
  • Vormagnetisierungs- und Löschfrequenz: 125khz +/- 10%