Das neueste Werk des tunesischen Oud-Virtuosen und Komponisten Anouar Brahem, „After The Last Sky“, ist eine tief empfundene musikalische Elegie, deren emotionale Schwere weit über die Grenzen des Albums hinausreicht. Es ist keine Musik, die laut aufbegehrt, sondern eine, die mit stiller Intensität das Unaussprechliche bezeugt – eine zutiefst menschliche und trauernde Reflexion über Heimatverlust und existenzielle Unsicherheit.
Es gibt Alben, die man hört – und dann gibt es solche, die man erlebt. Seelie von CLANN gehört definitiv zur zweiten Kategorie. Eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2017, aber noch immer so zeitlos, dass sie in audiophilen Kreisen regelmäßig für Gänsehautmomente sorgt – vorausgesetzt, die heimische Anlage ist der Aufgabe gewachsen.
Wer sich im HiFi- oder High-End-Bereich regelmäßig bewegt, stolpert früher oder später über ein altbekanntes psychologisches Phänomen: den Dunning-Kruger-Effekt. Gemeint ist die Tendenz, dass Menschen mit wenig Fachwissen ihre Fähigkeiten maßlos überschätzen – einfach, weil sie zu wenig wissen, um zu erkennen, was ihnen fehlt.
Wie ihr wisst, beschäftige ich mich schon extrem lange mit HiFi und High End. Und ganz ehrlich: Stromversorgung, Netzkabel und Netzleisten waren für mich jahrelang ein abgehaktes Thema. Ich habe zwar immer wieder experimentiert, aber oft vergingen Stunden, bevor ich einen Unterschied herausgehört habe — und selbst dann war ich mir nie sicher, ob es nicht doch nur Einbildung war.
Wer sich mit gutem Klang beschäftigt, kennt das: Da steht die neue Anlage, die Komponenten spielen technisch absolut sauber, die Pegel stimmen, die Auflösung ist da — und trotzdem fehlt etwas. Die Musik will einfach nicht richtig zünden. Irgendwie fehlt dieser letzte Funke, dieses gewisse „Live-Gefühl“, das den Unterschied zwischen gut und großartig ausmacht.
Ich bin seit vielen Jahren im Bereich HiFi und High End unterwegs. Was als leidenschaftliches Streben nach bestmöglicher Musikwiedergabe beginnt, kann sich bei manchem Musikliebhaber zu einem schwer greifbaren Phänomen entwickeln, das in seinen Mechanismen durchaus Parallelen zu klassischen Suchtverläufen zeigt.
Mit der Super Audio CD (SACD) brachte Sony 1999 ein erstes echtes High-Resolution-Format auf den Markt. Seither stehen unter dem Begriff Hi-Res Audio zahlreiche Formate zur Verfügung – etwa FLAC 24/96, WAV 24/192 oder DSD–, die mit höheren Abtastraten und Bittiefen arbeiten und theoretisch eine deutlich feinere Klangauflösung bieten.
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