Viele meiner Leser und auch mittlerweile meine Abonnenten auf YouTube haben in letzter Zeit meinen vielleicht etwas außergewöhnlichen Musikgeschmack erkunden können. Meine Idee hinter diesen „Audio Booklets“ ist es ja, nicht immer nur stumpf Geräte in Augenschein zu nehmen, sondern endlich mal das Wesentliche in den Fokus zu rücken: die Musik.
Manchmal gibt es diese Momente, da setzt man sich in den Hörsessel, drückt auf Play und merkt nach den ersten Takten: Okay, das hier ist gerade kein Hintergrundgeplänkel für nebenher. Das hier ist ernst. Oder besser gesagt: Das hier ist pure Magie, eingefangen auf einem Tonträger. Die Rede ist von „Touch of Time“, dem aktuellen Geniestreich von Arve Henriksen und dem niederländischen Pianisten Harmen Fraanje.
Ihr wisst es: Wenn bei mir eine neue Scheibe mit dem berühmten, glasklaren ECM-Logo (ja, das aus Koblenz!) auf dem Plattenteller landet, dann bin ich sofort angefixt. In erster Linie natürlich, weil die Aufnahmen schlichtweg atemberaubend sind.
Der Name Arve Henriksen steht in der zeitgenössischen Musikszene Norwegens für einen einzigartigen, innovativen Ansatz, der die Grenzen zwischen Jazz und Elektronik verwischt. Mit seinem 2008 bei ECM Records erschienenen Album „Cartography“ hat der Trompeter und Klangkünstler nicht nur seine eigene musikalische Landkarte neu gezeichnet, sondern auch ein Werk geschaffen, das audiophile Ohren in seinen komplexen und vielschichtigen Bann zieht.
Im Jahr 2017 erschien mit Blue Maqams eines der eindrucksvollsten Alben des ECM-Katalogs – eine musikalische Begegnung von vier Persönlichkeiten, die sich auf höchstem Niveau begegnen, ohne sich gegenseitig zu dominieren. Das Album ist mehr als nur eine „Fusion“ von Kulturen
Tord Gustavsen, geboren am 5. Oktober 1970 in Oslo, wuchs in einem kleinen Ort in Ostnorwegen auf. Seine Kindheit war von ländlicher Ruhe und tief religiösem Umfeld geprägt – eine Atmosphäre, die sein musikalisches Schaffen bis heute durchzieht. Früh entdeckte er seine Leidenschaft für das Klavier und widmete sich zunächst autodidaktisch dem Spiel
Neueste Kommentare