Krell FPB 650M
Krell FPB 650 M Monoblock Endstufen Erfahrungsbericht / Test: Ein Naturgewalt aus purem Eisen
Rettung aus der „Mucke-Bude“
Nein, meine Freunde, diese Monoblöcke sind für Menschen, die eine Disco beschallen wollen, absolut NICHT geeignet. Natürlich wären diese Endstufen technisch dazu fähig, ein ganzes Stadion abzureißen, aber wer würde schon Perlen vor die Säue werfen? Genau einen solchen unwürdigen Einsatz hatten die hier besprochenen 650 M jedoch hinter sich. Ein mir bekannter Händler konnte die wunderbaren Geschosse aus einer zwielichtigen „Mucke-Bude“ retten und sie mir stolz vor die Nase stellen. Und was soll man da schon großartig sagen? Sie sind groß, sie sind schwer, sie sind gewaltig schön – eben eine reinrassige Krell-Verstärkung der alten Schule, wie sie Dan D’Agostino einst erdachte.
Grenzenlose Kraft und Stabilität
Natürlich sind solche massiven Trümmer auch für ebenso massive Lautsprecher gedacht. Sie sind die perfekte Wahl für jene Zeitgenossen, die Lautsprecher betreiben, deren Impedanz im Bassbereich gerne mal kurz vor dem Kurzschluss steht. In unserer modernen HiFi-Welt dürfte es faktisch keine Lautsprecher geben, welche die FPB 650 M auch nur annähernd ins Schwitzen bringen könnten. Die Stromlieferfähigkeit ist so brachial, dass selbst MacGyver seine helle Freude daran hätte. Ich stelle mir gerade bildlich vor, wie er die Krells nutzt, um sich durch einen Atomschutzbunker zu schweißen und ganz nebenbei die Menschheit rettet. Die thermische Stabilität und die schiere Gewalt, die diese Blöcke ausstrahlen, sind schlichtweg einschüchternd.
Das Klangerlebnis: Ein spiritueller Rausch
Angehört habe ich diese Monos an einem Paar Jamo Oriel, und zwar direkt angesteuert ohne zwischengeschaltete Vorstufe. Was dann passierte, war eine einzige Wonne. Die Ruhe, die Neutralität und die gleichzeitige Lebendigkeit, mit der die Musik in den Raum geworfen wurde, ist wirklich allererste Sahne. In solchen Momenten bleibt einem die Spucke weg und man fängt an, an allem zu zweifeln – selbst an der Tatsache, dass die Erde eine Kugel sein soll. Ja, meine Freunde, ich sehe diese Krells als eine Art Rauschmittel. Sie lassen einen träumen, man wird fast schon spirituell und möchte vor lauter Freude nur noch Liebe in der Welt verbreiten.
Zugegeben, ich übertreibe hier ein wenig, aber wer diese Endstufen einmal live erlebt hat, wird mich verstehen. Diese Verstärker sind nichts Geringeres als der heilige Gral der Endstufentechnik. Sie spielen mit einer Souveränität, die jede Diskussion über Basskontrolle oder Räumlichkeit im Keim erstickt. Es ist einfach alles da, in einer Fülle und Präzision, die sprachlos macht.
Fazit: Ein wahres Schnäppchen im Gebrauchtmarkt
Wer auf der Suche nach den perfekten Endstufen ist und bereit ist, das nötige Kleingeld (und ein stabiles Rack) zu investieren, kommt an diesen Boliden nicht vorbei. Sie sind jeden Cent wert und werden auf dem Gebrauchtmarkt nicht umsonst hoch gehandelt. Für viele wird dieser Traum zwar unerreichbar bleiben, doch wenn man sich anschaut, was man heute im Neusegment für vergleichbare Monoblöcke auf den Tisch legen muss, wirken die Gebrauchtpreise der 650 M fast schon wie ein reines Schnäppchen. Hier bekommt man Technik für die Ewigkeit.
Gesamttabelle – Krell FPB 650 M
| Kategorie | Merkmal | Daten / Beschreibung |
|---|---|---|
| Prinzip | Bauart | Mono-Endverstärker (Full Power Balanced) |
| Leistung | Ausgangsleistung (RMS) | 650 W (8 Ohm) / 1300 W (4 Ohm) / 2600 W (2 Ohm) |
| Audio | Frequenzgang | 0,1 Hz – 240.000 Hz (+0 / -3 dB) |
| Audio | Klirrfaktor (THD) | 0,03 % (1 kHz) / 0,3 % (20 kHz) |
| Elektrik | Eingangsimpedanz / Gain | 100 kOhm / 26,4 dB |
| Strom | Leistungsaufnahme | 220 Watt (Leerlauf) / bis zu 6.000 Watt (Maximum) |
| Maße | Gewicht / Größe | ca. 63,5 kg (140 lbs) pro Stück / 323 x 259 x 650 mm |
| Design | Entwickler | Dan D’Agostino (Krell Industries) |