Audiodata Echelle 2

Audiodata Echelle 2

Audiodata Echelle 2 High End Standlautsprecher Erfahrungsbericht / Test: Präzision trifft deutschen Boxenbau

Obwohl es die Firma Audiodata schon einige Jahre gibt und man die Marke zweifellos in die Reihen des High-Ends einordnen kann, ist die Schmiede manchen HiFi-Interessierten noch immer unbekannt. Mein erster Kontakt mit der Marke war die kleine Audiodata Mignon, die damals als „bester Kompaktlautsprecher der Welt“ gefeiert wurde. Schon damals beeindruckte mich die perfekte Mitten- und Hochtonwiedergabe, doch im Bassbereich war die Enttäuschung groß – ohne passenden Subwoofer ging dort gar nichts.

Diese Erfahrung prägte mein Bild von Audiodata: Tolle Auflösung, aber kein Bass. Deshalb waren Modelle wie die Elance oder eben die Echelle lange Zeit kein Thema für mich. Ich wollte keine Subwoofer-Lösung, sondern echten Fullrange-Spaß. Doch eines Tages entdeckte ich ein Paar Echelle Version 2, die direkt bei Audiodata auf Wunsch des Vorbesitzers umfangreich geupdatet wurden. Das weckte meine Neugier.

Das Update: Von 31 auf 50 Kilogramm

Die mir angebotenen Echelle waren alles andere als Standard. Die Frequenzweiche wurde mit hochwertigen Mundorf-Bauteilen überarbeitet, ein spezieller Hochtöner von Scan-Speak eingesetzt und – das ist der Clou – die Weichenkammern wurden mit Quarzsand gefüllt. Statt der üblichen 31 Kilo brachten meine Exemplare satte 50 Kilo auf die Waage. Trotz meiner Skepsis bezüglich des Basses fuhr ich zur Hörprobe.

Was soll ich sagen? Nach nur einer Minute Hörprobe ging ich direkt zum Verhandeln über. Der Bass war der Grund! Selten habe ich einen Lautsprecher gehört, der einen so präzisen, druckvollen und tiefen Bass lieferte. Die Angst vor der „Bassarmut“ war absolut unberechtigt. Der Midbass bietet eine Informationsfülle, bei der selbst eine Sonus Faber Domus Grand Piano schon längst die Grätsche macht und nur noch dröhnt. Die Echelle spielt hier auf einem Niveau, das deutlich teurere High-End-Konkurrenz das Fürchten lehrt.

Klangvergleiche und Elektronik

Im Vergleich zu einer Audiophil Cello spielt die Echelle auf Augenhöhe. Ein Bekannter, der seine Cello gegen eine Sonus Faber Olympica 2 (Neupreis ca. 8.000 Euro) getauscht hat, bestätigte mir: Die Audiodata ist im Bassbereich womöglich sogar überlegen, während die SF im Hochton leicht die Nase vorne hat. Der Hochtöner der Echelle kann zeitweise etwas schrill wirken, aber hier wächst der Lautsprecher mit der Elektronik. An einem NAD S300 oder einer Accuphase P-300/C-200 Kombi kitzelt man erst den wahren Kickbass heraus.

Fazit: WAF-Faktor und Klangwucht

Auch optisch ist die Echelle ein Genuss. Während meine Frau mit der Formensprache von Sonus Faber wenig anfangen konnte, war sie von der Echelle sofort begeistert – 100% WAF (Woman Acceptance Factor)! Ich bin mit der Audiodata mehr als zufrieden. Sie hat genau das, was ich lange gesucht habe. In diesem Sinne…


Gesamttabelle – Audiodata Echelle II

Kategorie Merkmal Daten / Beschreibung
Prinzip Bauart 2-Wege Bassreflex, Standlautsprecher
Bestückung Chassis Tiefton: 180 mm (beschichtetes Papier) / Hochton: 25 mm Gewebekalotte
Leistung Belastbarkeit (Nenn) 100 Watt
Audio-Werte Frequenzgang 35 Hz – 25.000 Hz (-6 dB) / 45 Hz – 20.000 Hz (±1,5 dB)
Wirkungsgrad Empfindlichkeit 88 dB (1W/1m)
Elektrik Impedanz / Übergang 8 Ohm / 2.400 Hz
Maße Gewicht / Größe 31,0 kg (Serie) bis 50,0 kg (Sandgefüllt) / 108,1 x 19,0 x 31,8 cm (HxBxT)
Besonderheit Konstruktion Resonanzarmes Gehäuse, hochwertige Mundorf-Weichenbauteile

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