T+A PA 1530R
T+A PA 1530R High End Vollverstärker Erfahrungsbericht / Test: Deutsche Ingenieurskunst im Detailcheck
Ohne Zweifel gehört die Firma T+A Elektroakustik zu den erfolgreichsten deutschen High-End-Herstellern weltweit. Trotz der Treue zur eigenen Designlinie ist ihr Erfolg unübersehbar. Viele meiner Leser wissen vermutlich, dass mich der Vollverstärker T+A Pulsar PA 1000 damals absolut überzeugt hat. Der PA 1000 bleibt für mich der ultimative Vollverstärker, der mich nicht nur durch seine Klangqualität, sondern auch optisch mit den seitlich angebrachten massiven Kühlkörpern faszinierte.
Schon damals wurde dem Pulsar PA 1000 eine analytische Klangwiedergabe attestiert – genau diese Eigenschaft schätze ich besonders, vor allem, wenn es darum geht, alten Vintage-Lautsprechern neues Leben einzuhauchen.
Verarbeitung und Design: Evolution vs. Klassik
Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit, den T+A PA 1530R ausführlich zu hören. Wie nicht anders zu erwarten, ist die Verarbeitungsqualität auf einem sehr hohen Niveau – bei einem Einstiegspreis von 3000 Euro auch keine Überraschung. Allerdings habe ich die sichtbaren, seitlich angebrachten Kühlkörper des Vorgängers wirklich vermisst. Der Verstärker sieht dadurch zwar solide aus, aber im Vergleich zu einem PA 1000 fällt das Design doch etwas gewöhnlich aus.
Technisch hingegen ist das Innenleben vorbildlich gestaltet. Doch auch hier fällt auf: Der 1530R hat nur einen internen Kühlkörper, während der PA 1000 zwei besaß. Das muss klanglich nichts heißen, doch ich finde die alte Lösung technisch und ästhetisch einfach besser gelöst.
Klangliche Performance und Vergleiche
Klanglich ist der 1530R auf der Höhe der Zeit: sehr detailliert und dennoch angenehm. Allerdings fehlte mir im unteren Frequenzbereich etwas Druck bei meinen Dynaudio Contour 1.8 MK II. Hier konnte der alte PA 1000 definitiv kraftvoller abliefern, wenn auch nicht mit der gleichen Fülle an Details wie sein jüngerer Bruder. Die Loudness-Funktion ist hervorragend integriert; sie hebt den gesamten Frequenzbereich an, ohne den Bassbereich übermäßig zu betonen. Bei der Kombination mit meinen 1.8er Dynaudios konnte ich kaum darauf verzichten.
Stellt man dem T+A einen Marantz PM-15 (der UR-Bolide von 1994) gegenüber, wird schnell klar, wer der Chef im Ring ist – der Unterschied ist gravierend! Auch im Vergleich zu meinem Electrocompaniet EC2 konnte mich der Norweger im Stimmenbereich mehr fesseln, während der T+A im Bassbereich leicht die Nase vorn hatte.
Fazit: Ein tolles Gerät mit starker Konkurrenz
Der PA 1530R ist zweifellos ein toller Verstärker, der in seiner Preisklasse nahezu alles richtig macht. Für mich persönlich wäre er jedoch keine dauerhafte Alternative, da ich weiß, dass ich für das gleiche Geld oder sogar weniger dieselbe Qualität (PA 1000 / Electrocompaniet) bekommen kann oder mit einem Aufpreis direkt in die absolute Referenzklasse aufsteige. In diesem Sinne …
Gesamttabelle – T+A PA 1530R
| Kategorie | Merkmal | Daten / Beschreibung |
|---|---|---|
| Leistung (8 Ohm) | Nennleistung (RMS) | 2 x 170 Watt |
| Leistung (4 Ohm) | Nennleistung (RMS) | 2 x 280 Watt |
| Impulsleistung | an 8 / 4 Ohm | 185 Watt / 340 Watt |
| Audio-Präzision | Klirrfaktor / SNR | < 0,002 % / > 110 dB |
| Frequenzgang | Bereich (+0/-3 dB) | 1 Hz – 400.000 Hz |
| Kontrolle | Dämpfungsfaktor / Slew-Rate | > 500 / 60 V/µs |
| Netzteil | Siebung / Aufnahme | 80.000 µF / 650 VA |
| Maße | Gewicht / Größe | 17,5 kg / 44,0 x 15,0 x 39,0 cm (BxHxT) |