Vincent SP 20

Vincent SP 20

Vincent SP-20 Endstufe Test / Erfahrungsbericht:

Persönliche Einleitung und Hintergrund

Zu Beginn ein wichtiger Hinweis: Das hier gezeigte Bild stammt von Vincent selbst. Da ich die Vincent SP-20 nicht persönlich besitze, kann ich keine fundierte Einschätzung zur klanglichen Performance im direkten Testbetrieb geben. Dennoch möchte ich meinen Eindruck zum Design teilen und ein paar persönliche Gedanken zur Marke Vincent loswerden, die mich schon lange begleitet.

Meine Verbindung zu Vincent startete 1999. Damals kaufte ich den Vincent SV-233 für 1.500 DM. Das war die Zeit der 56k-Modems und Suchanfragen in der Zeitung Sperrmüll (heute Quoka). Eigentlich suchte ich einen T+A PA 1500, doch ein Anrufer überzeugte mich vom SV-233. Ich bestellte per Nachnahme und wurde nicht enttäuscht. Bis heute habe ich die Vermutung, dass damals vielleicht sogar der Vincent-Vertrieb selbst am Telefon war – eine schöne Anekdote aus den Kinderschuhen des modernen HiFi-Handels.

Die Faszination Vincent

Vincent begeistert mich bis heute. Der SV-233 war ein herausragender Verstärker, und ich könnte mir gut vorstellen, heute wieder auf dieses Modell in Kombination mit einem Paar Gauder Vescova MK II Black Edition zurückzugreifen. Das würde mir völlig reichen.

Die Vincent SP-20 Endstufe spricht mich optisch extrem an. Besonders die VU-Meter, die sich farblich anpassen lassen, sind ein echtes Highlight. Im Video sieht man beispielsweise, wie der Besitzer die VUs in Blau aktiviert hat, passend zur restlichen Beleuchtung. Das Design ist elegant und zeitlos – ein optisches Schmuckstück für jedes HiFi-Rack.

Die Technik hinter der Vincent SP-20

Die SP-20 ist eine klassische Hybrid-Endstufe. Vincent kombiniert hier das Beste aus zwei Welten: Die Röhrentechnologie im Vorstufenbereich sorgt für die typische musikalische Wärme und Detailtreue, während die Transistor-Endstufe für die nötige Kraft, Kontrolle und Stabilität sorgt. Mit zwei 6N16-Röhren im Signalweg und einer massiven Ausgangsleistung ist sie auch für leistungshungrige Lautsprecher bestens gerüstet.

Technische Daten:

Kategorie Spezifikation
Leistung (8 Ohm) 2 x 200 Watt RMS
Leistung (4 Ohm) 2 x 400 Watt RMS
Verstärkertyp Hybrid (Röhre & Transistor)
Röhrenbestückung 2 x 6N16
Frequenzgang 10 Hz – 50 kHz
Signal-Rausch-Abstand > 90 dB
Eingänge 1x RCA (Cinch), 1x XLR (symmetrisch)
Gewicht & Maße ca. 20 kg | 430 x 140 x 420 mm

Design und Klangphilosophie

Vincent-typisch ist die SP-20 massiv aufgebaut. Das Aluminium-Gehäuse (erhältlich in Schwarz oder Silber) sieht nicht nur edel aus, sondern dient auch der effektiven Wärmeableitung der Transistor-Endstufen. Die Hybridbauweise zielt darauf ab, die Präzision und Bassgewalt von Transistoren mit dem „Schmelz“ und der Räumlichkeit von Röhren zu vereinen. Für audiophile Hörer, die eine Endstufe suchen, die sowohl zupacken kann als auch klanglich ausgewogen bleibt, ist die SP-20 eine spannende Wahl.

Fazit

Obwohl ich die Vincent SP-20 nicht im Hörtest hatte, spricht allein das technische Konzept und die optische Präsenz für sich. Vincent bleibt eine Marke für Genießer, die solide deutsche Entwicklung (Sitz in Iffezheim) mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Ein optisches Highlight ist sie allemal.

In diesem Sinne…

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