Copyright Mackern.de

Denon POA 6600

Denon POA 6600 Monoblöcke Erfahrungsbericht / Test:

Die Zeit wo fast jeder Hersteller Geräte in schwarz und nicht schön designen lassen hat, ist zum Glück vorbei. Natürlich ist gegen schwarz überhaupt nichts einzuwenden aber wenn man Geräte aus den Jahren 80 und 90 anschaut könnte man meinen das, jeder Hersteller den selben Designer engagiert hatte. Die sind sich alle so ähnlich und schauen gleichermassen nicht schön aus. Sicherlich liegt Schönheit im Auge des Betrachters und ist bekanntlich Geschmacksache aber Hand auf`s Herz. Wer von euch findet die Denon 4400 und 6600 schön? Ich jedenfalls nicht aber hässlich sind nun auch wieder nicht. Standard eben, also 08/15 würde man aus dem Volksmund hören. Ich habe mir lange Gedanken gemacht und mir die Frage gestellt ob Hifi überhaupt schön sein muss. Die Frage lässt sich definitiv mit ja beantworten weil man sich irgendwann an solchen schwarzen Schuhkartons satt sieht und die bessere Hälfte in Ihren Wechseljahre eine Krise nach der anderen bekommen könnte.

Vor nicht allzu langer Zeit wollte ich mir immer einreden das nur der Klang ausschlaggebend ist und die Optik eine sekundäre Rolle spielt. Doch das ist wirklich ein Trugschluss und hat leider mit der Realität nichts zutun. Schöne Anlangen klingen subjektiv 50% besser </Ironie Off> Ich finde- wie schon erwähnt- die POA 6600 nicht schön aber nicht hässlich, es ist eben der Zeit geschuldet und integriert sich eigentlich im Hifi Rack oder neben den Lautsprecher einwandfrei. Technisch gibt es nichts zu bemängeln. Es verstärkt bestens und kann selbst mit richtig schönen und vor allen pfefferten Endstufe mithalten. Es soll bis 2 OHM Laststabil sein und liefert Strom schnell und fast ohne Ende. Mit meinen nicht kritischen Lautsprecher kam er bestens zurecht. Meine Dynaudio Contour 2 MK II verholfen die Monos fast schon neues Leben im Vergleich zu anderen Endstufen der gleichen Gebraucht- Preisklasse. Nehmen wir mal Onkyos M5060, M5090, M5570, M5590 so merkt man doch super schnell, das die Denon Monoblöcke tatsächlich in einer anderen Klasse spielen. Da wo die erwähnten Onkyo ins schwitzen kommen oder sogar abschalten, liefern die  Denon Endstufen noch fröhlich Saft und kontrollieren meine Dynaudios als wär’s ein Kinderspiel. Bässe bekommen Kontouren und Souveränität also eine Selbstverständlichkeit, dass einem beim Zuhören nichts anderes bleibt als zu zuhören. Es reist den Zuhörer mit, es lässt den Kopf mit wippen und vor allen Dingen versucht man nicht die Geräte herauszuhören sondern gibt sich der Musik vollkommen hin. Für mich gehören diese Endstufe sicherlich zu den Geräten wo man mit “niedrigen” finanziellen Einsatz das Maximum herausholen kann. Also Preisleistung stimmt eben! Das ist leider von den oben beschrieben Onkyo Endstufen- gemessen am Gebrauchtpreis- leider nicht mehr möglich. Den hier gestaltet das Aussehen den Preis und nicht die Leistung. Aber wie schon anfangs erwähnt, spielt das Aussehen doch eine wesentliche Rolle und lässt dem Interessenten die Hoffnung, dass es 50% toller Klingt als Geräte die nicht so schön sind. In diesem Sinne…..

Technische Daten

  • Modell: POA-6600
  • Baujahre: 1987-1988
  • Hergestellt in: Japan
  • Farbe: schwarz
  • Typ: Mono Analog
  • Fernbedienung: Nein
  • Leistungsaufnahme: 350 Watt (IEC)
  • Abmessungen: 310 x 207 x 456 mm (B x H x T)
  • Gewicht: 15,6 kg
  • Neupreis ca.: 3000,- DM (Paar)
  • Cinch 1V /25 KOhm
  • XLR 1V/10KOhm
  • 2x Lautsprecher
    Dauerleistung (bei Klirrfaktor)
  • 8 Ohm: 250 Watt <0,02%
  • 4 Ohm: 450 Watt DIN
    Dynamikleistung
  • 4 Ohm: 650 Watt
  • 2 Ohm: 900 Watt
  • 1 Ohm: 1100 Watt
  • Gesamtklirrfaktor: < 0,002% (-3 dB bei Nennleistung an 8 Ohm)
  • Frequenzgang: 1 Hz – 300 kHz (+0/-3dB, 1 W)
  • Signalrauschabstand: 123 dB (IHF, A-Bewertung, XLR)