Sansui G 8000

Sansui G 8000

Sansui G 8000 Vintage Receiver Erfahrungsbericht / Testbericht: Ein Monster-Receiver mit faszinierender Aura

Eindruck des Sansui G 8000

Einer der schönsten Monster-Receiver, die ich kenne, und er übt eine absolute Faszination auf mich aus. Tatsächlich finde ich die G-Serie erst ab dem 8000er Modell richtig interessant. Die Leistung passt hervorragend zur imposanten Optik, und es macht einen Riesenspaß, die Schalter, Regler und Knöpfe zu bedienen. Die Front ist übersichtlich gestaltet und die Bedienelemente sind gut erreichbar.

Allerdings ist die Wahl der Schrift für die Beschriftungen meiner Meinung nach unglücklich; ich verstehe nicht, warum man hier nicht konsequenter gestaltet hat. Ebenso bleibt mir unverständlich, warum Sansui das Gehäuse des Receivers mit Folie anstelle eines hochwertigen Furniers versehen hat. Natürlich wollte man damit möglicherweise einen gewissen Abstand zum G 9000 wahren, aber der G 8000 hätte diese Veredelung ebenso verdient.

Monster-Status und Strategie

Er ist ein wahres Prachtstück und verdient den Status eines „Monster-Receivers“ genauso wie sein größerer Bruder. Die Geschichte zeigt jedoch, dass einige strategische Fehlentscheidungen von Sansui, die aus einer Art von Sparsamkeit resultierten, letztendlich den großen Namen ruiniert haben. Was auch immer die genauen Gründe hierfür waren, bleibt uns leider verborgen.

In diversen Foren äußern sich Meinungen, dass der Sansui 9090DB sowohl empfangstechnisch als auch klanglich dem G 8000 überlegen sein soll. Dem Ersteren würde ich ebenfalls zustimmen, denn die 9090DB empfängt besser und hat auch klanglich die Nase vorn. Der 9090DB geht einfach neutraler ans Werk und vergisst dabei nicht die Kraftentfaltung. Das Klangbild des 8000ers ist hingegen extrem kräftig und bringt die Membranen der Bässe schon ab 09 Uhr zum Schwingen.

Klangliche Performance im Test

Unglaublich! Leider stellt sich das gelegentlich als störend heraus. Wenn der G 8000 schon so laut kann, wie laut müssen dann erst die größeren Modelle G 22000 und G 33000 sein? Ich habe den Sansui an verschiedenen Lautsprechern getestet: JBL, Infinity, Pioneer und Klipsch Heresy. Die Kombination mit Klipsch gefiel mir überhaupt nicht. Obwohl die Klipsch sehr spielfreudig ist, empfinde ich sie doch als zu schrill und stressig in Verbindung mit dem lauten G 8000. Mit den anderen Lautsprechern war es hingegen eine Wonne! Der Klang war äußerst fundamental und super kräftig! Anders war es mit der Yamaha NS 1000 – Wahnsinn!

Fazit: Ein Sammlerstück für Kenner

Verarbeitungstechnisch hat der 9090DB die Nase vorn, dennoch fesselt die Erscheinung des 8000ers mehr und zieht alle Blicke auf sich. Für mich bleibt es einer der schönsten Receiver aller Zeiten. Er gehört in jede Sansui-Sammlung. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich den 9090DB wählen. Wenn man die Platzverhältnisse hat, könnte man selbstverständlich beide Geräte anschaffen. In diesem Sinne…


Gesamttabelle – Sansui G-8000

Kategorie Merkmal Daten / Beschreibung
Leistung (8 Ohm) Dauerleistung (Stereo) 2 x 120 Watt (RMS)
Audio-Werte Frequenzgang / THD 5 Hz – 50 kHz / 0,03%
Empfang Tuning Range UKW (FM), MW
Signalrauschabstand SNR 95 dB (Line), 78 dB (Phono MM)
Kontrolle Dämpfungsfaktor 60 (an 8 Ohm)
Anschlüsse Eingänge / Ausgänge Phono, Mic, DIN, Line, Pre-Out
Maße Gewicht / Größe 24,6 kg / 56,0 x 20,1 x 47,5 cm (BxHxT)
Optik Finish Simulated Walnut Grain (Nussbaum-Folie)

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