Marantz SA 15S2 Limited
Marantz SA-15S2 Limited SACD Erfahrungsbericht / Test: Der Star der Serie und die wahre Ehrenrettung
Meinen Stammlesern dürfte es nicht entgangen sein: In meinem Bericht zum passenden Verstärker Marantz PM-15S2 LE war ich wenig begeistert. Der Amp bot mir klanglich zu wenig „Bumms“ und Seele. Aber jetzt kommt die Kehrtwende: Vom SA-15S2 LE Player war und bin ich wirklich positiv überrascht. Manchmal ist es im HiFi-Zirkus so, dass in einer Kombi ein Gerät das andere mitschleppt – hier ist der Player definitiv der Star.
Ein unfairer Vergleich? Der „kleine“ Limited gegen die 25-Kilo-Panzer
Natürlich muss man die Kirche im Dorf lassen: Man kann hier nicht die absolute Souveränität eines SA-11, SA-12 oder gar des Über-Referenz-Players SA-10 erwarten, bei dem preislich ein ganzer Gebrauchtwagen dazwischenliegt. Aber was aus diesem „kleinen“ Limited-Player kommt, fand ich persönlich verdammt gut. Dabei musste er sich bei mir nicht gegen Plastikbomber wehren, sondern gegen Schwergewichte wie den Sony SCD-777ES und den Denon DCD SA1 behaupten.
In Sachen absoluter Autorität und Ruhe im Klangbild legen die 25-Kilo-Dickschiffe zwar noch eine Schippe drauf, aber in seiner Preisklasse lässt der Marantz viele Mitbewerber blass aussehen. Er ist ein herausragender SACD-Player, der sich zudem als exzellenter externer DAC nutzen lässt.
Spielfreude pur: Warum der Marantz dem Studiostandard den Rang abläuft
Besonders der interne DAC hat es mir angetan. Im Vergleich zu meinem Benchmark DAC 1 – einem Studiostandard für Neutralität – klang der Marantz tatsächlich spielfreudiger, musikalischer und einfach „schöner“. Wer mich kennt, weiß: Ich brauche eigentlich die harte Wahrheit der Neutralität. Aber für den reinen Musikgenuss am Abend mit einem Glas Rotwein? Da könnte ich mit dem SA-15S2 LE für immer glücklich werden. Er schmeichelt dem Ohr, ohne Details zu verschlucken.
Präzision in Schwarz: Technik-Deep-Dive und Materialschlacht
Die Limited Edition kommt oft in tiefem Schwarz daher, was den 13,5-kg-Boliden noch massiver wirken lässt. Marantz hat hier einen Panzer gebaut – wenn man gegen das Gehäuse klopft, klingt es absolut tot. Vibrationen haben hier keine Chance.
- Das Herzstück: Zwei Texas Instruments PCM1796 im Dual-Differential-Modus sorgen für eine Dynamik, die süchtig macht.
- Diskrete Kraft: Statt billiger Op-Amps nutzt Marantz die exklusiven HDAM-SA2 Module. Das Ergebnis ist ein Klang, der „analog“ wirkt, ohne digitale Präzision zu opfern.
- Das Laufwerk: Das legendäre Xyron-Laufwerk arbeitet stoisch, präzise und flüsterleise.
- Vielseitigkeit: Dank des optischen Digitaleingangs lässt sich der Player als hochwertiger Wandler für Streamer oder den TV nutzen.
Technische Daten im Überblick:
| Kategorie | Spezifikation |
|---|---|
| Disk-Formate | SACD, CD, CD-R/RW (Er frisst fast alles) |
| Wandler | 2x TI PCM1796 (Dual-Differential) |
| Frequenzgang (SACD) | 2 Hz – 50 kHz |
| Signal-Rausch-Abstand | > 110 dB (Absolute Stille) |
| Gewicht | 13,5 kg (Kein Blechspielzeug!) |
| Besonderheiten | DAC-Modus (Optischer Eingang), HDAM-SA2 Ausgangsstufen |
Das mackern.de Fazit: Ein echter „Keeper“ für Genießer
Der Marantz SA-15S2 Limited bügelt die Scharte aus, die der passende Verstärker bei mir hinterlassen hat. Er ist haptisch grandios, klanglich eine Wucht und bietet eine Bauweise, an der sich moderne Plastik-Player eine Scheibe abschneiden können. Wer einen Player sucht, der Musik macht und nicht nur Daten ausliest: Kaufen! Auf dem Gebrauchtmarkt ein absoluter Geheimtipp.
In diesem Sinne…