Nenad Vasilić ist ein außergewöhnlicher Kontrabassist, der die Musik des Balkans mit den Klangwelten des Jazz und modernerer Musikstile verbindet. Auf seinem Album The Art Of The Balkan Bass zeigt Vasilić nicht nur seine technische Virtuosität, sondern auch seine Fähigkeit, tief emotionale und kulturell reiche Musik zu kreieren. Das Album ist ein faszinierendes Zeugnis seiner eigenen künstlerischen Reise und eine Hommage an die Musik seiner Heimat, die er mit einer modernen jazzigen Perspektive interpretiert.
Das Album Musica Nuda, erstmals 2004 veröffentlicht, ist ein bemerkenswertes Werk, das durch die ungewöhnliche Kombination aus Gesang und Kontrabass beeindruckt. Petra Magoni und Ferruccio Spinetti haben mit diesem Projekt eine einzigartige musikalische Sprache entwickelt, die nicht nur Fans von Jazz und Singer-Songwriter-Musik anspricht, sondern auch Hörer, die nach Innovation und Emotionalität in der Musik suchen. Im Folgenden ein ausführlicher Bericht über die Künstler und die Veröffentlichungsgeschichte dieses besonderen Albums.
Charlie Haden war eine Ikone des Jazz und ein Virtuose, der den Kontrabass weit über seine traditionelle Rolle hinaus entwickelte. Seine Karriere begann in den 1950er Jahren, und er wurde durch seine Arbeit mit Ornette Coleman und dessen bahnbrechendem Free-Jazz-Quartett bekannt. Haden verstand es, eine besondere lyrische Qualität in seine Basslinien einzubringen, die den Hörer emotional unmittelbar berührte. Seine melodischen Linien und sein feines Gespür für Harmonie zeichnen auch auf diesem Album sein Spiel aus.
Hinter dem Pseudonym Hemlock Ernst verbirgt sich Samuel T. Herring, der vor allem als charismatischer Sänger der Synthpop-Band Future Islands bekannt ist. Mit seinem charakteristisch tiefen, gefühlvollen Gesang hat Herring in der Indie-Musikszene Kultstatus erlangt. Unter dem Namen Hemlock Ernst begibt er sich jedoch auf neues Terrain und präsentiert sich als wortgewandter MC. Seine Texte sind tiefgründig, oft autobiografisch und von poetischer Präzision geprägt. Sie reflektieren Themen wie Identität, Verlust, Selbstfindung und den alltäglichen Kampf des Menschseins.
Dino Saluzzi wurde 1935 in Campo Santo, einer kleinen Stadt in der argentinischen Provinz Salta, geboren. Er wuchs in einer musikalischen Familie auf, sein Vater war Trompeter und beeinflusste ihn früh. Bereits als Kind begann er, das Bandoneon zu spielen, ein Instrument, das traditionell mit dem Tango assoziiert wird. Doch Saluzzi ging über die traditionellen Grenzen des Tangos hinaus und entwickelte einen persönlichen Stil, der Folklore, Jazz, Kammermusik und freie Improvisation vereint.
Jakob Bro ist bekannt für seine stille, aber tiefgründige Gitarrenarbeit, die häufig von atmosphärischen und improvisierten Klängen geprägt ist. Auf Uma Elmo schafft er eine hypnotische, fast meditative Klanglandschaft. Seine Gitarre ist oft der ruhige Mittelpunkt des Albums, auf dem sich die anderen Instrumente entfalten können. Bro nutzt eine Vielzahl von Spieltechniken, von sanften Arpeggien bis hin zu zarten, fast fragilen Akkorden. Er geht es nie schnell an; stattdessen kreiert er eine langsame, fließende Dynamik, die dem Zuhörer Raum zur Reflexion lässt.
Die Musik auf En Attendant ist geprägt von der ausgeprägten Harmonie und den detailreichen Improvisationen des Trios. Wasilewski, Kurkiewicz und Miśkiewicz arbeiten als gleichwertige Partner, wobei jedes Instrument gleichermaßen zur Gesamtkomposition beiträgt. Die Interaktionen zwischen den Musikern sind feinsinnig und voller Nuancen, was besonders in den „In Motion“-Teilen deutlich wird, die als eine Art kontinuierliche musikalische Erzählung wirken.
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