Teac Z 7000

Teac Z 7000

TEAC Z-7000: Der Endgegner aus dem Hause Teac – Ein haptisches und technisches Monster

Wenn man im High-End-Bereich der Kassettendecks fischt, landet man unweigerlich bei den „Big Three“: Nakamichi 1000ZXL, Revox B215 und eben dem TEAC Z-7000. Aber während andere wie elegante Altäre wirken, ist der Z-7000 eher der Typ „unzerstörbarer Panzerkreuzer“. Wer dieses Gerät einmal unter den Fingern hatte, weiß: Hier wurde nicht gespart, hier wurde geklotzt. Es ist kein gewöhnliches Deck – es ist eine Ansage an die gesamte Branche der 80er Jahre.

Die Leidensgeschichte: Ein finanzielles Desaster

Alles begann vor acht Monaten, als mir ein defekter Z-7000 angeboten wurde. In meiner typischen Mackern-Naivität dachte ich: „Ein bisschen Liebe, ein kompetenter Techniker, und der Brocken spielt wieder.“ Weit gefehlt. Die motorisierte Kassetten-Schublade streikte. Die Diagnose beim Profi schlug ein wie eine Faust: 1.200 Euro für die Instandsetzung! Fast alle Potentiometer waren am Ende, Ersatzteile existieren nicht mehr. Er musste sich Spezialwerkzeuge anfertigen, um die Potis chirurgisch zu restaurieren. Nach einer langen Wartezeit und einem geheimen Tauschgeschäft ist er nun endlich da. Und was soll ich sagen? Er ist jeden Cent und jede Nervenzelle wert.

Design & Verarbeitung: Gebaut für die Ewigkeit

Der TEAC Z-7000 ist ein haptisches Festmahl. Das massive Metall-Chassis strahlt eine Professionalität aus, die man sonst nur aus den Abbey Road Studios kennt. Die Frontplatte aus gebürstetem Aluminium ist übersät mit Schaltern und Reglern, die mit einer Präzision einrasten, die heute kein moderner Verstärker mehr bietet. Besonders beeindruckend sind die großen VU-Meter und die majestätische, motorisierte Kassettenklappe, die so sanft gleitet, dass man sie am liebsten den ganzen Tag bedienen möchte. Das ist der massive „Safe-Charakter“, den nur Teac damals so perfektionieren konnte.

Klangqualität auf höchstem Niveau

Der Z-7000 war Teacs Versuch, den Thron zu besteigen. Klanglich liefert er eine Detailtreue, die fast schon beängstigend ist. Dank der dbx-Rauschunterdrückung erreicht er Dynamikwerte, die fast an CD-Qualität kratzen. Das massive Laufwerk aus Druckguss (Z-Mount-Technologie) sorgt für einen absolut ruhigen Bandlauf – Gleichlaufschwankungen sind hier ein Fremdwort.

Technische Daten:

Kategorie Spezifikation
Typ 3-Kopf High-End Kassettendeck
Frequenzgang 20 Hz – 22.000 Hz (Metallband)
Gleichlaufschwankungen 0,019 % (WRMS)
Rauschunterdrückung Dolby B/C, dbx
Features Pitch-Control, Auto Tape Selector, Bias-Feinabstimmung
Gewicht 16,4 kg (Massivbauweise)
Maße (BxHxT) 435 x 150 x 350 mm

Fazit: Ein Meisterwerk der Kassettentechnologie

Der TEAC Z-7000 ist zweifellos der Gipfel dessen, was bei Teac möglich war. Er ist komplex, zickig in der Wartung und im Unterhalt teurer als mancher Kleinwagen – aber wenn er läuft, ist er unschlagbar. Mit seiner überragenden Klangqualität und der beeindruckenden Verarbeitungsqualität übertrifft er selbst viele moderne High-End-Geräte. Ein echtes Sammlerstück für Audiophile, die das Besondere suchen.

Mackern-Check: 10/10

Referenzen:

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